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Die individuelle Persönlichkeit der Katze

  1. #1
    Maat

    Beiträge
    4

    Standard Die individuelle Persönlichkeit der Katze

    Liebe Leute!
    Hier bitte gerne Geschichten und Erfahrungen zum Thema, warum
    Katzen (und andere) so eigene Wesen sind, also jede einzelne für sich, so wie jeder Mensch für sich ein eigenes Wesen ist.........
    bin gespannt auf eure Geschichten.....
    danke und liebe Grüße,
    Maat

  2. #1
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    Standard

    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.

  3. #2
    Mausilla

    Beiträge
    3.529

    Standard

    Ich denke, grad was das Verhältnis zu Artgenossen angeht, sind Katzen noch viel individueller als Hunde.

    "Mythos Einzelkatze"? Es gibt ihn durchaus. Und, zumindest nach meiner Erfahrung, nicht immer durch falsche Aufzucht/Prägung verursacht.

    Ich halte seit gut 30 Jahren Katzen. Fast immer zwei oder drei. Einzeln eigentlich nur, wenn die alten Katzen weggestorben sind und dann kams schon vor, dass nur noch eine übrig war.

    Und es waren immer welche dabei, die keinen Wert auf Kontakte zu ihren Mitkatzen gelegt haben. Die für sich sein wollten und als Einzelkatze wahrscheinlich ein zufriedeneres Leben gehabt hätten.

    Außer meinem ersten Kater Felix, den ich bereits mit 6 Wochen bekam, und Luzie die mir mit ca. 4 Monaten zugelaufen war, waren alle anderen Katzen aus guter Haltung. Lange genug bei Mutter und Geschwistern. Und kamen ja dann auch zu schon vorhandenen Katzen.

    Trotzdem waren 2 Katzen absolute Einzeltiere. Meine frühere Katze Jasmin, die mittlere Katze in einem Trio. Nachdem sie erwachsen war wollte sie mit den andern nichts zu tun haben.
    Sie hat nie mit den andern beiden gespielt, gelegen, sich gegenseitig geputzt.
    Aber zumindest haben sie sich fast nie geprügelt.
    Noch schlimmer, meine jetzige Katze Minou. Die giftet den Artur manchmal schon an, wenn der nur in ihre Nähe kommt. Vor ein paar Tagen haben sie sich nachts um halb zwei übel geohrfeigt.
    Wobei Artur schon erstaunlich langmütig ist. So oft, wie er von Minou angekeift wird, erstaunt es mich immer wieder, dass er überhaupt noch versucht, sich ihr freundlich zu nähern. Nur wenn sie anfängt zu hauen, dann haut er zurück. Auf das Gekeife geht er meist einfach nur weg.
    Wenn diese beiden reine Wohnungskatzen wären, hätte ich wahrscheinlich den jüngeren Kater abgegeben. Dadurch, dass sie Freigänger sind, geht es, weil sie sich die meiste Zeit aus dem Weg gehen können.
    Minou legt auch keinerlei Wert auf Kontakt zu den Nachbarskatzen. Auch da gibts oft genug Geknurre und Geschrei.

    Merkwürdigerweise war aber Kater Felix, der mit grad mal 6 Wochen zu mir kam und dann fast 2 Jahre allein war, ausgesprochen freundlich und sozial.
    Aber ich glaub, der war mit seiner Gelassenheit ein Ausnahmecharakter. Der Gute hat einfach die Ruhe weg gehabt und alles ausgesessen. Sämtliche Kitten, die später kamen und auch einige Hunde.

    Nicht jede Katze, die lieber Einzelgänger ist, wurde vom Menschen "versaut", wie gern mal behauptet wird. Manche werden einfach so.
    Gibts bei Hunden ja auch, wenn auch seltener. Wenn der Hund einmal erwachsen ist, dass der seinen Menschen und sein Revier lieber für sich hat, ohne Artgenossen.

  4. #3
    Galadriel

    Beiträge
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    Tiere
    5

    Standard

    Hey nettes Thema..

    Also wir reden ja von eigenen Erfahrungen, denn wissenschaftliche Beobachtungen zeigen ja schon seid mehr als 40 Jahren das Katze kein Einzelgänger per se ist.

    Ich bin auch mit Katzen aufgewachsen, als Kind oft aufm Dorf bei meinen Großeltern wo Katzen noch völlig frei lebten vor rund 35 Jahren ..also unkastriert, unverfälscht.

    Einzelkatzen gab es nie bei uns, wohl aber das Jungkater abwanderten, ein Großteil an Nachwuchs wurde aber damals verschenkt.

    Es gab einen Kater den hab ich damals sehr geliebt, er war das einzigste Kitten aus nem Wurf und ich stolzes Kind hab ihn gefunden in der Nachbarsscheune ( wir hatten/haben nur ein Wohnhaus), ich war natürlich den ganzen Tag da so oft es ging und immer fragte ich nach diesem Kater.

