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Leidiges Thema: Ein oder zwei Katzen?

  1. #1
    Murx Pickwick

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    Standard Leidiges Thema: Ein oder zwei Katzen?

    Ich brauch langsam euren Rat ... es geht wieder um das leidige Thema, wieviel Katz muß mind. sein.

    Bero ist ein junger Kater, Freigänger mit voller Wohnungsnutzung, kastriert wie es sich gehört und hier auf dem Grundstück nicht sehr katzenverträglich, inwieweit er aber beim Streunen seine Kontakte pflegt, weiß ich nicht.
    Seit dem er hier ist, ist mein Grundstück endlich katzenfrei - wenn man mal von seiner Majestät absieht.

    Nun wollen wir umziehen - ein tolles Haus, tolles Grundstück, aber absolut abgelegen. Die nächste Katze ist höchstens
    eine Katze auf Urlaub auf dem 800m entfernten Campingplatz. Der nächste Ort (sein Ort) ist mind. 1,5km weit weg. Er hat also nicht mal mehr die Möglichkeit, mit anderen Katzen in Kontakt zu kommen, es sei denn, er läuft sehr weit.

    Ich selbst will an sich keine zweite Katze, Ihro Majestät reicht mir vollkommen. Wenn ich zwei solche Tyrannen in der Wohnung hab, krieg ich die Krise! Andererseits ist das kein Grund, sich keine zweite Katze anzuschaffen, wenn es Katerle mit Kameraden besser geht.

    Wenn es eine zweite Katze sein muß, würde es seine Mutter werden. Die beiden lieben sich auch heute noch abgöttisch, wenn sie zusammentreffen. Da hätt ich dann wenigstens keine Probleme mit der Vergesellschaftung. Leider ist die Gute nicht nur eine Freigängerin ganz ohne Wohnungsnutzungsrecht, sondern sie hat auch ein paar unangenehme Eigenschaften - sie kennt kein Katzenklo, spielt mit ausgefahrenen Krallen, klaut wie ne Elster und vergreift sich an Jungkaninchen und wahrscheinlich auch an Meerschweinchen.
    Bero akzeptiert wenigstens wie alle Katzen hier in der Umgebung die Umfriedung, er jagt nur Meerschweinchen, die ausgebrochen sind. Außerdem hat er gelernt, mir Bescheid zu geben, wenn es mal wieder Meerschweinchen zu jagen gibt, kurzum, er ist zwar, alleine weil er eine Katze ist, eine Gefahr für die Meerschweinchen, aber wenigstens keine Große. Bei ihr ist absehbar, wann sie das erste Meerschweinchen zwischen den Fängen hat.

    Was würdet ihr mir raten - Bero als Einzelkatze wie gehabt belassen, oder gnadenlos die Nager und Kaninchen hinter Schloß und Riegel setzen und seine Mutter hinzuholen, damit er nicht einsam ist?

  2. #1
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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.

  3. #2
    Trofu

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    Zum einen: Katzen laufen sehr weit.

    Muss ausholen :lachen: Als wir noch jung und verliebt waren , sind wir des öfteren durch den Wald nach Hause gefahren *räusper*. Und uns ist des öfteren mein Teufelchen -Kater begegnet, ca. 2 km von Zuhause weg.
    Er ist dann immer mit uns heimgefahren .

    Oder auch auf der Landstrasse 2 km von daheim, da haben wir ihn auch öfter mal aufgegabelt, und er war damals schon lange kastriert. Es hat also auch damit nix zu tun.

    Zu Biros Mama. Um das Kaklo zu umgehen, wenn sie es denn gar nicht annimmt, brauchst du eigentlich nur eine Katzentür, haben wir auch , weil der Herr Leo auch nicht gern drauf geht. Soll heissen er ist unsauber wenn er nicht rauskann.
    Ist Biros Mutter kastriert? Oder bekommt sie immer noch fleissig Nachwuchs.

    Wenn sie nämlich keinen Nachwuchs mehr zu versorgen hat, kann es durchaus sein, dass sie gar nimmer sooo viel jagt.

    Wenn sie mal die Wohnung liebengelernt hat, und dass da immer ein gefüllter Napf zu erwarten ist, wird das sie Jagdleidenschaft evtl auch etwas bremsen.

    Und, evtl. musst du deine Meeris auf dem neuen Grundstück eh besser sichern, wer weiss was sich da alles an Greifvögeln usw. tummelt.

