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Botanik-Niete hat Frage

  1. #1
    Frauke

    Standard Botanik-Niete hat Frage

    Wir haben am Waldrand ein super-Wiesenstück. Ist gar nicht weit weg von unserem Haus und wird nur ein einziges Mal im Jahr von der Stadt
    gemäht. Dort könnte ich eigentlich für die Kaninchen immer Frisch-Grünzeug holen.

    AAAABER: Ich kenne mich wirklich null in Sachen Pflanzen aus. Löwenzahn ist so ziemlich das Einzige, was ich zielsicher pflücken könnte.

    Suchen sich die Ninchen das Richtige raus, wenn ich denen ein Büschel frisch gepflückte Wiese gebe - oder kann ich sie schlimmstenfalls vergiften?

    Ich lese hier immer, welche Kräuter und Wiesen-Gewächse gut sind für die Lütten. Aber wie zum Henker erkenne ich die?

    Leicht verzweifelte Grüße von
    Frauke

  2. #1
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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Sonja zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.

  3. #2
    katyuschka

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    Hallo.

    Über wikipedia bekommst du schon einmal einen Überblick. Dann würd ich mir an deiner Stelle Pflanzen raussuchen die nicht so leicht mit giftigen zu verwechseln sind. Und dann in eine gutsortierte Buchhandlung und dir eine mittelschwieriges Pflanzenbestimmungsbuch mit Bildern raussuchen. Also nicht Schmeil-Fitschen oder sowas. Wenn es dich finanziell nicht zu sehr schmerzt würde ich den Kosmos als Grundlage nehmen um eine Idee zu haben und den "Grundkurs Pflanzenbestimmung" von Rita Lüder zum ordentlichen bestimmen (mit Bildern und auch Heilwirkungen).

    lieben Gruß,
    katja

  4. #3
    Murx Pickwick

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    Und beschränke dich am Besten auf Pflanzengruppen, die möglichst keine giftigen Pflanzen enthalten. Sehr dankbar ist alles, was löwenzahnartige Blätter hat, gelb blüht und nach der Blüte Pusteblumen entwickelt - da gibts nix giftiges.
    Doldenblüter wie wilde Möhre, Giersch etc solltest du für den Anfang meiden, erst wenn du gelernt hast, auf was man achten muß, kannst du mit den leicht zu bestimmenden Arten wie Giersch anfangen.

    Ach ja, und schau dich mal um - in fast jedem Ort gibt es Leute mit Pflanzenkenntnis. Das müssen keine Biologen sein und müssen auch nicht deutschlandweit die Pflanzen bestimmen können - es reicht aus, wenn sie die heimische Botanik kennen. Laß dir von den Leuten zeigen, wie die Pflanzen aussehen und heißen. Sie können dir besser wie jedes Kräuterbuch auch die bei dir heimischen giftigen Gegenstücke zeigen und dir sagen, worauf du achten mußt, damit du das richtige Pflänzlein pflückst. Dir nutzen die ganzen Einsteigerbücher nix, wenn ausgerechnet diese Pflanzen nicht bei dir wachsen oder die seltenen giftigen Gegenstücke, die diese Bücher nicht aufführen, ausgerechnet bei dir auf der Wiese wuchern.

    Ein paar Einsteigerpflanzen, die eigentlich fast gar nicht mit giftigen Gegenstücken verwechselt werden können:

    Breitwegerich:

    So wächst er auf der Wiese


    Blattoberseite


    Blattunterseite


    Sicher erkennst du den Breitwegerich, wenn du seine Blätter auseinanderreißt, dann sollten Fäden sichtbar werden. Den Faden der Mittelrippe kannst du auf dem Foto, wenn du genau hinschaust und kein Brillenträger bist, erkennen, vielleicht sogar die anderen Fäden ...

    (Fortsetzung folgt, sobald ich nen neuen Post machen kann ... )

  5. #4
    Bea

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    Ich geb dir mal Feuerschutz

  6. #5
    katyuschka

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    @murxpickwick: Wenn sie blüht, ist die wilde Möhre eigentlich auch absolut nicht zu verwechseln. Oder irre ich mich gerade?

    lg, Katja

  7. #6
    Murx Pickwick

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    Giersch ist eigentlich auch unverwechselbar - aber beides ist nix für blutige Anfänger. Ein Schmutzfleck in der Mitte der Dolde und das falsche Kraut wird gepflückt - besser ist, für blutige Anfänger die Doldenblütler ganz zu meiden und erst mal mit einfacheren Pflanzengruppen zu beginnen. Die Übung kommt mit der Praxis, dann kommen von allein immer neue Pflanzen hinzu, die man sicher erkennt - einschließlich der einfachen Doldenblütler, zumal man die wilde Möhre eigentlich nur in der Blüte als Anfänger sicher erkennt - und momentan blüht sie nicht.

