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Hund als Stofftier

  1. #1
    la blub

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    Standard Hund als Stofftier

    tHallo liebe Leute.

    Hab mal ne Frage.

    Bei dieser Frage gehen bestimmt die Emotionen hoch, bei mir auch. Wäre aber trotzdem dankbar, wenn ihr versuchen würdet, mir sachliche Tipps zu geben - versuch auch die Angelegeneit sachlich zu schildern.

    Eine Bekannte von meiner Vermieterin hat sich auf ihre alten Tage einen jungen, energiegelandenen Hund angeschafft namens Tshan. Der Hund ist inzwischen etwa eineinhalb Jahre alt und ich denke, alle hier (zumindest die Hundefreunde) wissen, dass Hunde in diesem Alter gar nicht wissen, wohin mit ihrer Energie. Und dass es in diesem Alter noch mehr als sonst wichtig ist, dass der Hund mit anderen Hunden spielen darf (wobei die
    allerwichtigste Prägezeit schon vorbei ist).
    Und dass Hunde im Sommer kurze Haare haben sollten.

    Der Hund darf nicht zu anderen Hunden, damit er nicht gebissen wird.

    Der Hund hat ein massives Vertrauensproblem aufgebaut, weil sein Frauchen ihm keine Sicherheit vermittelt (sie ist selber sehr ängstlich) - mir vertraut er inzwischen, aber er ist leider nicht "meiner". Anderen Hunden gegenüber zeigt er Verhaltensstörungen.

    Er hat lange Haare, die im Gesicht seine Augen komplett verdecken, damit jeder sieht, dass er ein Tibetterrier ist. Und wegen den langen Haaren darf er nicht im Schlamm baden und sich auch nicht in sauberem Wasser abkühlen, weil man ihn dann nicht mehr gut kämmen kann.


    Eine Freundin von mir arbeitet bei PETA und hat sich von mir den Fall schildern lassen - hat etwas recherchiert und musste mir dann mitteilen, dass das nach dem Gesetz keine Tierquälerei ist, und die einzige Möglichkeit ist, mit Tshans Frauchen zu reden. Ich habe meine Vermieterin gebeten, das zu tun, aber die blöde Frau hat nicht auf sie gehört.



    Mir bleiben nur zwei Möglichkeiten: entweder Tshans Frauchen ganz klar vorzuhalten, dass sie den Hund misshandelt - das hätte den einzigen Erfolg, dass ich nie wieder mit ihm spazieren gehen darf. Der Hund hätte nichts davon.
    Oder nichts sagen und den Hund so oft wie möglich ausleihen und ihm wenigstens bei mir zu erlauben, ein Hund zu sein. Und dass er sich sicher fühlen darf und sich auspowern und so. Das wäre für den Hund besser - für mich ist es halt schlimm, mitanzusehen, wie der Hund immer mehr Verhaltensstörungen aufbaut (und ich krieg jedesmal, wenn ich ihn zurückbringe, einen Anschiss, weil er dreckig ist und weil ich den "armen Hund" mit einem zweieinhalbstündigen Spaziergang völlig "überfordert" habe).

    Was würdet ihr machen? Ich finde das richtig schlimm, vor allem weil ich so hilflos bin... wie gesagt, rechtlich kann ich nichts, gar nichts machen, meine Freundin kennt sich da ziemlich gut aus...

    verzweifelte Grüße,

    Anne

  2. #2
    Rewana

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    Standard

    Hallöchen,
    wenn es ein Tibet Terrier ist würde ich der guten Frau mal einige Bücher oder auch Computer-Ausdrucke über Tibet Terrier besorgen und zum lesen geben.

    Da du ja jetzt schon viel mit dem Hund machst, mache es weiter, laß ihn bei dir toben, wenn es geht auch mit Kontakt zu anderen Hunden und laß ihn ins Wasser und spielen und versuche mit ihm Unterordnung zu machen. Bevor du ihn dann zurück bringst kannst du ihn ja auch versuchen zu kämmen und zu pflegen damit er nicht so dreckig wieder zuhause ankommt.

    Vielleicht kannst du ihn auch mal mit dem Handy filmen wie er tobt und spielt und das der alten Dame zeigen. Wenn sie sieht wie glücklich der Hund dabei ist hat sie vielleicht ein einsehen und versteht was bei ihr falsch läuft.
    Gruß
    Rewana

  3. #3
    Elvira B.