    Dann wäre dieses Problem auch erledigt .

    Wo solls denn hingehen? *neugierig bin*. Bleibst du bei Limburg, oder ist es weiter weg?

    LG Manu

  4. #3
    Murx Pickwick

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    Ich zieh nur ca. 1,5km weiter *g*
    Bleibt also in der Nähe von Limburg.

    Hast du schon mal was von der Kramms-Mühle oder Arfurther Mühle gehört? - Da gehts hin!

    Wenn Katzen derartig weit laufen, sollte es eigentlich gar kein Problem sein mit Bero - er behält ja dann auch seine gewohnte Katzengesellschaft. Seine Mutter müßte eh erstmal kastriert werden - ich wollte nun nicht unbedingt regelmäßig Katzennachwuchs haben, nur weil sie doch noch nen Kater gefunden hat und sie bei mir durchgefüttert wird. Katzen sind da ja wohl recht findig ... najagut, dann ziehen wir erstmal um und wenns uns einsam ist, weil Bero sich immer nur im Ort aufhält und bestenfalls noch zum Futtern kommt, zieht seine Mutter ein.
    Vielleicht ist sie ja bei uns auch gar nicht mehr so schlimm wie auf ihrem jetzigen Hof.

  5. #4
    Trofu

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    Ja die Namen sagen mir was.

    Ich lass jetzt mal mein Katzenherz sprechen. Nimm sie gleich mit.
    Oder hol sie bald nach.
    Biro ist ja umso mehr in Gefahr, je weiter er von daheim weggeht.

    Das glaub ich nämlich auch , dass sie nimmer so schlimm wäre wenn sie freundliche Menschen um sich hätte.

    Gute Nacht, ich werd jetzt ins Bettchen gehen.

    Mein Kater schaut mich schon eine Viertelstunde vorwurfsvoll an.

    Er will nämlich mit.

    LG

  6. #5
    Sabine

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    ähm....was spricht denn gegen eine junge Katzendame aus dem Tierheim?

    Zum einen würde ihro Gnaden sich mit ihr sicher auch anfreunden können, zum anderen könnte man der evt. noch gebührendes Benehmen gegenüber aufrechtgehenden Zweibeinern und nagerähnlichen Bodenbewohnern beibringen.

    Ich mein....wenn ich die Wahl zwischen allein und mit-Mutter-die-nix-neben-sich-akzeptiert-und-entweder-ignoriert-oder-frisst habe.....dann überlege ich doch, ob es evt. DOCH eine Alternative Nr.3 gibt....


    Oda?

  7. #6
    Murx Pickwick

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    Nun, die Katzen, die die Bauern nicht wollen, kommen früher oder später ins TH. Hier im TH sitzen 80% Bauernkatzen.
    Die Katzen von dem Bauern, wo auch Bero her ist, sind alle sehr klein und wenn sie nicht mehr mit allem Möglichen gemästet werden, sehen sie innerhalb kurzer Zeit wie Jungkatze aus - und genau so werden sie dann auch im TH vermittelt (unabhängig davon ist Beros Mutter mit Sicherheit noch unter einem Jahr, also tatsächlich noch recht jung).
    Dafür wird also ein mordsmäsiger Aufstand gemacht, Benzingeld verfahren usw usf ... einziger Vorteil - ich bräuchte nicht mehr selbst kastrieren lassen, die Katze käme mir also billiger, weil die Katzen im TH für weniger Geld abgegeben werden, wie die Kastration kostet.

    Nur - ist es das wert?

    Beros Mutter kenn ich, sie hat ihre Nachteile, keine Frage - aber sie ist eine gute Mäusejägerin und sie bleibt in der Nähe vom Futternapf. Wenn alle Stricke reißen, kann ich ihr immer noch Hausverbot geben, das ist sie gewöhnt und wird sie auch akzeptieren.
    Anders im TH. Ich kann Katzen mangels Erfahrung nicht einschätzen und es ist garantiert im TH genauso wie mit Hunden, Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten oder was auch immer - man kann den Charakter nur grob schätzen, wenn man sich sehr gut mit der Tierart auskennt.
    Was mach ich dann, wenn ich eine Katze im TH mir anlache, mit der ich gar nicht mehr klar komme? Soll ich sie ernsthaft wie ein Stück Ware zurückbringen und mir eine andere aussuchen?