    Es kam aber schnell das ich an einem Wochenende da war und ihn suchte er weg war..er kam nur ganz selten Heim.
    Machte sein eigenes Ding, hatte 0 Interesse an den anderen Katzen ..augenscheinlich..schade das da meine Erinnerungen verschwimmen, denn ich bin sicher das trotzdem soziale Interaktion stattgefunden hat, nur eben ganz ganz reduziert..

    Er kam auch irgendwann nicht wieder..entweder hat er sich ein neues Revier gesucht oder ...man weiss es nicht..

    Mein Kater in meiner Kindheit mein erster eigener war auch ein Einzeltier, wie üblich damals haben meine Eltern mir eine Katze zugestanden, ich war noch im Grundschulalter und weiss nur noch das er schwarz war, Pascha hiess ausm TH kam, ich ihn geliebt habe und bitterliche Tränen geweint habe als wir ihn in den Freigang gegeben haben, weil er uns die Wände hoch ging, paralel meine Eltern sich trennten und so ein Tier da zuviel des guten war..

    In der Jugend durfte ich dann meine Lucy haben von der Katzenhilfe.

    Sie war 4 Monate alt knapp, lebte bis dato mit Mama und Schwester in einem Haus..also lange genug für eine vernünftige Sozialisation.

    Thema Einzelkatzen gab es damals immernoch nicht im TS und ich als Jugendliche die einfach froh war wieder eine eigene Katze haben zu dürfen hab mich auch nicht so damit auseinander gesetzt.

    War auch alles Prima (für mich) bis sie 6 Jahre war und ich von zu Hause auszog.
    Ok während meiner Prüfungszeit als sie mich die Nächste wachgehalten hat, das ich aus Verzweiflung manches mal ungerecht war zu ihr will ich mal nicht erwähnen, ihre extreme Focussiertheit auf mich hat mir damals als naives Ding auch mehr geschmeichelt..heute würde es mir Sorgen machen..ihr Pinkeln war natürlich Protestpinkeln ..nie wäre man damals auf die Idee gekommen andere Rückschlüsse zu ziehen.
    Dann aber kam mein Auszug..

    Ich 8 Stunden auf Arbeit, meine erste Wohnung dazu recht klein..schlechtes Gewissen hatte ich schon am ersten Arbeitstag, sie quittierte mir das auch mit Dauermaunzen, Pissen, Wände zerkratzen..also ich ins TH um eine Zweitkatze zu holen..
    Leider haben sie mir ein Kitten angeschwatzt..da war also eine 6 Jahre alte Einzeldiva und ein kleiner viel zu junger Fundkater. Klappte garnicht..war auch nicht nötig, der kleine Mann hatte Katzenaids und starb 9 Wochen später.

    Zweiter Anlauf, größere Wohnung..
    Kater geschätzt 5-6 Monate alt..selber Fehler also falsches Geschlecht für eine Diva und immernoch zu jung..aber das Pissen hörte auf und das Tapetenkratzen...sie waren nie so Dicke, sie hat ihn kaum an sich rangelassen aber sie hatte was zu tun, durfte sich mit ihrer Art wieder auseinandersetzen.
    Ich bin sicher heute, hätte ich eine gleichalte Katze gesucht die sozialisiert und selbstbewusst ist, das hätte super geklappt.

    Leider zeigte der Kater das er weder auf so ein enges Leben noch mit Artgenossen viel anfangen kann..vor allem aber seine Aggressivität Frauen gegenüber bewog mich ihn in Einzelhaltung zu vermittelt...hätte der Mann damals noch Katzen gehabt hätte ich das aber auch gemacht.
    Bin überzeugt das war einer der viel Raum für sich brauchte..viel Raum brauchen heisst nicht Einzeltier!

    Aber er war da wesentlich ausgeglichener, er liebte den neuen Besitzer liess sich anfassen, spielte und ich hatte ein gutes Gefühl.

    Dann kamen Katze und Kater ausm TS.
    Die Katze brachte ich kurze Zeit später auf einen Bauernhof..die wollte nur raus..der Kater Travis, viele im Forum "kennen" ihn lebte fortan mit Lucy..das war nie große Liebe, eigentlich tat er mir immer bissl Leid weil er mehr wollte, sie aber nicht geben konnte...hab sie zu einem asozialem Wesen gemacht.
    Aber es gab keine Verhaltensauffälligkeiten mehr von ihr und er musste halt mehr Entertaint werden, an das Thema Drittkatze hab ich mich (noch) nicht rangetraut.