    So, soweit mein Computer mag, mach ich mal weiter mit den Pflanzen ...

    Spitzwegerich, ein naher Verwandter des Breitwegerichs:
    Spitzwegerich findet man auf fast jeder Weide, am Wegrand und Waldrand.

    Hier ein leider nicht ganz typischer Spitzwegerich zwischen Wiesenlabkraut und Gras. Spitzwegerich kann je nach Bodenbeschaffenheit auch etwas dunkelgrüner im Blatt sein und bildet normalerweise richtige Rosetten, ähnlich wie Breitwegerich. Dieser hier hatte drei Wuchszentren gebildet - ist aber eine Pflanze.


    Blattoberseite: Spitzwegerich hat immer sehr lange Blätter mit Spitze. Die Blattrippen verlaufen mehr oder weniger parallel und bilden niemals Verzweigungen. Sie sind immer gut sichtbar. Das Blatt geht allmählich in den Stiel über, der wiederum direkt aus der knapp unter bis knapp über der Erdoberfläche sitzenden Rosettenmittelpunkt kommt.


    Blattunterseite: Die Blattrippen sind noch deutlicher wie auf der Oberseite zu sehen. Wenn man Spitzwegerich pflückt, können auch hier manchmal Fäden am Stiel herausgucken, sie sind aber nie so stabil, lang und gut sichtbar wie beim Breitwegerich.

    Es gibt noch mehr Wegericharten in Deutschland, Schweiz und Österreich, mit dem Spitzwegerich sind immerhin zwei weitere Wegericharten zu verwechseln. Das macht aber nix, denn ausnahmslos alle Wegericharten sind sehr gesund für Kaninchen, es gibt unter ihnen nicht mal problematische Pflanzen.

  8. #7
    Murx Pickwick

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    Gut, kommen wir zu der einfachsten Gruppe zum Sammeln für blutige Anfänger - die Korbblütler. Es gibt in der gesamten Gruppe nicht eine wirklich giftige Pflanze für Kaninchen, aber man sollte sich nicht täuschen lassen, es gibt in dieser Gruppe jede Menge problematischer Kräuter. Gleichzeitig finden sich hier überdurchschnittlich viele Heilkräuter - jedoch kein einziges Heilkraut mit herausragenden Heileigenschaften, auch hier hält sich alles im Mittelmaß. Eine der heilkräftigsten Pflanzen dieser Gruppe ist die Pestwurz, welche bei Wunden und bei Migräne hilft.

    Fangen wir mit der einfachsten Merkmalskombination an, Scheinblüte mit gelben Röhrenblüten in der Mitte und weißen Zugenblüten außenrum.

    Echte Kamille
    Die Kamille wirkt entzündungshemmend, beruhigend und darmberuhigend, allerdings ist die Wirkung nicht sehr stark. Dafür gehört die Kamille zu den unproblematischsten Futterpflanzen überhaupt. Die Heilwirkung verliert sich bei Dauergebrauch nicht, dafür beugt sie Magen-Darm-Erkrankungen vor (was jedoch nicht heißen soll, daß Kaninchen, die Kamille fressen, nie im Magendarmtrakt erkranken können! Es gibt keine Wunderkräuter ... außerdem ist die Wirkung der Kamille wirklich nur sehr schwach)
    Die echte Kamille ist selten geworden, sie braucht sonnige, freie und gut gedüngte Stellen - früher wuchs sie deshalb auf Wegen zwischen Weiden und Feldern. Inzwischen sind diese Wege größtenteils asphaltiert, da muß die Kamille vorlieb mit weniger guten Standorten nehmen. Auf Wiesen findet sie sich manchmal, jedoch nur, wenn andere Pflanzen sie nicht überwuchern und die Wiese mit Tierdung gut gedüngt ist. Häufiger findet sich die sehr ähnliche, aber genauso gesunde Hundskamille.

    Diese echte Kamille wurde auf einer Rinderwiese gesammelt. Sie ist durch das überwuchern geil gewachsen, will heißen, die Stengel sind sehr lang und sie hat nur wenige Blätter ausgebildet. An Wegrändern sieht sie buschiger aus und wächst niedriger.
    Kennzeichen der Kamille sind die feingefiederten Blätter. Margariten, die eine sehr ähnliche, wenn auch größere Scheinblüte haben, haben nie gefiederte Blätter. Margariten haben zwar keine mir bekannte Heilwirkung, aber sie sind auch gutes Kaninchenfutter, macht also nix, wenn man sie miteinander verwechselt.