    Bero kennt seine Mutter, es wird da also keine Schwierigkeiten geben - selbst (oder besser gerade) Jungkatzen, die mein Grundstück betreten, werden von Bero unabhängig vom Geschlecht nach Strich und Faden verprügelt. Bei den Altkatzen wagt er sich das nur, wenn ich in der Nähe bin. Soll ich mir da wirklich eine unter Umständen sehr schwierige Vergesellschaftung antun? Wo ich weiß, daß Bero seine Mutter immer noch abgöttisch liebt? Und wo ich nicht gerade viel Erfahrung mit Katzen mitbringe?

    Ich finde, es spricht alles gegen eine TH-Katze ...

  8. #7
    Angelina

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    Wenn Du Dich da mal nicht vertust, so’ne „abgöttische Liebe“ ist mitunter von kurzer Dauer. Beros Mutter unter einem Jahr – wie alt ist er dann? Er muss er ja wohl sehr früh kastriert worden sein? Und sie wird nicht zwangsläufig so nett weiter mit ihm umgehen, sobald sie das gleiche Schicksal ereilt.
    Sicher, ich kann mich sehr irren, aber wenn’s schon sein soll, würde ich eher einen Kater im gleichen jugendlichen Alter empfehlen resp. gar keine häusliche Gesellschaft. Solange sie gut sozialisiert sind, haben sie zwar durchaus noch eine Weile ihren Spaß, wenn sie mit Artgenossen spielen können, aber bei einem Freigänger wird es sehr schnell uninteressant. Katzen sind an sich Einzelgänger, wenn sie draußen ihren Bedürfnissen folgen können, und durchaus sehr zufrieden, ihre Menschen bei Rückkehr für sich zu haben.
    Angelina

  9. #8
    Trofu

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    Ich sehe das so: Murx tut in jedem Fall ein gutes Werk.
    Eine unkastrierte Bauernkatze weniger, macht viele Jungkätzchen in Tierheimen weniger.

    Wobei das Tierheim da ja noch das harmloseste ist.

    LG Manu

  10. #9
    die_ansche

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    also bei uns im dorf laufen haufenweise streunerkatzen rum...da haben so viele leute katzen, machen sich aber nur ums futter gedanken...das war´s dann...

  11. #10
    Murx Pickwick

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    Bero ist selbst etwas über 5 Monate und vor kurzem kastriert, seine Mutter war die Hälfte an Katze, was sie jetzt ist, als sie ihren Wurf mitbrachte (sie kam schwanger beim Bauernhof an und hat sich mitfüttern lassen). Nachdem endlich die Jungen weg waren, fing sie noch mal an, richtig zu wachsen, deswegen nehm ich an, daß sie immer noch kein Jahr alt ist.

    Also ist es doch besser, Bero als Einzelkatze zu lassen?
    Ich meine, er kann ja bis zum Dorf laufen, da gibts mehr wie genug Katzen und er kennt sie ja alle auch schon, es ist ja nicht so, daß alles neu ist für ihn. Ich denke auch, daß der Weg zum Dorf interessanter sein sollte, wie der Weg Richtung Campingplatz oder Bundesstraße. Zur Bundesstraße sind es zwar nur schätzungsweise 800m Luftlinie, aber da müßte er entweder einen Bach lang waten oder einen Berg hochkraxeln, über Campingplatz und Dorf sind es bis zur Bundesstraße weit mehr wie Eineinhalb Kilometer ... zudem auch noch reiner Wanderweg, also Richtung Bundesstraße gibts da kaum Mäuse und so gut wie keine Katzen.

    Für mich persönlich ist es einfach lieber, nur eine Katze zu haben, würde mir also sehr entgegenkommen, wenn Bero alleine bleiben könnte, es geht mir nur darum, was ist besser für den Kerl?
    Schließlich hab ich ihn aufgenommen, er hat meiner Meinung nach eben auch ein Recht darauf, ein möglichst gutes Leben zu leben, es reicht schon, daß ich ihm die Möglichkeit zur Fortpflanzung hab nehmen lassen. Er wird auch nicht im alten Haus allein zurückbleiben, schließlich hat er alles daran gesetzt, zu mir zu kommen (zumindest hatte ich den Eindruck).
    Auf Biegen und Brechen will ich jedenfalls keine Zweitkatze und wenn man sich dann nicht mal drauf verlassen kann, daß das mit seiner Mutter gut geht - ich weiß nicht ...

