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Chylothorax - hoffe ich kann Euch Mut machen

  1. #1
    Ellie88

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    Standard Chylothorax - hoffe ich kann Euch Mut machen

    Hallo Ihr Lieben,

    ich möchte an dieser Stelle unsere Erfahrung mit dem (zum Glück!) sehr selten vorkommenden Chylothorax teilen. Bei unserem Kater Buddy ist er leider letztes Jahr im August aufgetreten und ich hätte mich damals sehr über mehr Erfahrungsberichte gefreut. Das positive vorab: Er hat alles gut überstanden und erfreut sich bis heute allerbester Gesundheit Um Euch schnell und übersichtlich über alles zu informieren, schreibe ich Buddys Geschichte stichwortartig in chronologischer Reihenfolge:

    Anfang/Mitte Juli 2017:
    - Mir fiel auf, dass er öfter mal im absoluten Ruhemodus eine erhöhte Atemfrequenz hat
    - Er verhielt sich ansonsten aber völlig normal
    Ende Juli 2017:
    - Die erhöhte Atemfrequenz fiel mir immer öfter auf und beunruhigte mich nun auch – sein Verhalten trotzdem wie immer (verfressen, verspielt und klettert nach wie vor über den 1,80m hohen Gartenzaun)
    - vorsichthalber einen Termin beim Tierarzt vereinbart
    02.08.2017
    Termin beim Tierarzt:
    - Allgemeine Untersuchung ergab keine Auffälligkeiten
    - Zur Sicherheit wurde ein Röntgenbild vom Brustkorb gemacht, dies zeigte eine massive Flüssigkeitsansammlung im Bereich der Lunge – Verdacht auf FIP
    - Nach mir schier endlos vorkommenden 10 Minuten, in denen sein Brustkorb punktiert wurde, gab es zum Glück Entwarnung für den anfänglichen FIP Verdacht
    - Das Punktat war milchig, und somit ein ziemlich eindeutiger Hinweis auf den Chylothorax (Chylus = Milchsaft)
    - Unser Tierarzt entließ uns mit einer Überweisung an die Tierklinik Hofheim (zum Glück nur etwa 100km von uns entfernt, es gibt in Deutschland wohl nicht allzu viele Kliniken die einen Chylothorax operieren
    können) Die Spezialisten dort, können minimalinvasiv den Brustmilchgang (Ductus thoracicus) „verschließen“.
    (Not)-Termin in Hofheim:
    - Zum Glück waren wir schnell in Hofheim und sind auch sehr schnell drangekommen
    - Dort wurde Buddy wieder allgemein untersucht es wurden nochmal Röntgenaufnahmen gemacht und auch das Herz wurde per Ultraschall untersucht um eine mögliche Ursache für den „leckenden“ Brustmilchgang gesucht. Eine Ursache wurde nicht gefunden, ein krankes Herz konnte als Auslöser zum Glück ausgeschlossen werden
    - Ihm wurden aber beinahe 200ml Chylus abgesaugt – für einen 4kg Kater eine massive Menge. Der Arzt meinte das wir wirklich kurz vor knapp gekommen sind
    - Durch das absaugen konnte er sehr schnell wieder besser atmen, dennoch wurde er zur Beobachtung stationär aufgenommen
    03.08.2017
    - Leider trat nach wie vor Chylus aus, die Ursachenforschung ging mit einem Ultraschall des Brustkorbs weiter… auch ergebnislos
    - Wir haben das Ok für ein CT und das Anlegen einer Thorax Drainage (für ein schmerzärmeres Absaugen des Chylus aus dem Brustkorb) für den nächsten gegeben
    04.08.2017
    - Das CT hat eine Verletzung des rechten Lungenlappens ergeben, welches als mögliche Ursache für den Chylothorax in Frage kommen könnte
    - Die Verletzung des Lungenlappens hätte vielfältige Ursachen haben könnten (im Kampf mit einer anderen Katze, durch einen Sturz, einen dumpfen Schlag… und, und, und…)
    - Der verletzte Lungenlappen muss entfernt werden, da er sich nicht mehr entfaltet
    - Die Ärzte stuften das Risiko der OP aufgrund von Buddys sonstigem Zustand (abgesehen vom Chylothorax topfit, trotz Klinikaufenthalt total verfressen, erst 14 Monate alt) als sehr überschaubares ein – mit diesem Wissen haben wir der OP dann auch zugestimmt