    Die echte Kamille erkennt man, wenn man ihre Blüte quer durchschneidet. Im Gegensatz zur Hundskamille hat sie in der Mitte einen Hohlraum, der durch den Scheinblütenboden, auf dem die Röhrenblüten sitzen, gebildet wird.
    Aber fangen wir von vorne an:
    Das Gelbe dieser Scheinblüte besteht aus vielen, vielen Einzelblüten. Diese sind zu Röhren zusammengewachsen, man sieht das gut an den Blüten, die durch den Schnitt in den Hohlraum gerutscht sind. Die Röhrenblüten sind durch einen Scheinblütenboden miteinander verbunden. Diese Röhrenblüten hat jeder Korbblütler, sie sind aber nicht immer gelb.
    Das weiße sind Zungenblüten - auch viele kleine Einzelblüten, von denen die Blütenblätter verwachsen und lang ausgezogen sind, so daß sie wie echte Blütenblätter aussehen. In Wirklichkeit ist aber jedes einzelne "Blütenblatt" eine eigenständige Blüte.
    Diese Zungenblüten können manchmal bei den Korbblütlern fehlen, so z. B. bei der nah verwandten strahlenlosen Kamille - eine Kamillenart, die genauso wie die echte aussieht, nur daß die weißen Blüten um die gelben Röhrenblüten drumrum fehlen.
    Auch die Zungenblüten können unterschiedlich gefärbt sein.

    Die echte Kamille hat immer gelbe Röhrenblüten und weiße Zungenblüten und sie hat immer gefiederte Blätter und immer einen deutlichen Hohlraum, wenn man ihre Scheinblüte quer durchschneidet.

    Die Merkmalskombination Scheinblüte mit gelben Röhrenblüten und vielen weißen Zungenblüten drumherum ist eines der besten Merkmale, auf die man achten kann. Es gibt in Europa nicht einmal problematische Pflanzen mit dieser Merkmalskombination.

    Ich werd mal schauen, daß ich noch mehr Pflanzen dieser Gruppe vorstelle.

  9. #8
    susensi

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    Standard RE: Botanik-Niete hat Frage

    Hallo,
    Mal was anderes: Treiben sich viele Hunde auf der Wiese herum? Dann wäre die Wiese vielleicht doch nicht so perfekt. Oder bin ich da zu vorsichtig?

    Susanne

  10. #9
    Murx Pickwick

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    Wenns ne Hundescheißwiese ist, ist sie ungeeignet. Mal ein Häufchen irgendwo ist nicht so tragisch, man sollte da nur nicht in unmittelbarer Umgebung sammeln, weil die Gefahr, Spulwürmer mitzusammeln, doch gegeben ist, zumal nicht jeder drauf achtet, daß sein Hund entwurmt ist.

    Nächstes ist zwar keine gute Futterpflanze, weil zu klein und friemelig zu sammeln, aber nichts desto trotz für Kaninchen gesunde Kost, das Gänseblümchen oder Daisy, wie sie auch im englischen heißt:

    Hier mit Blüte - auch hier sieht man, wenn man genau hinschaut, daß das Innere aus vielen kleinen Einzelblüten besteht - den Röhrenblüten. Im Gegensatz zu Kamillenarten hat das Gänseblümchen Blätter mit kaum sichtbarer Wellung am Rand. Im Gegensatz zur ähnlichen Margarite ist sie sehr klein, Margariten sind richtige Riesen dagegen. Außerdem sind Margaritenblätter länglicher und deutlich eingekerbt.


    Achtung! Ohne Blüte läßt sich die Daisy sehr leicht mit anderen Pflanzen verwechseln!
    Das passiert zwar nur Anfängern, aber besser ist es, nur dort Gänseblümchenblätter zu sammeln, wo man auch die Blüten sieht.