    Mit dem guten Werk ist so eine Sache - solange Katzen gefüttert werden, werden sie auch Junge bekommen. Ob da nun eine Katze weniger Junge bekommt oder nicht, fällt bei der dörflichen Katzenpopulation eh nicht mehr auf. Das macht die nächste unkastrierte, weibliche, gefütterte Katze innerhalb von ein paar Monaten wieder wett ... und meist sind es hier die ganz jungen Katzen, die die Jungen haben. Daran werd ich auch nix ändern können.

  12. #11
    Trofu

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    Ich meinte du tust ein gutes Werk wenn du die Katze kastrierst und mitnimmst, genauso als wenn du eine aus dem TH holst.


  13. #12
    Angelina

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    Das gute Werk besteht m.E. auch nicht unbedingt darin, möglichst viele Katzen aufzunehmen. Lieber eine zufriedene als zwei, die ständig Stress miteinander haben.
    @ Murx Pickwick: Die Mutter-Sohn/Tochter-Beziehung ist aus meiner Erfahrung komplizierter als z.B. die unter Geschwistern. Dass sie sich jetzt noch gut verstehen, sie ist ja selbst noch ein halbes „Kind“, wundert mich nicht. Vielleicht würde es ja deswegen auf die Dauer klappen und evtl. auch, weil sie vorher nicht die Erfahrung gemacht hat, einen eigenen Bereich zu haben bzw. „ihren Mensch“. Was noch nicht heißt, dass Bero damit einverstanden ist, seinen zu teilen.
    Bei Jakob, ein ausgesprochen verträglicher Typ, der von meinem großen Kater liebevoll aufgezogen wurde, konnte ich die Veränderung gut beobachten. Morgens begrüßte er jede Katze draußen mit Nasenkuss, hatte einen Freund, mit dem er alles gemeinsam unternahm. Und etwa mit 7 Monaten war das Thema erledigt. Er beachtet sie überhaupt nicht mehr, geht alleine auf die Jagd. Gegenüber ungebetenen Katzengästen in der Wohnung ist er nach wie vor tolerant, um Notfallkätzchen kümmert er sich gar mit Hingabe – bis sie ein gewisses Alter erreicht haben, aber er braucht sie nicht. Im Gegenteil, er ist sichtlich zufrieden, wenn ich den Besuch, sobald er zurückgekommen ist, freundlich hinausgeleite. Draußen hat er sich sein eigenes Revier gesucht, weil’s ihm wohl um’s Haus herum einfach zu „voll“ ist.
    Ich würde daher vermuten, dass Bero nur anfangs noch in’s Dorf läuft (zu früh solltest Du ihn nach dem Umzug nicht raus lassen), also eher glücklich ist, ein Territorium für sich zu haben.
    Angelina

  14. #13
    Luder

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    Ich würde das auch nach MEINEM Gefühl machen. Katzen müssen ja nicht unbedingt eine zweite um sich rum haben.

    Und ich denke er wird schon irgendwo eine finden wenn es ihm soo danach drängt.

    Meine Freundin hat auch einen kleinen kastrierten Kater der keine andere Katze in seiner Nähe hat und ist glücklich!

    Ich würde erstmal umziehen und schauen wie er sich so macht. Wenn du dann das Gefühl bekommst er fühlt sich einsam, kannst du ja immer noch seine Mutter oder eine andere Katze dazuholen!

  15. #14
    Murx Pickwick

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    Was das Gefühl angeht - auf das kann man sich ja nicht mal bei Menschen verlassen! Wie soll man sich denn da bei einem derartig fremden Lebewesen wie es die Katze nunmal ist, nach Gefühl richtig machen?

    Ich hab kaum Erfahrung mit Katzen, ich hab Katzen noch nie für lange Zeit untereinander beobachtet, ich hab kein Ethogramm von Katzen, kurzum, bis auf die Einteilung der grundlegenden Laute weiß ich gar nix über Katzensprache - und das ist gefährlich.

