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Die Maus muss raus

  1. #1
    Angelina

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    Standard Die Maus muss raus

    Liebe Mausfreunde,
    vielleicht fällt euch ja noch etwas ein? Ich wäre für jeden Tipp dankbar. Morgen sind’s sechs Wochen, dass Teresia Benedicta in meinem Auto lebt. Es fiel mir auf, als die Packungen des Trockenfutters für Katzen angeknabbert waren, ein Loch hatten. Kurz vor Weihnachten, das Mäuschen womöglich schwanger, also genoss sie „Mutterschutz“. Ich offerierte ihr verschiedene Menüs, sie entschied sich für Samen, Sesam, Leinsamen und Nüsse, zur Not
    auch Dinkel. Über ihren Appetit wunderte ich mich eine Weile, bis ich entdeckte, dass sie überall im Wagen Reservoirs anlegte.
    Nach Weihnachten, keine Babys, sollte sie dann aber mal gehen. Große Staubsaugeraktion, alles Angenagte entsorgt, etwa den ruinierten Regenmantel, die Strandmatte, zwei Stunden offene Wagentüren. Zunächst sah’s gut aus, als wäre sie geflüchtet. Bis vor dem Fahrersitz ganze Hände voll Schaumgummi-Krümel auftauchten - den Kindersitz hinten, das Styropor, hatte sie ohnehin schon in Kügelchen verwandelt. Und sich aus einer Plastikrose mit Blätterkranz ne Hütte gebaut.
    Motto: „mit Speck fängt man Mäuse“, Lebendfalle gekauft, a bisserl Bacon rein - keine Reaktion. Heute Mittag die Falle mit Sesam und Walnuss-Bröckchen bestückt. Es dauerte nicht mal zwei Stunden, bis sie alles ausgeräumt hatte - wie geleckt — ohne dass sich der Mechanismus auslöste. Teresia muss besonders winzig sein, dazu ihre Nahrungsfavoriten … wäre es möglich, dass es sich um ein Haselmäuschen handelt? Ein besonders cleveres?

    Und könntet ihr mir auch bitte sagen, wie ich ihr tierfreundlich das Winterquartier vermiese oder wie sie in die Falle geht? Ja natürlich habe ich die Kleine ins Herz geschlossen, nur sagte meine Werkstatt bereits, beim bald fälligen TÜV-Termin könne ich unmöglich mit Maus kommen.

    Meine Hoffnung ruht auf euch Experten
    Angelina

  2. #1
    Anzeige

    Standard

    Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber für Mäuse von Alexandra geworfen? Sie ist Veterinärin und seit vielen Jahren begeistere Mäusehalterin, erklärt in diesem Ratgeber, was die flinken Nager brauchen, um sich als Heimtiere wohl zu fühlen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?

  3. #2
    Uromastix

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    Hallo Angelina,

    deine Geschichte klingt sehr spannend und irgendwie auch süss, mag das Mäuschen auch Käse?
    Den könnte man vielleicht fester am Hacken befestigen, so dass sie mehr dran ziehen muss und der Mechanismus ausgelöst wird.
    Aber wenn ich mir so überlege, wenn du deinen kleinen "Untermieter" in deinem Auto nicht siehst wird der vom Tüf ihn bestimmt auch nicht sehen
    Bin sehr gespannt wie die Geschichte weiter geht also unbedingt hier weiter berichten

    Liebe Grüsse
    Isabelle

  4. #3
    Rewana

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    Verteile doch mal Katzenhaare im Auto, vielleicht mag sie den Geruch nicht und zieht aus.

  5. #4
    Angelina

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    Hallo Uromastix und Rewana,