    OT: Sobald hier wieder ne Antwort kommt, gehts weiter ... ich brauch ne Pause ... *g*

  11. #10
    Murx Pickwick

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    Sehr nah verwandt mit den Gänsebümchen ist die Aster. Da sie verwildert manchmal auch auf Wiesen vorkommt, denke ich, gehört sie auch hierher.
    Die meisten wilden Astern sehen dem Gänseblümchen sehr ähnlich, sind jedoch allesamt größer und haben sehr viel mehr Zungenblüten. Astern gibt es als Kulturformen in fast allen Größen und Scheinblütenfarben.
    Beschreibung meiner Nachbarin: Ja, also Astern gibt es als kleiner Busch und als große Schnittblume ... ich glaub, damit wär alles über das Aussehen gesagt

    Astern sind nicht giftig, aber haben auch keine Vorteile für Kaninchen, außer daß sie Abwechslung bieten. Da einige Kulturasternsorten gern von Blattläusen heimgesucht werden, sind die Gartenastern oftmals mit ziemlichen Hämmern an Pflanzenschutzmitteln behandelt - alle Pflanzenschutzmittel, die für Astern hergestellt werden, sind für Kaninchen tödlich giftig! Man sollte sich also sicher sein, daß die Astern nicht behandelt wurden, bevor man sie verfüttert.

    Eine der häufigsten Kulturastern, die auch verwildern, ist die Rauhblattaster:

    Hier mal ein verwildertes Exemplar in anheimelnden Pink ...
    Rauhblattastern werden sehr hoch, dieses Exemplar wurde dies Jahr 1,40m hoch. Sie sind daher auf Wiesen sehr auffällige Erscheinungen. Kleinere Astern dagegen lassen sich leichter mit anderen Pflanzen verwechseln, vor allem, wenn sie anders gefärbt sind, wie gelbe Röhrenblüten und weiße Zungenblüten.

  12. #11
    Frauke

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    Meine Astern im Garten verwildern so langsam. Dann brauche ich also nix wegschmeißen, sondern kann sie den Kaninchen vorlegen - praktisch :-)

    Vielen Dank an Murx und ich werde mich heute aufmachen und die Wegerich-Arten im heimischen Gefilde suchen *druckfotoausundmarschierlos*

    Nur weiter so @Murx
    Das ist ja wirklich unbezahlbar *freufreu*
    Danke sagen
    Frauke mit Nala, Lümmel und Harry

  13. #12
    Murx Pickwick

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    Eng verwandt mit der Kamille und den Margariten ist der Beifuß - auch wenn man das nicht sieht, denn die Scheinblüten sind so klein, daß man bestenfalls noch unter dem Mikroskop ihren Aufbau sieht.
    Beifuss gehört zur Gattung Artemisia - alle Pflanzen aus dieser Gruppe sind immunstärkend, verdauungsfördernd (regen vor allem die Gallen- und Magensäureproduktion an) und gehören zu den starken Heilkräutern. Viele werden seit Generationen als Wurmmittel und als Gewürz eingesetzt, Beifuß gehört in Berlin traditionell zur Weihnachtsgans. Erst der Beifuß machte die fette Gans für die Berliner, die sonst sich nicht viel Fettes leisten konnten, genießbar - man darf halt nicht vergessen, daß früher in Berlin hauptsächlich Industriearbeiter lebten. Nach der Gans wurde zur Verdauung ein gutes Wermutsschnäppsle getrunken - und damit haben wir gleich noch eine Pflanze aus der Gattung Artemisia und eine der stärksten Heilpflanzen für Kaninchen.
    Weitere eventuell vom Namen her bekannte Pflanzen sind die Weinraute, die Motten und angeblich auch Ratten vertreibt (meine Ratten lieben Weinraute! Sie parfümieren sich regelrecht mit ihr ein), Wurmsamen, der von jeher gegen Würmer aller Art eingesetzt wurde und Edelraute, die wiederum gegen Fliegen und Motten aufgehängt wird.