    Beispiel Meerschweinchen:
    Ich hab ein Meerschweinchen, wo mir regelmäßig mein Gefühl sagt, es läßt sich gern kraulen. Der Kerl bleibt hocken, streckt mir liebevoll seinen Rücken entgegen, wenn ich ihn anfasse und fängt zufrieden an zu muckern. Wenn es ihn kitzelt, tritt er aus oder hüpft vor Wonne.
    Beobachte ich aber, wie er sich gegenüber anderen Meerschweinchen verhält, sieht das gleiche Verhalten plötzlich ganz anders aus! Er zeigt dieses Verhalten nur dann, wenn er von anderen Meerschweinchenböcken bedrängt wird.
    Das Sitzenbleiben zeigt anderen Meerschweinchenböcken nur an, hier sitz ich und hier bleibe ich, verzieh dich!
    Das liebevoll den Rücken zustrecken ist eher mit einem Katzenbuckel zu vergleichen - es zeigt Anspannung und Angst an. Das Umdrehen und Rücken, bzw viel eher Po, zustrecken soll das Gesicht bei der folgenden aggressiven Handlung des Bedrängers schützen.
    Das Austreten und Hüpfen ist eine offen aggressive Handlung, er versucht, den bedrängenden Bock von sich fern zu halten und wegzuschieben. Es hat keinesfalls was mit Kitzlig sein zu tun.
    Das Muckern zeigt Unsicherheit an, wäre er selbstsicherer, würde er brommseln, also andere Laute von sich geben und vor allem auch mehr Imponieren.
    Kurzum - so falsch, wie mein menschliches Gefühl gegenüber der Meerschweinchensprache nur sein kann, ist es auch.

    Ich wurde beim Versuch, Katzen zu streicheln, oft genug durch Kratzen daran erinnert, daß mein Gefühl rein gar nix damit zu tun hat, was die Katze will. Und selbst bei Bero bin ich mir oft genug unsicher, ob er jetzt das Kraulen und Streicheln wirklich genießt, oder nur über sich ergehen läßt, weil er von mir Futter und ne saubere Katzentoilette bekommt und deshalb liebkatz macht.

    Nachdem, was ich hier bisher gelesen hab, erscheint es mir jedoch logischer, daß er allein glücklicher ist. Ich denke auch, er wird eh abwandern, wenn ihm sein Zuhause nicht mehr paßt, da werd ich herzlich gar nix gegen tun können, außer versuchen, ihn einzusperren - und das endet erfahrungsgemäß in einer Katastrophe! Er zeigt mir so schon deutlich genug, was er davon hält, in der Wohnung bleiben zu müssen ... das versteh sogar ich als blöder Mensch ... :konfus:

    Mit dem Einsperren nach Umzug hatte schon nicht geklappt, als ich ihn zu mir holte. Zwei Wochen, sagt man mir, muß er in der Wohnung bleiben, um sich an alles zu gewöhnen - nur einen Tag später war er draußen! So schnell konnte ich gar nicht gucken ... es ist echt erstaunlich, wie geplant eine Katze vorgehen kann, wenn sie sich was in ihren Dickschädel gesetzt hat. Er hatte sich versteckt und drauf gelauert, daß ich wieder mal die Tür öffne und wutsch - war er draußen!

    Vielen lieben Dank bei der Entscheidungshilfe, ich hätt wahrscheinlich wieder alles aus rein menschlicher Sicht heraus falsch gemacht ... Menschen sind nunmal Gruppenlebewesen und meist verstehen sich Mütter mit ihren Kindern, insbesondere wenn diese ne Weile ausgezogen waren.
    Nur leider sind halt Katzen keine Menschen, sondern Katzen ... und was Angelina schreibt, klingt logisch, also wirklich keine gute Idee, Mutter und Sohn zusammenzuführen, auch wenn sie sich mom noch vertragen.