    05.08.-06.08.2017
    - Wochenende: Warten auf die OP
    - Auf Anraten der Stationsärztin haben wir ihn an dem Wochenende einmal besucht
    - Trotz allen Umständen war unser Buddy wie immer super drauf 😊
    07.08.2017
    - Seine OP war für 10 terminiert, um 14 Uhr endlich der erlösende Anruf das alles gut gegangen war
    - Allerdings war die anfängliche angenommene Verletzung der Lunge nicht durch äußere Einwirkung zustande gekommen, sondern durch den Druck den die viele Flüssigkeit auf den kleinen Lungenlappen ausgeübt hat… die Ursachenforschung war wieder bei null angekommen
    - Trotz allem waren wir froh dass er alles heil überstanden hatte, jetzt hieß es abwarten was die Flüssigkeit weiter treibt…
    - Auch an diesem Tag hat er wieder alle in der Klinik mit seiner Verfressenheit überrascht, indem er 5 Stunden nach der komplizierten OP ganz ohne gut zureden einen ganzen Napf Futter verputzt hat
    08..08.-10.08.2017
    - Eine sehr zermürbenden und tränenreiche Zeit
    - die Flüssigkeit ist weitergelaufen, Buddy hat sehr viele Schmerzmittel bekommen und wir durften ihn nicht besuchen
    - Die Notwendigkeit einer weiteren OP (das verschließen des Brustmilchgangs) stand im Raum
    - Die einzig verbleibende, nicht invasive Therapiemethode war die Gabe von Kortison, welche allerdings erst nach Reduzierung der Schmerzmittel erfolgen konnte
    11.08.2017
    - Ich konnte ihn endlich besuchen und die Kortison-Therapie konnte beginnen
    - Er war noch sehr angeschlagen und ist direkt in meinen Arm gekommen und eingeschlafen – eine Ration Futter konnte ihn aber wieder ein bisschen munter machen
    - Sehr viele Tränen auf der Heimfahrt, da der weitere Verlauf sehr ungewiss war
    12.08.2017
    - Besuch gemeinsam mit meinem Mann, Buddy schon deutlich fitter als am Vortag
    - Leider noch kaum ein Rückgang der Flüssigkeitsproduktion
    13.08.2017
    - Buddy schon wieder fast der alte
    - Eine total sprachlose Stationsärztin, da die Produktion der Flüssigkeit fast komplett aufgehört hatte :-D
    14.08.2017
    - Entlassungstag!
    15.08.2017
    - Leider wieder zum Haustierarzt, da Buddy unaufhörlich nieste und auch leichtes Fieber hatte
    - Nach Rücksprache mit Hofheim, hat er sich wohl dort mit Katzenschnupfen angesteckt
    - Fieber stieg in der Nacht stark an
    16.08.2017
    - Auf Anraten des Haustierarztes wieder nach Hofheim
    - Dort wurde ein Abstrich genommen um den genauen Erreger des Katzenschnupfens zu bestimmen
    - Das Röntgen zeigte zum Glück keine Auffälligkeiten an der Lunge
    - Das Kortison wurde abgesetzt, da es sich mit dem notwendigen, fiebersenken Mittel nicht verträgt… denkbar schlecht, da die Kortison-Therapie für mind. 2 Wochen ausgelegt war
    - Wieder eine sehr zermürbende Zeit…

    Buddy hatte sich von dem Katzenschnupfen sehr gut erholt und die Kontrolltermine 2 und 6 Wochen später haben keinerlei Auffälligkeiten gezeigt, sondern ganz im Gegenteil, eine Lunge die sich so weit entfaltet hat, dass der fehlende Lungenlappen kaum noch auffällt
    Mitte November hatte er einen Rückfall, den wir glücklicherweise mit Kortison und einer Ernährungsumstellung wieder in den Griff bekommen haben.
    Ich hoffe ich konnte Euch mit diesem Erfahrungsbericht helfen und auch Mut machen 😊 Wenn ihr weitere Fragen habt schreibt mich sehr gerne direkt an!

  2. #1
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    Standard

    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.

  3. #2
    Rewana

    Beiträge
    3.652

    Standard

    Danke für deinen ausführlichen Bericht und schön das es Buddy wieder gut geht.

 

 
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