    herzlichen Dank für eure Tipps. Katzenhaare okay, nur wohin hätte sie davor Reißaus nehmen sollen? Verfügbare Kater wollte ich ausdrücklich nicht auf sie ansetzen, das Tierchen sollte schließlich weiterleben. Käse verschmähte Teresia zwar auch nicht - meinen besten Parmesan - aber gestern ging sie mir tatsächlich in die Falle. Mit halben Walnüssen, die vom sehr kippelig eingestellten Stift so festgehalten wurden, dass sie unmöglich daran ziehen konnte, ohne den Mechanismus auszulösen. Na, das war eine Aufregung, sie endlich zu sehen bzw. erst von außen ihren Schatten. So groß/klein wie ein Pingpong-Ball. Das Fell zwar ein bisschen dunkler, rotbraun, aber unmöglich etwas anderes als ne Haselmaus. Eine ziemlich aus der Art geschlagene. Sie musste Anfang Dezember über einen aus dem Keller geholten Karton (Batterie-Ladegerät) in den Kofferraum gelangt sein, hatte sich zwischen zerknautschtem Packpapier eingerichtet. Oder Teresia ist eben irgendwo reingesprungen. Auf jeden Fall nicht normal für Haselmäuse, die um diese Zeit eigentlich gut geschützt in ihrem Kobel schlafen sollten. Vielleicht liegt’s am warmen Winter? Die Igelchen - sie futtern sich im Herbst mit Katzen-Brekkies auf der Terrasse Speck an - sind nämlich auch noch einmal aufgestanden.
    Jedenfalls musste das Miniwesen einen Fototermin über sich ergehen lassen, bei dem ich ständig beruhigend auf sie einredete, nicht dass sie sich aufregt. Später hopste Teresia auf der Wiese zum Wald in großen Sätzen davon. Glücklicherweise soll’s im Südwesten weiter so mild bleiben. Zeit, sich noch ein Quartier einzurichten. Mir tut’s schon leid, weil ich mir solche Sorgen um die Kleine mache. Hätte sie vielleicht besser mit einem energischen: „Schlaf jetzt!“ in eine Schachtel sperren sollen. Lieblingsfutter dazu - und im Frühjahr oben im Wald aussetzen.
    Dass der TÜV-Prüfer sie genauso wenig zu Gesicht bekäme wie ich in den sechs Wochen, dämmerte mir inzwischen ebenfalls. Teresia nicht, aber die Spuren ihres „Wirkens“. Hoffentlich nicht verkehrsgefährdend, dass sie fast das ganze Dämm-Material herausgepult hat. Was die Gattung „Nager“ bedeutet, ist mir nun klar. Zuerst - in der Annahme sie sei schwanger - brachte ich ihr ja noch Nistmaterial, Papierstreifen aus dem Aktenvernichter, Watte. Teresia verteilte es überall, das Auto sah aus wie eine Mülldeponie. Nach Grundreinigung machte sie sich aus Zeitungen und Küchenrolle - der Wagen ist chronisch feucht - ihre eigenen Streifen. Gar den Fahrersitz hat sie von unten angeknabbert. Echt, bei aller Toleranz und Tierliebe: eine äußert problematische Allianz. Gleichzeitig bewundernswert, über welche Energie so ein Bällchen auf Füßen verfügt. Wenn sie’s in einer Nacht nicht schaffte, das Futter auf ihre Lager zu verteilen, deckte sie’s zu. Ich folgerte am nächsten Morgen zuerst falsch, dass Teresia „dies“ auch nicht mag, wenn Papier und Watte in der Schale lagen. Nö, sie wollte ihre Vorräte nur verstecken.
    Wahrscheinlich bereiten die mir angesichts des rollenden Feuchtbiotops demnächst noch „Freude“. Optimale Bedingungen für Getreide und Samen, in den Ritzen zu keimen. ��

    Für heute badische Grüßle
    Angelina

  6. #5
    Rewana

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    Na, da hat ja noch alles mit dem Auszug geklappt. Zeig uns doch mal die Bilder von deiner Automaus.

  7. #6
    Uromastix

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    Super,
    freut mich sehr dass alles so gut ausging, natürlich versteh ich auch dass dies kein Dauerzustand hätte bleiben können da sie ja überall rum geknabbert hat,
    aber scheint ein schlaues Kerlchen gewesen zu sein wenn sie das Futter schön versteckt hat und so
    über die Fotos von der kleinen Süssen würd ich mich auch sehr freuen

    Liebe Grüsse
    Isabelle

  8. #7
    Angelina

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    Standard

    Wenigstens ein - lausiges - Foto einzustellen, habe ich doch versucht, bin wohl zu doof. Keine Ahnung, wie’s funktioniert. Man sieht halt auch nicht besonders viel, weil der engmaschige Fallen-Draht dazwischen ist, dazu die Reflexe der Schreibtischlampe. �� Immerhin für so wenig Tier unverhältnismäßig große Augen, Ohren, dazu ein Schwanz, der etwa doppelt bis dreimal so lang sein dürfte wie der „normaler“ Mäuse. Den braucht sie wahrscheinlich, um sich bei waghalsigen Klettereien auf dünnsten Ästen, gar Halmen festzuzurren.
    Oh ja, Teresia „war“ nicht nur besonders schlau, eigentlich auch erstaunlich sauber. Denn für ihre Geschäfte benutzte sie zunächst ausschließlich den Regenmantel, nach dessen Entsorgung eine Plastikplane im Kofferraum. D.h. sie durchquerte jedesmal den ganzen Wagen, um auf’s Klo zu gehen.
    … Über Dein Motto, Isabelle: „Wir suchen uns unsere Haustiere selbst aus, unsere Tiere können sich leider ihre Halter nicht selbst aussuchen“, musste ich schon schmunzeln. Vielleicht tröstet’s dich, dass es bei mir nicht der Fall ist, noch nie so war. Mein Kater stand einfach eines Tages auf der Terrasse, die Igel kommen in der dritten Generation, weil Mama ihre Kinder vor Jahren herführte, jetzt alle wissen, dass sie Katzenfutter für den Winterspeck schnorren können. Meister Reinecke, derzeit treuer Gast, habe ich mir auch nicht ausgesucht. Zwischenzeitlich in einer Dachwohnung - Haustiere absolut verboten - versüßte mir ein Wespenschwarm das Leben. Eher ich ihnen. Sie erhielten soviel Honig, wie sie wollten, bedankten sich mit Friedlichkeit. Die Zutraulichste saß meist bei der Schreibtisch-Arbeit auf dem Rand meiner Brille. Eine nachhaltige Lektion: Man muss sich nicht vor ihnen fürchten. Wenn sich jetzt ein Wespchen hier hinein verirrt, wird’s einfach auf den Finger genommen und rausgetragen.
    Gut im eigentlichen Sinne alles keine „Haustiere“. Insofern stimmt der Satz schon. Aber ich bin davon überzeugt, dass man mit ein wenig Aufmerksamkeit erspüren kann, ob ein Tier wirklich zu einem will oder nicht. Denen, die sie nur zur kurzfristigen Befriedigung diffuser Bedürfnisse benutzen, würde ich allerdings am liebsten die Pest an den Hals wünschen.

    Vielleicht mögt ihr mir ja erklären, wie man ein Foto einstellt - falls es nicht über die Cloud laufen muss?
    Herzliche Grüße
    Angelina

 

 
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