  16. #15
    Angelina

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    @ Murx...:
    Nur nicht gleich wegen der „anderen Sprache“ verzweifeln und Bero gar bereits als verloren ansehen, „weil er eh abwandert“. Das Abenteuer Kater lohnt sich auf jeden Fall, wenn Du ihn Regie führen lässt: also Futter und Aufmerksamkeit, sobald er es fordert. Kann er rein, wann immer er will? Das ist wichtig. Alternativ muss er wissen, dass Du ihn hörst und sofort reagierst. Katzen sind da sehr empfindlich resp. schnell beleidigt.
    Man hat es schon in der Hand, ob man eine Samtpfote heranzieht, die nur mal eben vorbeischaut, weil’s etwas zu fressen gibt, oder eine, die in eine intensive Beziehung zum Menschen tritt. Wohlgemerkt, nur meine Erfahrungen. Feste Fütterungszeiten sind für den Menschen bequem und beruhigen, bei Wohnungskatzen zudem sicher wichtig. Ein Freigänger lernt u.a. darüber, dass nichts parat steht, in Kontakt zu treten, zu kommunizieren. Es klingt lächerlich, aber wenn Bero erst mal vor Dir sitzt und darüber meckert, dass sein Schälchen leer ist, Dich, egal wo Du im Haus bist, aufstöbert, hast Du schon die halbe Miete. Er muss mit Dir reden, sich an Dich wenden, ein Futterautomat bist Du eben nicht. Der mögliche Beginn vieler Lernschritte bzw. immer erneuter Versuche, Dir noch mehr mitzuteilen, sich auf Dich einzustellen.
    Ansonsten ... Die Regel, sie nie anzufassen, wenn sie nicht von sich aus auf mich zugehen, muss ich halt gelegentlich aus med. Gründen aufheben oder bei wilden Winzlingen, die nach einer Toleranzzeit doch mit Nachhilfe an menschliche Nähe gewöhnt werden müssen. An sich mögen sie es, wenn sie auch in dem Punkt die Fäden in der Hand behalten. Sobald sich Bero schnurrend auf Deinen Schoß knallt, kannst Du ihn kreuz und quer „durcharbeiten“, das findet er nur noch toll.
    Viel Glück
    Angelina

  17. #16
    Luder

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    Ach Murx, mit Hunden kennst du dich soo gut aus, mit Katzen wird das auch noch kommen.
    ER wird dir zeigen was richtig und falsch ist. Und er läßt sich mit Sicherheit nicht nur von dir streicheln weil du sein happi happi machst. Dafür ist er ne Katze, das würden die nieeee tun!
    Sie sind halt sehr eigenständig und eigenwillig und das ist es doch was Katze ausmacht.

    Viel Glück beim Umzug und versuch ihn wenigstens ein paar Tage in der Wohnung zu halten. Auch wenn er randaliert. Besser ist das auf jeden Fall!! Also - du machst das schon!

  18. #17
    die_ansche

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    ich hatte auch überlegt, mir ne katze anzuschaffen...allerdings hab ich nur ne 37qm-wohnung...und außerdem bin ich so schreckhaft, meine freundin lacht mich immer aus, wenn ich mich total erschreck, wenn ihre katze mich auf einmal anspringt...ich mag halt lieber die schmusekatzen...^^

  19. #18
    Murx Pickwick

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    Dann würd ich sagen, eine junge Katze ist dann weniger was für dich ... Bero lauert regelmäßig hinter Möbeln, in Kisten, Schränken, hinter Türen und wenn man nichtsahnend vorbeikommt, schießt er von hinten an einen ran und hält einen am Bein fest ...

    Oder er überfällt nackte Füße - das kitzelt vielleicht!

    Naja, wart ich erst mal den Umzug ab, mal sehn, wie es dann aussieht - selbst im Haus hat er da ja viel mehr Platz wie hier, vielleicht ist er da sowieso erst mal mit beschäftigt, das Haus zu erkunden ...

    Danke euch allen für den Zuspruch - bei den meisten Tierarten hatte ich ja gleich Gruppen und konnte ihre Kommunikation untereinander beobachten. Mit Katzen ist das irgendwo schlecht, die sind dann doch recht heimlich und so viel Zeit, mich nächtelang in fremden Gärten oder beim Bauern auf die Lauer zu legen, hab ich einfach nicht.
    Dementsprechend unsicher fühl ich mich auch, was die Kommunikation mit der Katze angeht.

  20. #19
    die_ansche

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    sind manche katzen aus´m tierheim z.b. denn ruhiger? also etwas ältere

  21. #20
    Luder

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    Muß nicht sein, aber in Tierschutzorganisationen leben die meißten Katzen in Pflegefamilien. Und die können die schon im Vorfeld sagen ob das ein eher ruhiger Geselle ist oder nicht. Aber du hast ja auch Kaninchen, denk dran wenn du eh wenig Platz hast, kann das zu Komplikationen führen!

  22. #21
    Murx Pickwick

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    Mit Kaninchen und Katzen find ich 37qm ein wenig eng, vor allem, wenn das ne Wohnungskatze werden soll ... vor allem darf man nicht vergessen, daß es durchaus Katzen gibt, die Kaninchen zum Fressen gern haben und Kaninchen, die auch Katzen aus ihrem Revier vertreiben - auf 37qm würde es in beiden Fällen zu schweren Verletzungen oder sogar Tod eines der Tiere führen.

