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Alte Katze akzeptiert neue Katze nicht

  1. #1
    digitalh

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    Standard Alte Katze akzeptiert neue Katze nicht

    Huhu!

    Wir haben folgendes Problem. Bis vor einigen Wochen waren wir Besitzer von einer Katze (10 Jahre) und eines Katers (7 Jahre). Die beiden haben sich nie wirklich verstanden; wobei man sagen muss, das die Abneigung ausschließlich von der Katze ausging. Beide Tiere wurden übrigens im ersten Lebensjahr kastriert.

    Die Katze war die ersten vier Jahre ihres Lebens eine reine Wohnungskatze. Als dann der Kater im Alter von 4 Jahren dazu kam, ging es los. Sobald der Kater - selbst mit gebührendem Abstand - an
    der Katze vorbei lief, ging die Katze auf ihn los, scheuerte ihm eine und kreischte bzw. mauzte wie verrückt. Der Kater ignorierte das Verhalten der Katze entweder oder ging selbst zum Gegenangriff über und jagte die Katze, so dass diese sich mit einem mörderischen Gekreische aus dem Staub machte.

    Meine Vermutung war, dass das Verhalten der Katze darin begründet ist, dass sie a) so lange alleine war und b) so früh kastriert wurde.

    Leider ist der Kater vor einigen Wochen verstorben. Wie der Zufall jedoch so spielte, kamen wir über einen Bekannten dann zu einer kleinen - 9 Wochen alten - Baby-Katze. Natürlich haben wir im Vorfeld reichlich überlegt, ob der Entschluss, nun eine kleine Katze anzuschaffen, so sinnvoll wäre; haben uns letztlich aber dann doch dazu entschieden, weil wir davon ausgegangen sind bzw. gehofft haben, wenn wir eine Katze statt eines Katers anschaffen und diese noch so klein ist, die Große kein Problem damit haben würde.

    Leider haben wir uns getäuscht. Wir haben sogar den Eindruck, dass das Abwehrverhalten der Katze noch schlimmer geworden ist. Sobald die Baby-Katze auch nur im selben Raum ist, knurrt die Große ununterbrochen. Kommt ihr die kleine Katze zu nahe, kreischt sie - als würde es um ihr Leben gehen - faucht und scheuert der Kleinen eine.

    Selbst wir werden in dieser Situation angeknurrt und angefaucht.

    Gibt es irgendwelche Tricks, wie man die Situation entschärfen könnte? Die Kleine tut uns so leid, weil sie gar nicht begreift was los ist und auch der Großen würden wir gerne helfen.

    digitalh

  2. #1
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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.

  3. #2
    * dien *

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    Hallo,

    zuerst einmal ist die Kombination einer 10 Jahre alten Katze und eines Kittens denkbar ungünstig. Deine Katze hat ganz andere Bedürfnisse als ein Kitten.
    Zudem ist das Kitten zu jung (bitte nur Kitten nehmen, die bis zur 12. Woche oder länger bei der Mutter und den Geschwistern war) und sollte mit mindestens noch einem weitern Kitten oder sehr jungen Tier aufwachsen, um sein Spielbedürfnis zu befriedigen. Weder Du noch Deine alte Katze können das.

    Die Frage die sich mir stellt: Warum habt ihr zu einer älteren Katze, die Gesellschaft anderer Katzen nie mochte ein Kitten geholt?


    Liebe Grüße
    Nadine

  4. #3
    Galadriel

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    Huhu

    Also erstmal denke ich die Abneigung die eure Katze hatte war eher Geschlechtsspezifisch...
    Kastrazeitpunkt spielt dabei auf jeden Fall keine Rolle, eher schon wann man eine Katze aus einem Wurf nimmt und ob sie dann alleine leben muss.
    Zu einer Jahrelangen Einzelkatze einen Kater dazuzusetzen ist jedenfalls oft keine allzu gute Idee, das ist wie Pokern..

    Zu dem Kitten, für das Kitten ist das jetzt wirklich schlimm..
    Mama weg, Geschwister weg und eine Alt Katze die sie doof findet. Das muss geändert werden..

    Bitte..besorgt der Lütten eine andere Katze im selben Alter.

    Das ist für alle das Beste.
    Für die "Alte" sie hat Ruhe kann gucken und Kontakt aufnehmen wie sie es möchte. Ist aber auch einer verspielten Jungkatze nicht hilflos ausgeliefert und das Kitten hat jemand der wie sie spielt und ihr habt in 5 Jahren nicht wieder das Problem Einzelkatze.