    Dann starb Lucy mit 16 und mein Travs auch schon im gehobenem Alter sollte sicher nicht alleine bleiben.
    Also kam Emmy, damals eigentlich Jünger als ich wollte geschätzt Eineinhalb, aber ich habe mir viel mehr Zeit genommen beim kennenlernen als früher, hab ganz andere Fragen gestellt und glücklicherweise auch eine Tierschützerin gefunden die ihre Tiere gut einschätzen konnte und einfach ein gutes Verständnis für die Art Katze hat..sie lernte ihn auch kennen und wir kamen zu dem Schluss " Das passt"...

    Es war Liebe auf den ersten Blick und ich erkannte meinen Kater kaum wieder, endlich eine Katze die den Kontakt ebenso suchte wie er.
    Und zack wieder schlechtes Gewissen das ich es nicht eher gemacht habe..
    Da ist er kurz vor seinem Tod mit "seiner" Emmy

    Aufgrund des Altersunterschiedes von Travis zu Emmy, kam Luke dazu..
    Ich liess mich wieder hinreissen, diesmal aber hatte ich die passenden sozialisierten Katzen dazu:
    Ich wollt ja nicht, aber ..

    Und weil ich wusste Travis muss uns vorzeitig verlassen und Luke brauchte nen Raufkumpel, kam Freddy 2 Jahre alt dazu...

    Heute suche ich Katzen also anders aus.
    So das sie zu mir in unser Leben passen. Alter/Optik egal..es muss passen.
    Natürlich kann hier keine Katze her, die sehr viel Raum für sich braucht ..das würde sofort in die Hose gehen. Also eine neue Lucy würde hier leiden..
    Denn Raum kann ich derzeit nicht bieten.
    Würde ich anders Katzen aussuchen, dann könnte es mir auch passieren..wird es aber nicht..

    Alles was bleibt ist das Restrisiko das der Nasenfaktor nicht passt oder das die Jungkater sich nochmal anders entwickeln..was nicht völlig ausgeschlossen ist, wobei Luke 2 Jahre alt und ich denke der bleibt dann auch so..

    In meiner Restfamilie und bei vielen Freunden ist es nicht anders..es gibt keine Einzelgänger, bei niemandem....aber wir haben eine alte Katzendame, die manchmal sich bedrängt fühlt von den zwei Katern die Jünger sind, aber die sind eh meist draussen und so entspannt sich vieles.
    Wären diese in einer Wohnung würde das sicher nicht klappen.


    Ich bin sicher es gibt Katzen die viel Raum fürn sich beanspruchen und denen es auch reicht wenn der Nachbarskater weit weg ist. Könnte man fragen wann er denn kastriert wurde, wie lang er bei seiner Mama war..man muss aber nicht alles analysieren....und wenn Katzen draussen sein dürfen relativiert sich eh vieles.

    Wichtig ist doch für jeden der Katzen liebt zu wissen, das GERADE in der Wohnung möglichst Katzen nicht alleine versauern und das Katzenbabies erstmal in Ruhe fertig werden dürfen bevor man sie ausm Wurf nimmt..die werden immernoch viel zu oft mit 8 Wochen verscherbelt weil die Mama nicht mehr stillt oder die Kitten mal weghaut.
    Das dies zur Erziehung dazugehört und laut Entwicklungsbogen Katzen mindestens 13-16 Wochen brauchen um bereit zu sein wollen viele nicht wissen..weil hat man ja immer so gemacht und die Katzen waren ja auch alle ganz normal..

    Ne..sry wenn ich mir ne neue Katze hole, will ich es heute richtig machen....tue mein Bestes..aber Fehlerfrei wer ist dass schon..

    Ich wünsche jedem "Einzelgänger" ein Haus mit Freigang oder wenigstens einen Menschen der nicht Vollzeit arbeitet, am besten ne Familie wo immer was los ist, nen Balkon..sonst wird das ein sehr tristes Leben..


  5. #4
    Galadriel

    Beiträge
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    Tiere
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    Standard

    Ahso fast vergessen..

    Der Luke den ich mit 5-6 Wochen bekam ist nicht so kontaktfreudig wie meine anderen Katzen.
    Wenn er Freilauf hätte ( ich arbeite dran) dann wäre er sicher den ganzen Tag unterwegs und würde nur zur Begrüßung kurz mit den anderen Katzen in Interaktion gehen.
    Ausser Raufspiele und ab und an putzen lassen von Emmy ist da nicht....er dominiert sie auch sehr gerne, mit besteigen und allem, sie faucht dann und haut ihn manchmal weg. Zum Glück ist sie keine Diva und steckt das weg.

    So ist sein Charakter..ein Kater wie er im Buche steht.

    Wenn man nun oberflächlich schaut könnte man meinen, er ist ein Einzelgänger eher und sie mit ihm überfordert..

 

 
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