    Ich persönlich würd da auf ne Katze verzichten (wobei ich persönlich mir eh nur ne Katze anschaffen würde, wenn sie auch als Freigänger leben kann, wenn sie will, aber das ist ja ein ganz anderes Thema ... gibt ja wohl auch Katzen, die gar nicht gerne rausgehen.)

  23. #22
    Deli

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    Hallo,
    also es gibt durchaus "ruhigere" weil schon ältere Katzen in Tierheimen, sogar eher viele weil die meisten Menschen halt lieber eine "kleine, süße" katze wollen und die aus dem THs weggehen wie warme Semmeln, während die älteren, die genauso süß, meistens sogar noch süßer dort als "Ladenhüter" fungieren.

    Ich selber hab auch eine recht kleine Wohnung, allerdings mit einem gut abgesicherten Balkon und bin genauso zum TH gegangen um zu fragen ob sie Katzen haben, die mit meiner Wohn- und Lebenssituation zurechtkommen. Weil meine Katze kann definitiv nicht raus, weil ich neben einer großen Hauptstraße wohne. Und siehe da, es gab sogar mehrere Katzen die laut Meinung der TH-Leiterin in Frage kamen, aber da hatte Tiger mich schon ausgesucht...
    er war als ich ihn mitnehmen durfte, zwischen 3 und 4 Jahren alt, ruhiger ist er deswegen zwar nicht immer, sondern führt sich oft auf wie ein 10-Wochen-Katzenbaby (wenn er meint es sieht keiner), aber offenbar fühlt er sich ganz wohl hier bei mir, als Einzelkatze und ohne Freigang. Und wenn nicht (man kann ja in keine Katze hineinschauen), dann vertuscht er es zumindest perfekt :binzel:
    Nein im Ernst, wenn man bereit ist seine Wohnung katzengerecht zu gestalten, und der Katze so mehr Wohnfläche zur Verfügung stellen kann, und dann auch noch das "richtige" Tier erwischt, das mit der Situation gut zurecht kommt (da braucht man halt ein TH wo Leute sind die sich damit auch gut auseinandersetzen und nicht streng nach Regeln Katzen vergeben oder - genauso schlimm - kaum Regeln haben und froh sind wenn sie die Katzen los sind), dann kann das ganz wunderbar funktionieren.
    Aber man muss sich halt mehr Zeit für die Katze dann nehmen, die braucht wirklich regelmäßige Beschäftigung, man muss sich bisschen was einfallen lassen an Spielmöglichkeiten, etc. - mehr als wenns eine Freigängerkatze ist oder wenn noch ein Katzenkamerad da ist

    lg Deli

  24. #23
    Murx Pickwick

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    Das Problem ist es, die Bedürfnisse von zwei Kaninchen und der Katze unter einen Hut zu bringen ... Kaninchen in einen Käfig zu stecken ist genauso verkehrt wie eine Katze in einen Käfig zu stecken, also laufen alle Tiere frei in der Wohnung.

    Einige Ansprüche decken sich - für Kaninchen müssen rigoros die Tapeten mit Holzbrettern oder ähnlichem geschützt werden, Kabel müssen in Kabelkanäle gesteckt oder anderweitig versteckt werden, Möbel geschützt werden - kommt ja bei der Haltung einer Katze auch entgegen, so kann sie ihre Krallen auch an den Wänden schärfen.

    Aber: Katzen brauchen etwas zum Klettern, Kaninchen zum Draufspringen. Beide lieben Höhlen - nur während Katzen Höhlen in luftiger Höhe bevorzugen, bevorzugen Kaninchen Bodenhöhlen.
    Katzen sind Lauerjäger, die sich im Hinterhalt verstecken und urplötzlich vorschießen, um ihre "Beute" zu überfallen, Kaninchen mögen als typische Beutetiere lieber wilde Verfolgungsjagden.

    Die Kommunikation zwischen Katze und Kaninchen ist sehr eingeschränkt, die Katze muß die Sprache der Kaninchen lernen, die Kaninchen sind nur in der Lage, artfremde Warnlaute vor Beutegreifern zu lernen. Einzig Fellpflege und gegenseitiges Abschlecken kennen Katzen und Kaninchen. Warnt eine Katze, wird es unter Umständen vom Kaninchen schlichtweg nicht verstanden. Die daraus folgenden Mißverständnisse können tödlich ausgehen.