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    Standard

    Ich kenne das zur Genüge, ich hatte Geli ja auch von einer älteren Dame übernommen, und die kleine hatte kaum Hundekontakt ect. Ich hatte ja Geli, bevor ich sie ganz übernommen hatte, immer wieder in Pflege, auch über mitunter sehr lange Zeiträume und bei mir durfte sie sich dann ausleben, mit 8 Jahren habe ich Geli dann übernommen, weil die Omi endlich eingesehen hatte, dass sie dem Hund nicht mehr gerecht wurde. Das sie dem hund nie gerecht wurde, hat sie auch nie eingesehen

  4. #4
    AndreaManuela

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    Ja, mach weiter so! Steter Tropfen höhlt den Stein! DAs mit dem Video finde ich eine gute Idee.

    Ich kenne sowas leider auch aus der näheren Umgebung. Eine sogenannten Tierschützerin (!) hat einen Galgo in einer Zweizimmerwohnung. Er darf nie in der Sonne liegen (könnte ja einen Sonnenbrand kriegen), bei 20 Grad kriegt er auf dem Balkon ne Decke über, weil er ja frieren könnte, laufen darf er kaum (Spaziergänge von 5 Minuten), rennen schon gar nicht (angeblich wegen eines kaputten Gelenks , aber ich denke die Frau hat eher ein Münchhausen-Syndrom), zu anderen Hunden darf er schon gar nicht. Fressen darf er nur vegane Sachen, weil Frauchen ja auch Veganerin ist (naja, aber der Kuchen in Konditorei für sie passt dann trotzdem).

    Leider gibt es sowas zu Genüge. Keine richtige Tierquälerei im Sinne des Gesetzes, aber für mich eindeutig Misshandlung!!

    Wäre schön, wenn Du weiter berichten könntest!

  5. #5
    Galadriel

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    Standard

    Hi

    Du kannst es versuchen da helfend einzugreifen und vielleicht einzulenken, aber weil ich ne alte Pessimistin bin und so einen ähnlichen Fall auch kenne, denke ich wird es dir auf lange Sicht schlechter gehen damit als dem Hund.

    So traurig es ist, so wichtig ist es für den Hund zum überleben, der Hund resigniert irgendwann, er fügt sich und er passt sich an um zu überleben.
    Entwickelt eigene Verhaltensweisen/Strategien um in seiner Welt zu überleben und es kann sein das die nicht kompatibel sind irgendwann. Darum ist es ja auch nicht so einfach jeden Hund aus dem Ausland dem es scheisse ging beliebig zu vermitteln.

    Aber ein Versuch ist es sicher wert in diesem Fall und wenn du die Möglichkeiten dazu hast dem Hund wengistens ein paar schöne Tage im Leben zu bereiten, dann mach das bitte.




    Solange ihn das am Ende nicht mehr stresst als das Leben was er sonst hat ..das erlebe ich nämlich gerade und das ist verdammt traurig zu sehen wie man am Ende Recht hatte und so ein Hundeleben dahin geht.



    Eine Frau aus meinem Stadtteil hat sich nach dem Tod des alten Hundes, einen neuen Dackelwelpen geholt.

    Nun war ihr körperlicher Zustand als sie den Seniorhund noch hatte schon grenzwertig, aber es passte zum Hund und dieser Hund war einfach eine liebe Seele, ein Sensibelchen..was für Dackel ja nicht unbedingt die Regel ist. Beides Senioren, ich fand das immer passend..die sind zusammen gealtert..

    Ich hielt mit meinen Hunden immer inne um ein bisschen mit ihr zu schwatzen, mir ihre Wehwehchen anzuhören, die Hunde wurden mit Leckerchen zugestopft und die 3 Hunde mochten sich.

    Die Halterin war damals schon fast blind auf einem Auge, konnte nur noch um den Block gehen und setzte sich auf jeder Mauer ab um die Knie zu schonen.
    Aber die Kinder und Enkelkinder holten den Hund als er noch fitter war oft ab um mit ihm in den Wald zu gehen, damit er mal rauskommt, ich hab sie da manchmal getroffen und der Hund war dann sogar mal ohne Leine.

    Als der alte Hund starb tat mir das sehr leid, aber wie sagt man so schön, er hatte sein Alter und alles hat seine Zeit.

    Hab mich gefragt wie oft ich sie jetzt wohl noch treffe und dann seh ich sie da plötzlich mit einem Dackelwelpen auf dem Arm ..

    Ich hatte Angst als die mit dem Welpen plötzlich da stand, Angst vor der Antwort auf meine Frage wem denn dieser Hund gehört..

