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email erhalten von Dr. Birgit Drescher

  1. #1
    schlappi

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    Standard email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Hallo, ich habe mich wochenlang durch das halbe Internet gequält, da ich mir mit der Fütterung meiner Kaninchen unsicher war. (ich habe seit über 20 Jahren Kaninchen, anfangs wurde noch mit Trofu gefüttert)
    Jeder schreibt was anderes. Vor ein paar Jahren wurde hier auch noch 80% Heu und 20 % Gemüse empfohlen.
    WER HAT DAS GEÄNDERT ? Ein neuer User, oder woher kommen die geänderten Fütterungsempfehlungen, dass man soviel Gemüse füttern soll, dass bis zur nächsten Mahlzeit nochwas da ist und dass Heu nur Beifutter ist.
    Da ich total verunsichert war, habe
    ich vor ein paar Tagen Dr. Birgit Drescher eine email geschrieben. Diese wird hier als Kaninchenspezialistin empfohlen.

    Hier habe ich meine email (weiter unten) an sie mit der Antwort von Dr. Drescher (blau) mal reinkopiert. (Ich habe nichts verändert, nur meinen Namen xxx gemacht)

    Was sagt ihr dazu? Sie schreibt, je eintöniger/heulastiger die Ernährung, umso besser.

    Kleintierpraxis Drescher
    Priv. Doz. Dr. med. vet. Birgit Drescher
    Bientzlestraße 14
    D - 70599 Stuttgart-Birkach
    Tel.: +49 711 455107
    Fax: +49 711 455188
    [email protected]
    www.birgit-drescher.de

    Sehr geehrte Frau xxx,
    Ihre Fütterung ist wunderbar und entbehrt nichts. Es ist tatsächlich so: Je eintöniger/heulastiger die Fütterung ist, umso besser für Zähne, Darm und alles weitere, da sich das Kaninchen im Blinddarm alle essentiellen Elemente selbner synthetisieren kann. Das Beispiel Ihrer Bekannten bestätigt dies!

    Die Vielfalt der Internetseiten kommt vor allem durch die jeweiligen Interessen der Autoren zustande, die häufig auch versteckte Futtermittelhändler sein können!!!

    MIt freundlichen Grüßen aus Stuttgart
    B. Drescher

    ... Meine momentane Fütterung sieht folgendermaßen aus:

    Sommer:
    1 Karotten
    3-4x tgl. eine große Menge artenreicher Wiese
    Heu (wird fast gar nicht gefressen)

    Winter:
    2x tgl. Frischfutter (Karotten, Chinakohl, manchmal Sellerie, wenig Apfel)
    Heu (wird natürlich jetzt viel gefressen)

    Ist meine Fütterung so gut, oder sollte ich etwas daran ändern?

    Eine Bekannte von mir fütterte im Winter nur Heu und Karotten, im Sommer Heu, Karotten und Löwenzahn/Gras und das Kaninchen wurde 10 Jahre alt, deshalb denke ich, dass man mit einer eher eintönigen Fütterung besser dran ist, als mit "zuviel" Abwechslung. Kenn mich leider gar nicht mehr aus, was richtig und was falsch ist.

    Würde mich sehr über eine Antwort von einer kaninchen-kundigen Person freuen, da mich die ganzen verschiedenen Internetseiten schon ganz "wirr" gemacht haben.

    MfG xxx

  2. #1
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    Standard

    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Sonja zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.

  3. #2
    Bea

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    Standard AW: email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Jeder schreibt was anderes. Vor ein paar Jahren wurde hier auch noch 80% Heu und 20 % Gemüse empfohlen.
    Jo, es wurde im Grunde das kopiert, was überall anders auch empfohlen wurde. Ohne zu hinterfragen. Hab ich auch gemacht, obwohl ich bis Dato mit meiner Wiesen-Fütterung bestens zurecht kam, habe ich komplett umgestellt. So viele Meinungen können ja nicht falsch sein...dachte ich. Dann habe ich hinterfragt und wieder so gefüttert wie bisher und werde es sicher nicht mehr ändern.

    Wie Frau Drescher auch auf ihrer Seite schreibt sollte die Ernährung aus Wiese bestehen, dazu Heu und je nach Saison mit Frischfutter ergänzt werden.

  4. #3
    schlappi

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    Standard AW: email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Jetzt bin ich ein wenig durcheinandergekommen bei deinem Thread: ...bis dato... Wiesenfütterung.... wieder so gefüttert wie bisher.....nicht mehr ändern.

    Wie hast du vorher gefüttert und wie fütterst du jetzt?

