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Überlebenschancen bei inneren Verletzungen (mit Operationen)?

  1. #1
    Nebel

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    Standard Überlebenschancen bei inneren Verletzungen (mit Operationen)?

    Hallo zusammen,

    ich habe mich neu angemeldet um ein paar Meinungen einzuholen zu folgendem Erlebnis:

    Kürzlich bin ich auf einer Straße zufällig einer Ratte begegnet, die sich nicht rührte. Es war etwas Blut zu sehen, aber erstmal keine offensichtliche Wunde erkennbar (es war schon dunkel). Ich habe sie leicht mit dem Fuß berührt um zu testen, ob sie davon läuft. Sie bewegte sich dann zwar, aber eher widerwillig und ihr Gang war etwas "schief". Auch wirkte sie ein wenig desorientiert und hilflos. Da sie fast mitten auf einer Straße gesessen hatte, nahm ich am ehesten an, dass sie angefahren wurde. Nach kurzem Überlegen nahm ich sie dann vorsichtig mit meiner Jacke auf, wobei sie sich überhaupt nicht wehrte
    oder sonstwie regte. Ich transportiere sie dann vorsichtig in meinem Rucksack nach Hause. Von dort telefonierte ich über eine Notfallnummer erst mit einer Tierärztin, die meinte, es würde auf innere Verletzungen hindeuten und das könnte ihre Pflegemöglichkeiten übersteigen. Sie schlug vor, dass ich mich an die nächstgelegene Tierklinik wende. Das machte ich dann auch und mir wurde gesagt, ich könne die Ratte gleich vorbeibringen. Bei Wildtieren würde es nichts kosten.

    Ich fuhr dann auch direkt dorthin. Beim Herausnehmen aus dem Rucksack zeigte sich, dass die Ratte an den Pfoten Abschürfungen hatte und blutete. Ich schilderte im Wesentlichen alles, was ich gerade schon geschrieben habe. Meine Sorge wegen innerer Verletzungen und dem ungewöhnlichen Verhalten hatte ich geäußert. Die Ärztin gab dem Tier dann ein Schmerzmittel und meinte, es hätte vielleicht Glück im Unglück gehabt, also keine schwereren Verletzungen. Eine Röntgen-Untersuchung solle erst am nächsten Tag gemacht werden, um es dem Tier in der Nacht nicht mehr zuzumuten. Es käme dann in eine Auffangstation, sobald es sich wieder erholt habe.

    Das hörte sich für mich natürlich erstmal positiv an, aber ich hatte auch Bedenken wegen der Wartezeit bis zum nächsten Morgen. Am nächsten Tag rief ich dann an um mich zu erkundigen und mir wurde gesagt, das Tier sei verstorben. Es sei nicht klar warum, aber vermutlich hätte es doch eine schwerere Verletzung gegeben. Also genau das, was von Anfang am im Raum stand.

    Mich plagt nun der Gedanke, ob mit dem Tier anders umgegangen worden wäre, wenn ich "zahlender Kunde" gewesen wäre. Ich denke, wenn nun bspw. bei Hund oder Katze ein Notfall dieser Art vorliegt, würde mit Maßnahmen doch auch nicht so lange gewartet werden(?) Allerdings war es schon spät und die Ärztin war wohl völlig alleine dort. Ließe sich da überhaupt eine Operation durchführen? Und können Ratten solche Eingriffe überhaupt gut überstehen? Ist sicher schwer zu sagen, da nichtmal klar ist, was genau vorlag. Es tut mir einfach Leid was passiert ist und ich frage mich, ob es anders gelaufen wäre, wenn ich auf die schnelle Durchführung der Untersuchung beharrt hätte.

    Lieben Gruß

  2. #1
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    Standard

    Hast du schon einen Blick in den Diagnostischer Leitfaden und The von Anja geworfen? Für Diagnostik und Therapie findest du hier den idealen Leitfaden. Vielleicht hilft dir das ja weiter?

  3. #2
    Nebel

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    Habe mich in der Zwischenzeit ein wenig erkundigt und soweit erfahren, dass der Untersuchungsstress für Ratten wohl schon zuviel sein kann. Gerade in so einer Situation. Weshalb dann wohl auch damit gewartet wurde. Das war mir bis dahin nicht bewusst und dadurch verstehe ich die Situation nun besser.

    Könnt ihr das so bestätigen oder gibt es noch irgendetwas hinzuzufügen?

  4. #3
    AndreaManuela

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    Beim Lesen Deines Textes kam mir auch vor dem letzten Absatz der Gedanke: Zuviele Kosten, einfach sterben lassen/einschläfern (oder zu was auch immer die fähig sind...). Aber ich kenne mich nicht wirklich so aus mit inneren Verletzungen... Ich denke auch, dass ein schnelles, sofortiges Handeln notwendig ist... Man stelle sich vor, man kommt nach einem Autounfall in eine Klinik und die warten dann bis morgen...


    (Edit: Unser Beiträge haben sich gerade überschnitten. :-) )

  5. #4
    Nebel

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    Hallo AndreaManuela,

    ich hoffe, dass das nicht der Grund war, sondern wirklich die Vorsicht wegen des Stressfaktors. Andererseits ist eine schwere innere Verletzung ja ziemlich sicher tödlich. Deshalb war auch mein erster Impuls, dass da sofortige Hilfe nötig ist. Aber angeblich wird teils auch bei Hunden und Katzen erstmal abgewartet, je nach Situation. Wenn sie durch einen Schock sterben und es sonst vielleicht überstanden hätten, ist es natürlich genauso tragisch.