    Mein Entsetzen konnte ich dann schlecht verstecken..sie merkte das und fing an sich zu rechtfertigen das ihr Mann den Hund hätte haben wollen, das es ein Welpe sein musste für ihn ..etc pp..
    Der Mann den ich in über 10 Jahren, wo ich sie kenne nie mit dem Hund draussen sah...genau. Ich weiss nichtmal wie der Mann aussieht..

    Tolle Ausrede..

    Dann stand sie da mit dem Hundebaby und setze den garnicht ab, sie wollte nicht das er zu meinen kommt weil Zitat :
    " Er muss sich erstmal richtig an uns Menschen gewöhnen bevor er neue Freunde bekommt und ausserdem sind die Impfungen noch nicht durch (meine Lieblingsausrede von Welpenbesitzern^^)"

    Ich hab dann weil ich recht sprachlos war nur gefragt wie sie denn raus kommt mit dem kleinem Hund um ihm die Welt zu zeigen da meinte sie das machen die Kinder..die Kinder, die eigene Kinder haben und arbeiten, gehen Sonntags und in den Ferien bissl in den Wald mit dem Welpen..muss reichen.

    Damit kann ich schlecht umgehen und hab mich schnell verabschiedet.



    Es kam wie es kommen musste, anfangs sah man sie immer stehen alle himmelten diesen Welpen an, anfangs freute er sich auch über andere Hunde das konnte man oft beobachten. Frauchen hat aber immer direkt Leckerchen mit ins Spiel gebracht unter den Hunden und so kam es wie es kommen musste, das gefiel dem kleinem Kasper Hauser bald nicht mehr das Frauchen seine Leckerchen so großzügig in der Welt verteilte ging garnicht.


    Kontakt gabs nur an der Leine natürlich ist ja Stadt hier, ich hab die Kinder nie im Wald getroffen mit dem Hund, geschweige denn auf umliegenden Freilaufzonen..aber wahrscheinlich hab ich einfach andere Zeiten plötzlich..

    Ich redete dann nur noch nötigenfalls mit ihr, dazu kommt meine Hunde sind älter und Welpen werden zwar toleriert aber man kann sich denken das eine Begegnung mit einem tosendem distanzlosem Welpen -Junghund der an der Leine hängt, keine Erziehung hat und 2 Althunden nicht so das Ideal sind und dann war da ja auch die Ressourcenverteidigung die immer heftiger wurde.

    Der war natürlich auch total unausgelastet, wollte gerne laufen, aber hing immer an der 1,80 Leine und dazu keine Sozialkontakte und reizarm aufwachsen.....da muss man ja durchdrehen als Hund irgendwann, war abzusehen..

    Irgendwann erzählte eine Bekannte Hundehalterin das "Charlie" einen anderen Hund gebissen hätte und das die Halterin total überfordert ist..mit noch keinem Jahr hat der Hund schon den Ruf weg..

    In diesem Frühjahr hab ich es einfach mal gemacht, hab wieder gezielt Kontakt gesucht zu ihr und bin hingegangen mit ein bisschen Zeit, Aufdringlichkeit und milde im Geist.
    Der Hund ist jetzt 2 jahre alt, ich kann mich mit meinen Hunden kaum nähern ohne das der vor lauter Wut und Stress nen Herzkasper bekommt. Das ist schlimm anzusehen..

    Ich hab meine Hunde abgesetzt auf Distanz und dann mit Lecker mir erstmal das Vertrauen vom kleinem Kellerkind erkauft und immer nur gedacht was für eine arme Seele dieser Hund doch ist und das er hoffentlich irgendwann in seinem Leben da raus kommt.
    Die Chancen stehen gut, die Dame ist Ü70 und ihre Gesundheit grenzwertig.
    Dann ist der Hund zwar ein gebranntes Kind, aber vielleicht kommt er zu wem der ihn ein bisschen versteht..noch muss er durchhalten..oder sich durchbeissen.
    Aber mit Ruhe und Geduld hat er sich dann auch beruhigt und plötzlich waren meine Hunde cool, solange Frauchen die Klappe hielt..was schwer ist.."Charlie hier, Charlie da und immer die Hand bei den Leckerchen"..

    Sie selber sagt sie hätte noch nie so einen anstrengenden Hund gehabt..ja warum wohl? Weil sie früher jünger war und auch wenn sie die Niete im Hundewesen ist hat sie den Hunden wenigstens was bieten können, dazu kam das der Vorgänger echt ein ganz ausgeglichener Hund war.