    Wie Dr. Drescher meint, ist meine Fütterung gut so wie ich sie mache, kann ich sie also beibehalten?
    Ich füttere nur im Winter viel Heu und 2x Gemüse (wenig Sorten).
    Sie fressen das auch gleich komplett auf und brauchen dafür ca. 30-45 Minuten. Dr. Drescher hat geschrieben, dass es besser ist, wenn es eintöniger/heulastiger ist.
    Ich finde, dass ich eh eintönig füttere, denn viele verschiedene Sorten bekommen sie ja nicht im Winter und das mache ich schon seit etlichen Jahren so. Früher hatte ich kein Internet.
    Ich habe halt jetzt im Netz diese verschiedenen Fütterungsarten gefunden und war eben verunsichert.

    Dr. Drescher schreibt ja, dass das Heu durch Frischfutter ergänzt werden soll (im Winter).
    Ich habe aber festgestellt, dass viele soviel Frischfutter geben, dass eigentlich das Frischfutter durch Heu ergänzt wird und nicht umgekehrt.
    Ist das jetzt auch richtig oder neu?

    Findest du das dann in Ordnung, so wie ich füttere, kann ich das so lassen?

  5. #4
    Bea

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    Standard AW: email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Ich habe jahrzehnte Wiesenfütterung betrieben, kam dann in einschlägige Foren und habe von Wiesenfütterung auf 80% Heufütterung umgestellt. Frei nach dem Motto: Wenn das alle sagen und machen kann es nicht falsch sein. Hier habe ich es dann auch empfohlen...bis ich dann selbst hinterfragte und zurück zur Wiesenfütterung ging.

    Das sie im Winter mehr Heu fressen wie im Sommer ist normal, schließlich sind es Tiere, die sich saisonal anpassen und da es im Winter kaum/keine Wiesenfütterung gibt und Gemüse und Obst auch nicht so vielfältig ist, wird mehr vertrocknetes gefressen --> also Heu.

    Dr. Drescher hat geschrieben, dass es besser ist, wenn es eintöniger/heulastiger ist.
    Wie sie diesen Satz meint, solltest du Frau Dr. Drescher fragen. Meine bekommen im Winter soviel verschiedenes Gemüse und Kräuter wie ich auftreiben bzw. sammeln kann. Obst wie Äpfel und Birnen etc auch ab und an. Heu steht ihnen immer zur Verfügung und sie können frei wählen was sie fressen wollen. Frisches wird aber meist bevorzugt, zum Heu greifen sie nur selten.


    Dr. Drescher schreibt ja, dass das Heu durch Frischfutter ergänzt werden soll (im Winter). Ich habe aber festgestellt, dass viele soviel Frischfutter geben, dass eigentlich das Frischfutter durch Heu ergänzt wird und nicht umgekehrt.
    Ist das jetzt auch richtig oder neu?
    Ja, das ist richtig und keinesfalls neu
    Heu ist wichtig und muss immer zur Verfügung stehen, aber es sollte nicht Hauptfuttermittel sein. Das würde dem Körper auch zuwenig Wasser zukommen lassen und die Kaninchen derbe ausmergeln. Mit saufen allein können sie das nicht wett machen.

    Heu und Wiese/Frischfutter ad libitum ---> soviel sie mögen. Es bleibt ihnen überlassen wovon sie wieviel fressen

  6. #5
    schlappi

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    Standard AW: email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Ok danke, dann weiß ich Bescheid.

    PS
    Dr. Drescher meint das mit eintönig so, dass es reicht, wenig Abwechslung zu geben, da sie ja evtl. fehlende Vitamine über den Blinddarmkot aufnehmen, dafür ist das von der Natur so geschaffen worden, da ja die Kainchen im Winter mit karger Ernährung auskommen müssen. Sie hat ja die Ernährung im Winter meiner Bekannten (nur Heu und Karotten) befürwortet.

    Ich glaube, die Fütterung der Kaninchen ändert sich von Jahr zu Jahr, weil eigentlich nicht wirklich jemand genau darüber Bescheid weiß, wie man sie in "Gefangenschaft" am optimalsten ernähren kann. In der Natur weiß man ja, wie sie sich ernähren.

    Trotzdem danke nochmal.

  7. #6
    Luder

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    Standard AW: email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Nachdem ich in einem anderen Forum einen Mailkontakt mit ihr mitbekam halte ich von ihrer Fütterungsart nicht besonders viel. Letztlich müsste ein Kaninchen dann auch mit Klopapierrollen als Futter überleben (haben sie ja ihren Blindarmkot )

    Einfach mal schauen was Wildkaninchen so fressen und sich daran orientieren. Natürlich kann man das nicht 1 zu 1 übernehmen, aber man kann dem sehr nahe kommen.

    Ich finde gerade im Winter hat man doch eine tolle Vielfalt an Gemüse, allein die ganzen Kohlsorten.

