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Abwarten oder doch ein neues Zuhause suchen?

  1. #1
    Mausilla

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    Standard Abwarten oder doch ein neues Zuhause suchen?

    Ich brauch mal Rat, der Titel sagts ja schon.

    Wir sind ja im September umgezogen, in eine Stadtwohnung mit Balkon. Und haben seitdem mehr oder weniger Probleme mit Artur.

    Eine Zeit lang sah es ja so aus, als würde er sich nun doch mit der neuen Situation arrangieren. Aber seit Januar wird alles wieder schlimmer und langsam sind wir auch teilweise mit den Nerven am Ende.

    Noch mal kurz zum Artur. Ich hab ihn geschenkt bekommen, er sollte ca. 8 Wochen gewesen sein, tippe aber auf etwas jünger. Leider ist er nicht optimal aufgewachsen, sondern lebte mit seiner Mutter und Geschwistern in einer Gartenlaube mit recht wenig Menschenkontakt.

    Er ist auch bei uns immer relativ scheu und schreckhaft geblieben. Anfangs ließ er sich garnicht hochnehmen, jetzt kann man ihn immerhin mal kurz nehmen und von hier nach da setzen. Mehr ist nicht. Er kommt auch nicht auf den Schoß oder
    sowas. Wenn ihm nach streicheln ist, stupst er kurz, läßt sich ein bißchen kraulen und geht dann wieder.
    Hastige schnelle Bewegungen lassen ihn nach wie vor flüchten, obwohl er bei uns nie was Schlechtes erlebt hat.

    Er ist jetzt 6 Jahre. Und bis zu unserem Umzug hatte er Freigang. Wobei er auch jeden Tag drin im Haus war. Meist über Nacht und auch bei schlechtem Wetter oder Kälte wußte er drinnen zu schätzen.

    Wir haben auch immer nur drin gefüttert.

    Nach dem Umzug war er wochenlang nur am rumschreien. Kratzbaum, Spielzeug, Beschäftigungsangebote, Catnip, Feliway. Wir haben versucht es ihm möglichst angenehm zu machen.

    Ging dann auch eine Weile. Er hat viel vom Balkon geguckt oder aus den Fenstern, hat sein Geschrei fast eingestellt, manchmal auch gespielt und wirkte, als hätte er sich dran gewöhnt, nicht mehr raus zu dürfen.

    Seit Mitte Januar wird es kontinuierlich wieder schlimmer. Er miaut laut und ausdauernd. Gern auch nachts. Stänkert ständig die Minou an. Zweimal haben sie sich richtig gehauen.

    Die waren ja eh nie wirklich harmonisch, die beiden. Auf dem Dorf konnten sie sich aber mehr aus dem Weg gehen und es ging. Hier in der Wohnung war anfangs echt Ruhe und ich dachte noch, hier sind beide neu, keiner hat ältere Revieransprüche - Frieden.

    Vorbei.

    Für Artur sind auch die ganz normalen Haushaltsgeräusche problematisch. Mikrowelle, Waschmaschine, sowas. Im Haus hatte er mehr Platz zum ausweichen, ist auch oft in den Garten gegangen, wenn irgendwas an war.
    Ganz schlimm ist staubsaugen. Da verfällt er in Geheul und hat auch schon mehrfach gekotet und gepinkelt. Obwohl ich ihn schon immer aus dem Zimmer aussperre, wo gesaugt wird.

    Was sind Euere Erfahrungen? Besteht noch eine Chance, dass Artur sich doch richtig eingewöhnt?
    Oder wäre es wirklich besser, zu versuchen, eine neues Zuhause für ihn zu finden, wo er wieder raus könnte.

    Und, eh die Frage kommt, wir können ihn hier nicht rauslassen.
    Wir wohnen in der ersten Etage und dürfen auch von draußen am Balkon nichts anbringen, was über den Balkon raus ragt. Nicht mal ne Markise und auch keine Katzentreppe.