    37qm ist sehr wenig Platz für beide Arten, sich aus dem Wege zu gehen. Dazu kommt, daß die_ansche sicherlich auch noch in ihrer Wohnung leben will und gewisse eigene Ansprüche stellt (z. B. Küchenbenutzung oder ein Bett zum möglichst ungestörten Schlafen).
    Es wird einfach für drei so unterschiedliche Arten, die extrem viel Platz zum Leben brauchen, verdammt eng in der Wohnung, zumal sich Beutetiere (Kaninchen), Beutegreifer (Katzen) und Allrounder (Mensch) absolut nicht ergänzen.

  25. #24
    die_ansche

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    es hat mich nur interessiert...schaff mir eh keine katze, dann darf ich später nämlich keinen hund mehr haben ^^

  26. #25
    Deli

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    Bett zum möglichst ungestörten Schlafen
    *pruuuust*
    Sowas gibts auch?

  27. #26
    Murx Pickwick

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    Naja - also ich finde, es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied, ob ich nur alle zwei bis drei Stunden durch spielerische Katzenzähne in den Füßen oder liebevolles Katzenkrallenhakeln im Rücken geweckt werde, oder ob ich erst nach 0:00 Uhr ins Bett kann, weil vorher Kaninchen und Katzen erstmal die Besitzansprüche am Bett klären müssen, ne Stunde später durch spielerisches Füßetöten durch die Katz und von drei Uhr bis sechs Uhr durch den Mißbrauch als Trampolin für die Kaninchen wach gehalten werde ... bei zweiterer Variante wirft mich mein Mann nicht nur endgültig samt Viechkram aus der Wohnung, sondern ich kann dann auch ohne Mann eindeutig weniger schlafen wie bei Variante eins ... 8(

  28. #27
    Deli

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    liebevolles Katzenkrallenhakeln
    deine Katze ist wohl auch in Hör- und Krallweite?

  29. #28
    Murx Pickwick

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    Nun ja ... ich möchte noch gerne heile aus diesem Zimmer rauskommen ... die Katz liegt direkt hinter der Tür und kann Gedankenlesen! :konfus:

  30. #29
    Seven

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    Huhu!

    Wenn ich nochmal die Entscheidung treffen müsste, ob ein oder zwei Katzen....ich würde mich immer für zwei oder mehr entscheiden.
    Leider (bezieht sich nur auf ihre Charaktereigenschaft) hab ich damals aus der Praxis eine weibliche Katze übernommen, die sich definitiv nicht mit anderen Katzen versteht.
    Mit viel Aufwand haben wir es geschafft, das nächste hängengebliebene Kätzchen aus der Praxis an sie so zu gewöhnen, dass eine gewisse Toleranz zwischen den beiden herrschte. Leider starb der Neuzugang mit 3 Jahren unerwartet an einer Herzerkrankung und unser Prinzesschen Nora war wieder alleinige Regentin.
    Jetzt nach nochmaligen 3 Jahren habe ich wieder einen kleinen Kater ("Fossie) übernommen, er ist jetzt knapp sechs Monate bei uns und Nora toleriert ihn, solange er einen Mindestabstand einhält.
    Ihm fehlt anscheinend der soziale Kontakt mit Artgenossen und seit jetzt knapp 3 Wochen bringt er regelmäßig den jungen Nachbarskater mit herein zum Spielen, Putzen, Rumlungern...oder Fossie wird persönlich von ihm zu einem gemeinsamen Rundgang in der Natur abgeholt.
    Ich finde diese Freundschaft so nett und herzerweichend,....und denke gleichzeitig, dass dieser Umgang meinem kleinen Fossie sehr gut tut!

    Wenn ich demnächst nochmal etwas Zeit finde, werde ich Euch mal ein paar Fotos von dieser "Männerfreundschaft" zeigen. Hätte nie gedacht (zwar schon in Büchern gelesen), dass Katzen sich eigenständig Freunde suchen und so miteinander umgehen, als hätten sie nie etwas anderes getan !

    LG
    Seven

  31. #30
    Trofu

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    Seven, das ist süss.

    Echte Freundschaft gibts nur unter Männern, das sagt mein Mann auch immer :lachen:.

 

 
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