    Dadurch, daß Artemisia recht starke Heilpflanzen enthält, ist sie auch sehr problematisch. Es gibt halt keine Vorteile ohne Nachteile, je stärker eine Heilpflanze ist, desto mehr Nebenwirkungen hat sie auch.
    Alle Pflanzen dieser Gattung enthalten Thujon, auch der Beifuß. Thujon hilft wahrscheinlich gegen Viruserkrankungen - ist aber nicht belegt. Die verdauungsfördernde Wirkung dieser Pflanzengruppe kommt wahrscheinlich durch das Zusammenspiel von speziellen, nur in dieser Pflanzengruppe auftauchenden Bitterstoffen und Thujon zustande - die Wirkung ist nicht belegt. Die wurmtreibenden Eigenschaften und die Eigenschaft, Motten und Fliegen zu vertreiben, kommt wahrscheinlich durch die ätherischen Öle zustande - die Wirkung ist nicht belegt. Wir haben es hier also mit einer Pflanzengruppe zu tun, die nur aufgrund jahrhundertealter Erfahrung als Heilpflanze gilt, weder sind die Wirkmechanismen wissenschaftlich beschrieben noch gibt es Studien zur tatsächlichen Heilkraft dieser Pflanzen.
    Der Thujon hat eine leicht abtreibende Wirkung, keine dieser Pflanzen darf deshalb schwangeren Tieren oder Menschen gegeben werden. Will man Beifuß an Kaninchen verfüttern, muß immer und grundsätzlich genügend anderes Frischfutter in entsprechender Qualität vorhanden sein. Getrocknet ist Beifuß ungeeignet, einige Kaninchen neigen dazu, zuviel getrockneten Beifuß aufzunehmen. Dies kann zu Unwohlsein führen.
    Nur bei dringendem Verdacht auf Virenbefall, z. B. bei Kaninchenschnupfen, ist es angebracht, ein derartiges Heilkraut auch getrocknet anzubieten - aber da sollte der Salbei bevorzugt werden, denn er ist getrocknet wirkungsvoller.

    Nach volksmundlicher Überlieferung soll der höchste Wirkstoffgehalt zur Verdauung zwischen Ende Juli und September zwei Nächte nach Vollmond im Mondschein gepflückt sein. Das könnte stimmen, ist aber - ihr werdet es nicht erraten - nicht wissenschaftlich belegt.

    Beifuß:

    Wuchernde Beifußbüsche in meinem Garten mit immerhin 1,70m Höhe im Oktober. Beifuß kann bis zu zwei Meter hoch werden, wenn es ihm gut geht. Ist der Standort nicht so ideal, wird er nur 40 - 50cm hoch.
    Beifuß wächst überall, wo er Licht bekommt und wo er nicht durch häufiges Betreten zertrampelt wird, also Wiesen, Geröllhalden, Wegränder, Waldränder, selbst mitten im Eichen-Birkenwald hab ich schon Beifußbestände gefunden. Auf Weiden wächst er jedoch nicht.


    Blattoberseite: Merkt euch die fingerförmige Lappung, sie ist typisch für den Beifuß und es gibt nur wenige Kräuter, die die gleiche Lappung aufweisen.


    Blattunterseite: Unverwechselbar wird der Beifuß durch seine Blattunterseiten, die silbrig schimmern, die spezielle Blattform und seine Größe. Treffen diese Merkmale zusammen, wißt ihr, daß ihr Beifuß vor euch habt.

  14. #13
    Murx Pickwick

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    Hier gehört nun auch die Wegwarte hinzu, auch wenn sie nicht in die engere Verwandschaft der Korbblütler gehört, sondern zu den Korbblütengewächsen. Leider hab ich keine Bilder der Wegwarte, aber da sie leicht zu erkennen ist, wäre es schade, wenn sie hier nicht aufgeführt wird.

    Wegwarte:
    Am besten erkennt man die Wegwarte daran, daß ihre Blüten direkt aus dem Stengel wachsen. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist ihr spirreliges Aussehen, die Höhe, die Färbung des Stengels und die kleinen Blätter - und, nicht zu vergessen, ihre wunderschönen blauen Scheinblüten, deren Zungenblüten am Ende gut sichtbar gezackt sind. Jede einzelne dieser Zacken ist ein Blütenblatt, sie sind nur zusammengewachsen, so daß sie wie ein einziges Blütenblatt aussehen.
    Für Kaninchen ist die Wegwarte eine der wertvollsten Futterpflanzen überhaupt, da sie fast jedes andere Kraut unterstützt. Sie hat aber auch unterschiedliche eigene Heilwirkungen, z. B. scheint sie die Verdauung der Kaninchen positiv zu beeinflussen. Nebenwirkungen sind für Kaninchen nicht bekannt, man sollte sie allerdings nur frisch verfüttern.
    Finden tut man die Wegwarte an Wegesrändern, daher der Name. Sie wartet am Weg. Da sie kaum Schadstoffe einlagert, kann man sie sogar an Straßen sammeln - soweit es nicht gerade viel befahrene Bundesstraßen oder Autobahnen sind. Dort natürlich nicht!
    Wegwarte bei Degupedia
    Wegwarte bei Wikipedia