    Dann meinte sie auf die Frage warum man sich im Wald nicht träfe, das die Tochter den Hund nur noch selten holt weil sie soviel Stress auf der Arbeit hat und die Enkelkinder kommen garnicht mit dem zurecht und es hörte sich für mich so an, als wenn den kleinen Charlie keiner mag..ich auch nicht zugegeben, aber ich weiss das er eine kleine arme Seele ist und unter anderen Umständen nicht so eine ungehobelte Kratzbüste wäre.
    Er kann nix dafür das unseriöse Züchter ihn an Menschen verkaufen die mit dem eigenem Leben kaum noch zurecht kommen gesundheitlich.

    Und ich finde es auch ungeheuerlich das Welpen an Ü70jährige vermittelt werden, so diese nicht in ein Mehrgenerationsmodell eingebunden sind wo man sich gegenseitig helfen kann.
    Vor allem wenn diese 70jährigen schon erheblich beeindträchtigt sind..aber selbst wenn nicht, meine Mutter ist 72 und super fit dafür, fährt viel Rad, geht viel spazieren, pflegt sich noch wie mit 30 und hat mehrere Ehrenämter..aber ein Welpe..das ist ne Hausnummer die würde ich ihr alleine auch nicht zutrauen ganz ohne Hilfe. Zum Glück mag meine Mutter keine Tiere ^^


    Dieser Dackel wuchs reizarm und zugleich reizüberflutet auf..als Stadthund in einer 3 Zimmerwhg, ohne Sozialkontakte, ohne Regeln, immer an der Leine, immer wahl und hirnlos vollgestopft mit Leckerchen und als Dackel ohne Aufgabe.

    Wenn da jetzt jemand was gutes tun wollte, das muss man das ernsthaft wollen..alles andere macht den Hund nur noch kaputter. Der verstünde seine Welt dann garnicht mehr.

    Aber vielleicht hilft die Zeit ja das sich bald was ändert..letzte Woche beim einkaufen, sie sitzt an jeder Ecke auf ihrem Schiebewagen..die kann kaum 5 Schritte tun am Stück..es tut mir sehr leid..unter anderen Umständen täte sie mir leid..aber so tue ich mich echt schwer, denn der Kopf und das Herz funktionieren noch und da hätte man einem Hund echt nicht das Leben versauen müssen..

    Kein Mitleid für solche Menschen..

  6. #6
    Rewana

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    Tja Gala es ist überall das gleiche. Die Dummheit der Menschen müssen die armen Tiere ausbaden. Schlimm auch das Tiere einfach so abgegeben werden, leider sind auch da die Tierheim nicht immer gut. Siehe unsere Yuki, ich hatte ja auch extra noch gefragt ob da evt. Herdenschutzhund drinn sein könnte, was verneint wurde mit dem Hinweis das es sich wahrscheinlich um einen Labrador/Retriever/Schäferhund Mix handeln würde.

  7. #7
    la blub

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    Standard

    Jaaaa... ich leide ehrlich gesagt auch immer mehr darunter.
    @ Rewana: ein bisschen arbeite ich schon mit dem Hund. Eigentlich weiß ich nicht viel von Hunden - hatte nie einen eigenen - aber seit ich öfter mit Hunden spazieren gehe, hab ich einiges gelesen. Z.B. dass ein Hund, der gegen seinen Menschen aggressiv ist, häufig unsicher ist und sich einen souveränen Alpha wünscht und daher vom Menschen Souveränität provozieren will - und herausfinden, ob er dem Menschen die Alpharolle überlassen darf - weiß ich aus einem Buch von Maike Nowak. Daher habe ich mich auch nicht beleidigt gefühlt, als Tshan an mir ständig hochsprang und nach mir schnappte, sondern habe es erst mit moderaten Signalen versucht und als alles nicht half ihn mir unter den Arm geklemmt und mit ruhiger und autoritärer Stimme mit ihm gesprochen. Es war mir wichtig, dass Tshan Spaß hat und sich an mir orientiert, mich anschaut, wenn er über irgendwas unsicher ist, und einige Kommandos wie "Steh" am Straßenrand etc. Dass ein Hund beim Lernen von Übungen auch wirklich Spaß und Erfolgserlebnisse haben kann, hatte ich ganz vergessen ... werd mal herausfinden, was einem Tibetterrier am meisten Spaß macht.

    @ Galadriel: Jaaa... meine einzige Hoffnung ist eigentlich, dass Sieghild, Tshans Frauchen, irgendwann gar nicht mehr laufen kann und ihn hergibt... gerade Rassehunde finden halt oft leider auch als Zweitmenschen nur Idioten.