    Lies hier mal ein wenig Quer..


    http://www.katzen-fieber.de/artgerec...zenhaltung.php




    LG

  5. #4
    digitalh

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    Hallo Nadine,

    uns ist schon bewusst, dass beide Katzen altersbedingt völlig andere Bedürfnisse haben. Unser Ziel ist es auch nicht, dass beide Katzen die dicksten Freunde werden oder die große die kleine erzieht. Wir möchten einfach nur, dass beide miteinander auskommen.

    Um jedoch deine Frage nach dem "Warum?" zu beantworten: Weil wir - wenn man mal davon absieht, dass die Situation sich nun mal so ergeben hatte - a) wieder eine zweite Katze wollten und wir b) in diesem Zusammenhang davon ausgegangen sind, dass die Konstellation "jung Katze - ältere Katze" weitaus weniger Probleme bereiten würde. Dabei hofften wir unterschwellig auch auf Dinge wie "Welpenschutz" oder "Muttergefühle".

    Und ja, 9 Wochen ist definitiv zu früh. 12 wäre uns auch lieber gewesen. Aber der Bekannte, von dem wir die Katze haben, hätte sie sonst einfach ausgesetzt. Bitte frag mich nicht nach seinen Beweggründen. Es sei nur so viel gesagt: Seine beiden großen Katzen sind nicht kastriert und die Katze hat somit zwischen 2 und 3 Würfe pro Jahr. Es ist ihm - so vermute ich mal - schlichtweg egal. Dementsprechend ausgelaugt wirkt das Tier auch.

    Ich würde zudem auch nicht wirklich behaupten, dass unsere Katze die Gesellschaft anderer Katzen grundsätzlich ablehnt. Wenn sie draußen auf der Terrasse oder im Garten ist, hat sie überhaupt kein Problem damit, wenn ihr Katzen aus der Nachbarschaft einen Besuch abstatten. Sie lässt sie sogar aus ihrem Napf fressen. Bei einem fremden Kater sähe die Sache jedoch wieder anders aus. Daher auch unsere Vermutung, dass es nur am Geschlecht liegen könne.

    digitalh

  6. #5
    digitalh

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    Huhu Galadriel,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Noch eine Kitten ist leider nicht machbar. Unsere Vermieterin würde uns aufs Dach steigen. Gibt es keine andere Möglichkeit? So eine Art "schonendes Heranführen"?

    Ich denke da z. B. an das gegenseitige Abreiben der Katzen mit einer Decke - damit beide so zunächst nur den Geruch der anderen Katze aufnehmen und sich daran gewöhnen können ... oder etwas in dieser Art?

    digitalh

  7. #6
    Galadriel

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    Moin!

    Nein, für das Kitten ist es Quälerei so oder so..egal wie du es machst.
    Es ist einsam, viel zu jung, nichtmal ein Altersgenosse da und das einzige Wesen das so ist wie das Baby selber wird es erstmal abstoßen.

    GUTE Züchter geben nur zwischen der 12ten und 16ten Woche ab, je nach Entwicklung und niemals in Einzelhaft. Weisst du warum? Weil ihnen ihre Tiere wichtig sind und sie nur das Beste wollen.

    Welpenschutz gibt es weder bei Hund noch bei Katzen, da deine Katze schwierig ist wäre es das letzte was ich getan hätte da ein Baby zuzusetzen, eine soziale ältere ruhige Katze oder eben zwei Jungtiere.

    Ich verstehe nicht wieso du nicht vorher dich in Foren infomiert hast?
    Und welcher Mensch gibt eine kleine Kitte in so eine Haltung? Auch unverantwortlich und du hast das noch unterstützt.

    Ich drücke die Daumen das sie sich aktzeptieren und sich irgendwie abfinden/arrangieren mit der Situation.

    Aber beide Katzen tun mir von Herzen leid.

  8. #7
    digitalh

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    Huhu!

    Ich wollte mal Rückmeldung geben, wie sich unsere beiden Katzen so entwickelt haben.

    Nachdem die beiden sich einfach nicht miteinander vertragen wollten, haben wir uns einfach dazu entschlossen, sie beide gemeinsam in eine Transportbox zu sperren. Gefüttert haben wir während dieser Zeit mit einem Löffel - durch das Gitter, wohlgemerkt. Nach vier Tag haben wir dann bemerkt, dass beide Katzen plötzlich schnurrten und sich gegenseitig putzten, woraufhin wir sie dann wieder freigelassen haben. Et voilà - es klappt jetzt prima.