    Nachdem wir uns nun bei den Korbblütlern aufgehalten haben, bin ich nun für Rosenartige - hier gibt es einige von der Blüte her leicht zu erkennende Pflanzengruppen, unter anderem die Malven.
    Alle Malven sind sehr starke Heilpflanzen, wirken hauptsächlich schleimlösend und gegen Erkältungen aller Art, sind aber einer der sehr wenigen Pflanzen mit keinen bekannten Nebenwirkungen. Für Kaninchen gibt es kaum unproblematischere Pflanzen, man kann sie sich aber auch in die Suppe schmeißen oder als Tee bereiten.
    Erkennen tut man Malven an ihrer Blüte und ich würd jedem Anfänger raten, nur blühende Malven zu sammeln, auch wenn viele wirkungsvoller vor der Blüte sind, die Verwechslungsgefahr, wenn sie noch nicht blühen, mit anderen Pflanzen ist einfach zu hoch!

    wilde Malve:

    Wilde Malven blühen sogar jetzt noch, dieses wundervolle und gut gehegte Exemplar hat sich bei mir einfach so angesiedelt.


    Wilde Malven kann man von anderen Malven über die Merkmalskombination der Blütengröße und der dunkelgrünen, kräftigen Blätter mit den drei großen und zwei kleinen äußeren Spitzen unterscheiden. Die Blütenfarbe dagegen ist sehr variabel und reicht von fast weiß über rötlich bis dunkellila.


    An dieser Blüte kann man schön die Kennzeichen der Rosenartigen erkennen - sie haben immer fünf Blütenblätter oder seltener, eine durch fünf teilbare Blütenblattanzahl. Die Blütenblätter sind nie miteinander verwachsen.
    Wer also mal Lust hat, kann ja im nächsten Garten mal ne Rose abflücken und die Blütenblätter zählen, ob das auch so stimmt


    An der Blüte sollt ihr sie erkennen. Diese Blüte ist quer geschnitten, um das Kennzeichen der Malven besser zeigen zu können. Die Staubblätter und Stempel sind zu einer Röhre verwachsen, die deutlich sichtbar in der Mitte der Malvenblüte herausragt. Die Staubblätter sitzen wie eine Krone oben um diese Röhre drumrum.
    Wer zuhause einen Hibiskus hat, kann das an dessen Blüten noch deutlicher studieren - dieses Merkmal ist so eindeutig im Pflanzenreich, daß man sich sicher sein kann, eine nebenwirkungsfreie Heilpflanze vor sich zu haben, sobald man eine solche Blüte sieht, ohne zu wissen, was das für eine Pflanze ist. Einzig die oft giftigen Passionsblumengewächse haben auch so eine Verwachsung, haben jedoch eindeutig mehr Blätter wie die Malven. Die Kombination der röhrenförmigen Verwachsung von Staubblättern und Stempel und fünf Blütenblätter sind für Malven eindeutig.

    Achtung! Hibiskus ist meist stark gespritzt und gedüngt, beides ist giftig für Kaninchen, eventuell sogar tödlich giftig. Nur, wer sich sicher ist, daß sein Hibiskus nicht gespritzt und gedüngt wurde, kann ihn verfüttern.

  15. #14
    Rosina

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    Hallo,

    entschuldigt bitte, wenn ich mich hier einmische, da ich keine Kaninchen habe, sondern "nur" Meerwutzen.

    Dürfen die hier aufgeführten Kräuter bzw. Pflanzen auch Meeris fressen? Ich weiß, dass Meeris Kamille, Gänseblümchen und Wegerich fressen dürfen, aber Beifuß, Malve etc. auch?
    Ich habe diesbezüglich auch nichts bei diebrain gefunden.

  16. #15
    Murx Pickwick

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    Außer die Pflanzen aus der Gruppe der Artemisia (Beifuß etc) dürfen auch Meerschweinchen diese Pflanzen fressen, Astern werden allerdings normalerweise von ihnen nicht gefressen, würd ich persönlich auch nicht an Meerschweinchen verfüttern. Malven dürfen sie in den berühmten kleinen Mengen, ein Stengel mit Blättern oder zwei Blüten am Tag reicht pro zwei Meeris. Sie vertragen auch mehr, aber sind eben keine Kräuterfresser.
    Alle thujonhaltigen Pflanzen sind nix für Meerschweinchen, denn die sind Grasfresser, keine Kräuterfresser.

    Wegwarten sind aufgrund ihres hohen Kieselsäuregehaltes im Stengel für Meerschweinchen noch besser geeignet wie für Kaninchen. Sie haben jedoch eine ganz andere Zusammensetzung wie Gras, was die Inhalts- und Wirkstoffe angeht, Gras oder Heu muß also mit der Wegwarte unbedingt vorhanden sein. Für Meerschweinchen ist die Wegwarte sogar getrocknet in kleinen Mengen geeignet, frisch ist sie aber besser.