  8. #7
    schlappi

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    Standard AW: email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Das ist ja genau das, was ich nicht so ganz verstehe. Man sollte so natürlich ernähren wie möglich. Im Winter ernähren sich Wildkaninchen aber nicht von Kohl usw. Die fressen die übrigen Grashalme unter dem Schnee (ich sehe das jeden Tag, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin)
    Und deshalb denke ich, dass Heu die bessere Alternative ist, denn Heu ist ja getrocknete Wiese. Dafür, dass nicht mehr soviele Vitamine enthalten sind, füttert man zusätzlich noch Gemüse (und auch wegen dem Wasserhaushalt). Wenn dann noch Vitamine fehlen, fressen sie den Blinddarmkot.
    Wenn man über den Winter sehr viele Gemüsesorten füttert, ernährt man aber die Kaninchen doch nicht mehr "karg", so wie es eigentlich im Winter der Natur entspricht.
    Man muss sie ja nicht am Limit halten, aber man muss sie doch auch nicht mit Vitaminen zubomben.
    Mir ist das irgendwie nicht so ganz geheuer mit dem vielen Gemüse und Heu nur als Beifutter.
    Ich meine auch mittlerweile, dass evtl. diese ganzen Zahn- und Verdauungsgeschichten von den ewig wechselnden Gemüsesorten kommen könnten.
    Viele Leute füttern vllt. zuviel sättigendes Gemüse und wenig Blattgemüse, sodass die Kaninchen nicht mehr häufig genug fressen, sodass sich die Zähne nicht mehr oft genug aufeinander abreiben können.
    Ich habe schon in Beiträgen gelesen, dass 1/2 Gurke gefüttert wird, das ist für die Zähne überhaupt nicht nützlich, die Kaninchen sind dann nur voll vom vielen Wasser in der Gurke. Das kann doch nicht richtig sein.
    Ich finde die ad libitum Fütterung an sich schon sehr gut (vor allem im Sommer mache ich es ja auch mit Wiese), aber im Winter muss man m.E. das dann schon richtig machen mit viel Auswahl an verschiedenen Sachen (z.B. Sämereien, Äste, Kräuter, Blattgemüse usw.) und nicht nur einen riesigen Gemüseteller).
    Das kann doch nicht gesund sein.

    Ich weiß bald gar nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Ich weiß nur, dass es richtig ist, viel Wiese zu füttern, dass Heu nur ein Ersatz für Wiese ist, deshalb fütter ich ja Heu.
    Und ich weiß, dass meine letzten Kaninchen mit meiner Fütterung in den ganzen Jahren keine Verdauungsbeschwerden und auch keine Zahnprobleme hatten.

    *grübel, grübel* ich bin sehr hin und hergerissen

  9. #8
    JerryKuriMaja

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    Standard AW: email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Ich kann schon verstehen, dass das sehr verwirrend ist . Allerdings werden auch deine Kaninchen ihren Bedarf an Gemüse herrunterfahren ( bei naturnaher ad lib Ernährung), sodass sie gar nicht mehr sooooviel fressen wie im Sommer. Der Heuanteil wird auch hoch gehen. Es ist einfach wichtig, dass du schaust was deine Kaninchen wollen. Wenn sie mehr Apfel wollen und keine Möhren mehr fressen, dann leg ihnen doch einfach mehr Apfel hin und nur noch ganz wenig Möhre.
    Warum sollten Zahngeschichten von den wechselndem Gemüse sein? Es wird gekaut, und das ist erstmal wichtig, also die Mahlbewegung wird gemacht. Ein "normales" Kaninchen wird sich auch nie nur von Gurke ernähren. Es wird im Gegenzug z.B. auch Zweige fressen/nagen, damit die Zähne sich abnutzen können.
    Verdauungsprobleme treten nur auf, wenn das Gefressene entweder giftig ist und die Kaninchen kein Entgifter haben, oder das Kaninchen es nicht kennt, oder das Kaninchen mit Heu /Trofu gefüttert wird. Kranke Kaninchen ist natürlich was anderes.

  10. #9
    Bea

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    Standard AW: email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Im Winter ernähren sich Wildkaninchen aber nicht von Kohl usw. Die fressen die übrigen Grashalme unter dem Schnee (ich sehe das jeden Tag, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin)
    Und wieviel Kohl steht an den Wegen, die du mit deinem Hund gehst?
    Hier werden im Garten jeden Winter der Markstammkohl, Rosenkohl und auch der Winterkohl von Wildkaninchen vernichtet...wenn ich ihn nicht rechtzeitig schütze, was ich nicht immer schaffe . Aber ein bisschen knuspern dürfen sie schon

  11. #10
    schlappi

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    Standard AW: email erhalten von Dr. Birgit Drescher

    Ok.
    Danke für die Infos.

 

 
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