    Was das Vorführen von Hundespaß anngeht, so gehen meine Vermieter manchmal mit ihrem Pudel, Tshan und Traumhund Fina spazieren und nehmen Sieghild mit. Obwohl sie sieht, wie Tshan und Fina spielen (der Pudel ist uralt und spielt nicht mehr) und Fina Tshan Hundeverhaltensregeln beibringt, lernt sie nichts draus. Bei der hilft gar nichts...

  8. #8
    la blub

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    Standard

    Der Tshan und ich spielen uns übrigens immer besser aufeinander ein... wie gesagt, bei unserem ersten Spaziergang musste ich ihn mir unter den Arm klemmen, und er konnte das erst gar nicht richtig einordnen und hat sogar Angst gekriegt. Es hat eine Weile gedauert bis ihm klar wurde dass ich ihm nichts antun will und er mir die Kontrolle übelassen darf. Beim zweiten Mal hat es genügt, dass ich ihn, als er durchdrehte, am Geschirr nahm, ihn Sitz und Platz machen ließ und mich neben ihn kniete. Ich ließ ihn liegen, bis er sich beruhigt hatte. Inzwischen habe ich dazugelernt - ich weiß, wann ich das Spiel unterbrechen muss, weil er zu sehr aufdreht - und wenn ich ihn also gut beobachte und rechtzeitig unterbreche, genügt es, ihn sitzen zu lassen. Dass er sich vor Freude immer fast umbringt, wenn er mich sieht, zeigt mir, dass ich es richtig mache. Oder?

  9. #9
    Rewana

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    Schön, mach weiter so - dem Hund zuliebe.

  10. #10
    la blub

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    Standard

    So, hier ein erfreuliches Update!

    War heute vier Stunden lang mit Tshan spazieren. Ich hab ihm so einen dämlichen Pferdeschwanz über den Augen gemacht, damit er was sieht. Er hat sich vor Freude fast umgebracht, mich zu sehen.
    Ich hab ihn im Schlamm baden lassen, ihn mit Suchspielen geistig beschäftigt, dann ein paar einfache Übungen zu Bindung und Unterordnung mit ihm gemacht und bin mit ihm gejoggt. Er fand das toll.
    Irgendwann hat er wieder angefangen mich zu provozieren. Ich habe ruhig und souverän reagiert und mir erst mal Sorgen gemacht, ob was nicht stimmt.

    Dann ist mir aber plötzlich klar geworden, dass er dieses Mal nicht aus Unsicherheit und mangelndem Vertrauen provoziert, sondern genau das Gegenteil - weil er durch die tollen Aktionen und so selbstbewusster wurde und einfach mal neugierig war, ob er damit durchkommt. Das ist ja ein ganz gesundes Verhalten - und er hat meine Reaktionen akzeptiert und nachgegeben (ich hab das Spiel unterbrochen und ihn sitzen lassen, oder ihn festgehalten - natürlich ohne ihm weh zu tun oder ihm Angst zu machen - , bis er mit dem Zappeln aufhörte, oder als Konsequenz was "langweiliges" gemacht, ihn ein Stück sehr kurz zu halten).

    Das Dreck-Problem habe ich gelöst, indem ich Sieghild angeboten habe, den Hund selber zu waschen. Sie hat abgelehnt und dann vorgeschlagen, dass ich in Zukunft regelmäßig mit dem Hund gehe - hab natürlich sofort zugestimmt

    War dann nur ein bisschen traurig, weil Tshan mich nicht gehen lassen wollte. Aber am Freitag habe ich ihn wieder für ein paar Stunden. Freu mich schon!!!

  11. #11
    Rewana

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    Das hört sich doch toll an, vielleicht kannst du auch mal den Pony schneiden (natürlich vorher fragen) weil er sich so freut etwas zu sehen.

  12. #12
    la blub

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    Standard

    Den Pony darf ich auf keinen Fall schneiden, weil das das wichtigste Merkmal eines Tibetterriers ist und es Frauchen Spaß macht, den schön zu frisieren scheiße (pardon)... und ihr Guru ist der blöde Hundefriseur und niemand anderes darf da was ändern.
    Aber ich mach ihm immer soviel Haargummis rein, dass er freie Sicht in alle Richtungen hat (sieht richtig doof aus, zum Glück ist das dem Hund ja egal)...

    es nervt mich nur, wenn alle Tanten, die mir entgegenkommen, "Oooh, was für ein süßes Zöpfchen" kreischen. Je schmutziger er im Verlauf des Spaziergangs wird, desto vernünftigere Kommentare bekommt er aber
    freu mich schon auf Freitag.

 

 
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