    So, und nun Spaß beiseite. Wir haben die beiden natürlich nicht in eine Box gesperrt. Wir haben einfach beide Tiere über separate Futternäpfe in verschiedenen Räumen gefüttert; die eine im Bad, die andere in der Küche. Nach einer Woche sind wir dann dazu übergegangen, die Katzen gemeinsam - jedoch noch immer über separate Näpfe - in der Küche zu füttert. Nach und nach haben wir die Näpfe dann immer näher aneinander gestellt, bis beide beieinander standen. Mittlerweile fressen sie aus einem einzigen Napf. Es gibt kein Gezanke, kein Gezeter und kein Knurren mehr.

    Zwischen den Fütterungen gab es natürlich nach wie vor Situationen, in denen die beiden aneinander geraten sind. Die Kleine wollte spielen, die Große ihre Ruhe. Also haben wir uns mit der kleinen Katze mehrfach täglich für ca. 20 min. am Stück beschäftigt und sie ordentlich ausgepowert (Laserpointer, Katzenangel, etc.). So konnte sie ihren Spieltrieb ausleben, ohne dass die Große darunter zu leiden hatte.

    Mit den Schlafplätzen/Rückzugsmöglichkeiten sind wir übrigens ebenso verfahren. Mittlerweile schlafen beide gemeinsam auf der Couch oder auf dem Kratzbaum.

    Irgendwann haben wir die kleine Katze dann - die andere ist Freigänger - ebenfalls nach draußen gelassen. Es hat natürlich einige Tage gedauert, bis sie sich in den Garten getraut hat. Eines Tages haben wir dann beobachtet, wie die Große mit einer noch lebenden Maus im Maul auf die Terrasse kam und unablässig tief mauzte. Als die Kleine dann kam, um zu sehen, was da los ist, ließ die Große die Maus fallen und sah zu, wie die Kleine mit ihr spielte. Einige Tage später kam dann die Kleine und hatte selbst ihre erste eigene Maus gefangen.

    Ich möchte anmerken, dass beide Tiere auch jetzt noch keine weltbestesten Kumpels sind. Gegenseitiges Putzen etc. läuft nicht und die Große verzieht sich noch oft, sobald die Kleine ihr zu nahe kommt (schmusen, schnuppern). Aber die Situation ist nun weitaus entspannter und beide Tiere akzeptieren und arrangieren sich und es wird immer besser. Hin und wieder sieht man sogar, wie beide Katzen sich gegenseitig durch den Garten jagen und spielen; wenn auch nur kurz. Die alte Oma ist halt nicht mehr so flott.

    Soviel also zu den Skeptikern, die mir suggerieren wollten, wir seien verantwortungslose Tierquäler. Wenn man sich einfach nur mit den Tieren beschäftigt und sie sich nicht selbst überlässt, dann klappt das auch.

    digitalh

  9. #8
    Galadriel

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    Verantwortungsvolle Menschen würden so nicht Tiere zusammensetzen, auch bei keinem "Züchter" Tiere holen der die so vermittelt und keine unkastrierten Tiere rauslassen..

    Als tierlieber Mensch suche ich Möglichkeiten dem Tier gerecht zu werden in erster Linie und da hätte sich ein EInzelkitten verboten, wennd ann überhaupt zwei Kitten oder ne altersähnlichge/Charakterpassende Katze..aber wenn man lang genug wartet dann arrangieren sie sich ja vielleicht..und hier haben sie sich arrangiert..
    Ich poker nicht so gern auf Kosten meiner Tiere...andere schon..^^

  10. #9
    Galadriel

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    Verantwortunsgvolle Menschen nehmen auch keine Vermehrerkatzen.. Ich vergaß..

  11. #10
    AndreaManuela

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    Hallo, digitalh,

    Mannometer - nach dem ersten Absatz wollte ich schon in die Tasten hauen, weil ich so wütend geworden bin! Ich habs echt geglaubt!!! :-)

    Da hat Du Schwein, dass es jetzt so einigermaßen gut läuft. Sehr gut ist, dass es Freigänger sind. Da muss nicht zwangsläufig eine weitere Katze dazu, die haben dann genug Abwechslung. Ich würde aber trotzdem weiterhin zwei Näpfe hinstellen. Erstmal, damit es gerecht verteilt ist und zweitens, dass Du kontrollieren kannst, wenn eine Katze mal nicht oder wenig frisst (krank oder so). Meine ich jedenfalls....

    Hast Du vielleicht mal Fotos von den beiden? :-)

 

 
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