    Ich werd bei den folgenden Pflanzen auch die Eignung für Meerwutzen zu schreiben.

    Eng mit den Wegwarten verwandt ist der Leckerzahn, bei Normalbürgern auch als Löwenzahn bekannt und die Gänsedisteln. Gänsedisteln sind ausnahmslos sehr gutes Futter für Meerschweinchen und Kaninchen und zudem durch ihre Stacheln an den Blättern und den gelben Blüten, die vormittags blühen, sehr gut zu erkennen.
    Löwenzahn und Gänsedisteln sind gut für Leber und Niere. Bei Nierensteinen und Blasensteinen sind Gänsedisteln zu bevorzugen, das gilt insbesondere für die Meerschweinchen.

    Rauhe Gänsedistel:

    So groß werden rauhe Gänsedisteln nur selten, immerhin hatte dieses Exemplar eine Höhe von 1,80m erreicht. Auf einigen Schuttplätzen stehen jedoch manchmal jede Menge solch hoher Gänsedisteln rum.


    So sieht man die rauhe Gänsedistel oft auf Wiesen versteckt zwischen Gras. Sie sind dann noch recht jung und durchaus auch für den Menschen als Gemüse genießbar.


    Gänsedisteln erkennt man am Besten an ihren Blättern. Die Blätter haben Stacheln, die aber anders wie die harten Stacheln der meisten Disteln nicht verletzen, da sie doch relativ weich sind. Die rauhe Gänsedistel kann man anhand der glänzenden, dunkelgrünen Blätter, dem glatten Stiel und anhand des Fehlens von Drüsenhaaren an den Knospen und Blütenkelchblättern (den grünen Blättern unten an der Blüte) sehr gut von den anderen Gänsedisteln unterscheiden.


    Die Blüten in Verbindung mit stachligen Blättern machen die Gänsedisteln unverwechselbar. Pflanzen mit Stacheln an den Blättern und mit gelben Blüten sind immer Gänsedisteln, stachelbewehrte Blätter und lila Blüten sind echte Disteln. Leider blühen Gänsedisteln nur in den Morgen- und Vormittagsstunden, nachmittags wird man die schönen gelben Blüten höchst selten bis gar nicht sehen können.
    Wer genau sich die Blüten anschaut, erkennt den Korbblütler wieder - allerdings haben Gänsedisteln nur Röhrenblüten, keine Zungenblüten.

    Samen bilden sich genau wie bei den Löwenzähnern in Pusteblumen, also viele kleine Samen, die mit einem kleinen Schirmchen versehen sind und leicht durch Wind hinfortgetragen werden können.

    Prinzipiell gilt:
    Gelbe Scheinblüten in Kombination mit löwenzahnähnlichen Blättern und Pusteblumen als Samenstände sind alles gute Futterpflanzen für Meerschweinchen und Kaninchen. Dazu zählen neben den Gänsedisteln und den Löwenzähnen auch der Pippau, der oft auf Pferdeweiden wächst.

  17. #16
    Mr.Honey Bunny

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    Disteln? Das piekst doch beim fressen? Da sind meine bestimmt zu verwöhnt für 8(

  18. #17
    Rosina

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    Original von Mr.Honey Bunny
    Disteln? Das piekst doch beim fressen? Da sind meine bestimmt zu verwöhnt für 8(
    Die pieksen auch schmerzhaft in die Hand, wenn man volle Kanne in den Heuballen greift und dabei ne Distel erwischt.*autsch*


    Danke @Murx lieb von dir!

  19. #18
    Murx Pickwick

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    Nicht Disteln - Gänsedisteln!
    Die Pieken zwar, aber können nicht verletzen, die Stacheln durchdringen nicht mal die Schleimhaut im Mund. Kaninchen und Meerschweinchen spüren deshalb nichtmal die weichen Stacheln der Gänsedisteln - im Gegensatz zu uns Nacktaffen mit unserer empfindlichen Haut.

    Hier noch eine Gänsedistel, diesmal die Kohlgänsedistel, die schon von jeher als Gemüse zubereitet wurde:

    Zwar sehen die Stacheln auf der Mittelrippe auf der Blattunterseite der Kohlgänsedistel brutal aus, pieken aber kaum, selbst wenn man es drauf anlegt.


    Von der rauhen Gänsedistel unterscheidet sich die Kohlgänsedistel durch ihre helleren und vor allem matten Blätter.