    Für mich schwer zu sagen, wo da die Grenze zu ziehen ist ohne entsprechende Erfahrung. :/

  6. #5
    Rewana

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    War es denn eine Hausratte oder eine wildlebende Ratte?

    Wenn es eine wilde Ratte war, dann wird mit Sicherheit kein Tierarzt das Tier unnütz leiden lassen, aber auch keine große Behandlung machen um die Ratte durchzubekommen damit sie dann bei nächster Gelegenheit als Schädling wieder einer Vergiftungsaktion zum Opfer fällt. Ratten sind nunmal Schädlinge die viele Krankheiten übertragen und überall bekämpft werden. Vielleicht waren es auch keine Verletzungen von einem Unfall sondern einfach eine Folge des Vergiftens durch die Behörden die Ratten bekämpfen.

  7. #6
    Galadriel

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    Könnte auch Rattengift gewesen sein...

    Passiert zwar selten das sie dann draussen zusammenbrechen, das Gift wirkt auch nicht direkt sondern erst nach einiger Zeit...aber erlebt habe ich das auch mehrfach schon bei uns am Heim wo viele Köderboxen stehen...
    Apathie, Gleichgewichtsstörungen, Blutungen-Schaum am Maul und/oder After...

    Ich hab den Tieren dann "geholfen" weil ich es nicht ertragen konnte das sie so jämmerlich krepieren und ich wg Arbeit nicht weg konnte.....hab mal gehört der Todeskampf nach manchen Giften dauert Stunden..:/


    Ich hatte zwar einige Farbratten, aber solche inneren Verletzungen hat sich nie eine zugezogen auch bei Stürzen nicht..aber kann schon auch sowas sein.
    Bei Wildtieren die nicht versuchen zu flüchten, aus Körperöffnungen bluten kannst du eigentlich immer vom schlimmsten ausgehen...

  8. #7
    Bernleo

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    Ich glaube kaum das jemand seine Ratte aussetzt. Gerade die Minitiere kosten kaum etwas und zahme Ratten sind kluge Tiere.
    Rattengift ging mir auch durch den Kopf und ob es nicht übertrieben ist eine sterbende Ratte von der Straße aufzusammeln.

  9. #8
    AndreaManuela

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    Übertrieben? Ein Leben ist ein Leben. Wo ist der Unterschied zu einem Hund, der überfahren wurde?

  10. #9
    Rewana

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    Übertrieben nein, man kann ihr zumindest dahingehend helfen das sie nicht lange leiden mußte.

  11. #10
    Uromastix

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    Hallo zusammen,

    ich bin auch der Meinung, dass man mindestens das Tier von seinem Elend erlösen muss.
    Man kann doch nicht einfach sagen "ach ist ja nur ne Ratte" und sie weiter leiden lassen

    Liebe Grüsse
    Isabelle

  12. #11
    Galadriel

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    Sehe ich auch so, wäre das in der Natur würde ich es die Natur regeln lassen, denn sobald Mensch weggeht profitieren da andere Lebewesen.
    Aber in bewohnten Gebieten kann ich kein Tier krepieren sehen..ich helf da immer nach..egal ob Insekt oder was auch immer.
    In seltenen Fällen bring ich die Tiere zur TiHo, da hatte ich leider immer Pech die sind immer trotzdem gestorben..:/

  13. #12
    Galadriel

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    Zitat Zitat von Bernleo Beitrag anzeigen
    Ich glaube kaum das jemand seine Ratte aussetzt. Gerade die Minitiere kosten kaum etwas und zahme Ratten sind kluge Tiere.
    Rattengift ging mir auch durch den Kopf und ob es nicht übertrieben ist eine sterbende Ratte von der Straße aufzusammeln.
    Sag das nicht, meine Tierärztin hatte bevor die einen Computer hatte ihre Buchhaltung in so einem Büchlein und hat mir mal die roten Zahlen gezeigt..also unbezahlte Rechnungen und das war vor der GOT. Ganz schön viele Kleinbeträge auch dabei..

    Ich denke auch das die Ratte die ich fand ausgesetzt wurde und nicht weglief, die war nämlich derart Zahm die konnte jeder angrabbeln und aufsammeln. Die hat 100pro wer ausgesetzt..

  14. #13
    Rewana

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    Standard

    Leider werden mittlerweile alle Tiere ausgesetzt wenn sie der Urlaubsplanung im Weg stehen oder zu teuer werden oder die Leute einfach das Interesse daran verlieren. Dann ist es auch egal was es für Tiere sind. Selbst Exoten wie Echsen oder Schlangen usw. werden ausgesetzt und das obwohl sie hier gar keine Chance haben und oft Panik verursachen. Kaninchen, Meerscheinchen usw. werden auch oft einfach draußen entsorgt. Ein Zwergkaninchen wird dann einfach in einen Park zu Wildkaninchen gesetzt so frei nach dem Motto: "Da kann es mithoppeln und lernen zu überleben."

    Leider sind da viele Menschen einfach nur grausam und wissen nicht was sie den Tieren antun, oder es ist ihnen egal.

 

 
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