    Der Blattansatz umfaßt den Stengel. Dies ist typisch für Gänsedisteln, bei einigen Arten ist es weniger ausgeprägt, bei der Kohlgänsedistel extrem. Hier sieht man nochmals sehr deutlich die Stachelreihe auf der Mittelrippe, die für die Kohlgänsedistel so typisch ist.


    An dieser Blüte sind die einzelnen winzigen Röhrenblüten, aus denen die Scheinblüte zusammengesetzt ist, noch mal gut zu erkennen. Die Blütenkelchblätter sind glatt ohne Drüsenhaare, was die Kohlgänsedistel von der dritten in Deutschland vorkommenden Gänsedistelart, der Acker-Gänsedistel, unterscheidet.

  20. #19
    Murx Pickwick

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    Löwenzahn
    Sehr eng mit den Gänsedisteln ist der Löwenzahn verwandt. Die meisten von euch dürften ihn sammeln.

    Hier die berühmten löwenzahnänlichen Blätter - lang, mehr oder weniger stark gezackt, das Blatt wächst direkt aus dem Boden und hat keinen abgesetzten Stiel.


    Gelbe Scheinblüte, die nur aus Röhrenblüten besteht.


    Die Pusteblume - spätestens bei diesem dritten Merkmal mit den anderen Merkmalen zusammen kann man sich in Europa sicher sein, eine unproblematische Pflanze zu pflücken.

  21. #20
    Yvonne79

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    Hallo,

    was ist eigentlich mit der Vogelmiere/ Sternmiere? Die wächst ja auch fast überall und ist an den saftigen kleinen Blättern, den dünnen Stengeln und den weißen Blüten, fast die ganze Saison über gut zu erkennen. Meine Meeris lieben das Zeug. Ich weiß aber nicht ob man die auch in großen Mengen geben kann. Die kann man theoretisch auch in Blumenkästen halten.

    Und was ist mit jungen Kletten? Die sprießen ja zur Zeit auch überall.

  22. #21
    Bea

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    Kletten verfütter ich nicht, weil die bei meiner langhaarigen bestimmt im Fell haften würden. Vogelmiere dürfen sie (auch in grösseren Mengen) solange die Sortenvielfalt sonst nicht leidet

  23. #22
    ElenaR

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    Könnt ihr mir sagen ,was das hier ist, und ob es für Kaninchen geeignet ist?
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  24. #23
    Bea

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    Stell vom ersten Bild noch mal ein Foto mit Blattgrün ein, könnte evt. ein Ehrenpreisart sein.

    Das zweite ist Ampfer, dürfen sie ab und zu mal, sofern sie keine Probleme mit Harnsteinen oder Nierensteinen haben

    Das dritte sieht aus wie Bambus. Es gibt Bambusarten, die verfüttert werden dürfen, ich weiss allerdings nicht um welche es sich dabei handelt.

  25. #24
    Golo

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    Wegen der Distel...ich habe ne Menge davon gefunden und möchte es auch anfüttern, die Blätter sehen genau so aus, der "Pflanzensaft" ist milchig weiß,Blüten hatten die Pflanzen nicht.
    Kann es sich noch um etwas anderes handeln??
    Ich lasse meine Kaninchen mal testen...:binzel:

  26. #25
    Murx Pickwick

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    Das erste Bild ist auf jeden Fall nen Kreuzblütler, kein Ehrenpreis - nun gibt es aber erstaunlich viele Kreuzblütler, einige eingeschleppte.
    Eventuell ist es irgendein Schaumkraut, bin mir da aber nicht sicher ... bin sowieso nicht sicher in der Bestimmung der Kreuzblütler, bin ja schon froh, wenn ich Sareptasenf, Knoblauchsrauke und Co erkenne ...

  27. #26
    Golo

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    Kann ich Taubnessel verfüttern??
    Danke....

  28. #27
    Bea

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    @ Golo

    Taubnessel kannst du verfüttern

    @ Murx

    könnte Wiesenschaumkraut sein. Mal anderes Bild abwarten.

  29. #28
    ElenaR

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    hier noch mal mit Blättern dran:
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  30. #29
    Bea

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    Jo, ist Wiesenschaumkraut.

    Kannst auch hier noch mal vergleichen:

    http://www.gartendatenbank.de/specie...mine-pratensis

    Dürfen sie auch fressen

    *Edit*

    Wenn sie Schaum bilden aber nicht verfüttern, obwohl die Hasen dann wohl auch nicht dran gehen :binzel:, meine lassen ihn dann zumindest stehen.

  31. #30
    ElenaR

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    ah ok...vielen Dank... :gut:

 

 
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