    Darüber hinaus würde ich ihn hier in der Stadt auch nicht rauslassen wollen. So schreckhaft wie der ist.

    Das ist alles so schwierig, irgendwas zu entscheiden. Ich hab auch so viele Bedenken, ihn wirklich wegzugeben.
    Vllt. lassen ihn neue Leute zu zeitig raus und er läuft weg, weil er sich noch nicht heimisch fühlt. Vllt. haben neue Besitzer nicht genügend Geduld, ihm Zeit zur Eingewöhnung zu geben. Er ist nun mal kein Schmusekater und geht erstmal nicht zu Fremden.
    Solche Gedanken mache ich mir.

    Andrerseits, wenn es so bleibt wie im Moment, ist er auch nicht wirklich glücklich. Und Minou auch nicht.

    Ich mußte das einfach mal los werden.

  2. #1
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    Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber geworfen? Dieser vermittelt jungen Katzen-Erstbesitzern die Basics der Katzenhaltung - ohne erhobenen Zeigefinger und mit witzigen Fotos. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?

  3. #2
    AndreaManuela

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    Ach Mensch...

    Tja, wie lange wartet man da? Einen Monat? Sechs Monate? Katzen sind ja so speziell... Und mal angenommen, es kehrt wieder Frieden ein, er benimmt sich ruhig, meckert nicht - wer sagt Dir dann, dass das nicht eher Resignation oder Frustration ist?

    Da Du schon selbst in Erwägung ziehst ihn abzugeben - vielleicht der beste Weg. Auch wenn es schwer fällt, aber ich sehe, dass Dir sein Wohl sehr am Herzen liegt.
    Vielleicht kannst Du mal nach "echten" Katzenkennern suchen, die Freigang anbieten können, eventuell über ein Tierheim oder Katzenhilfe (damit DU Dir auch sicher sein kannst, dass er ein gutes Zuhause kriegt).

  4. #3
    Trofu

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    Ich würde versuchen ihm ein neues Zuhause zu suchen...

    Es wird nicht ganz einfach, was wirklich Gutes zu finden, aber ich glaube schon, dass er sehr unglücklich ist...

    Es tut mir sehr leid für dich, ich kann mir vorstellen, wie schlimm das für dich ist.

  5. #4
    Rewana

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    Das hört sich nicht so gut an, versuch ob du ein gutes Zuhause für Ihn bekommst. Vielleicht kann er in das Dorf zurück zu den neuen Hausbesitzern. Versuch doch mal mit denen zu sprechen ob sie bereit wären den Kater zu nehmen und zu versorgen. Evt. kannst du ja anbieten etwas bei dem Futter beizusteuern, dafür bekommst du regelmäßig Rückmeldungen wie es ihm geht.

    Ist jetzt so mein erster Gedanke.

  6. #5
    Mausilla

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    Nein, zurück geht nicht. Das Haus steht leer, wer weiß wie lange noch.

    Der angebliche Eigenbedarf des Vermieters war nur vorgeschoben, denn er will das jetzt wohl verkaufen. Kauft nur keiner.

    Die früheren Nachbarn haben alle selbst Katzen. Sie halten ihre Katzen aber so, wie ich mir das für Artur nicht vorstelle. Die dürfen nicht mit rein. Werden zwar gefüttert, aber sonst... Dorf eben.
    Und auch mit Gesundheitsfürsorge und sowas siehts eher schlecht aus.
    Die meisten sparen sich ja sogar das Geld für die Kastration.

    Da würde er wahrscheinlich in kürzester Zeit verwildern. Er ist zwar freiheitsliebend und nicht so menschenbezogen, aber ab und an braucht er doch seine Zuwendung.

    Ich hab ja meine Katzen doch ziemlich verwöhnt, sie bekommen das Futter, das sie mögen und auch sonst meist ihren Willen. Und wenn eine krank ist, gehts auch zum TA.

    Beim örtlichen TH hab ich mal vorsichtig angefragt. Vermittlungshilfe - eher nur auf dem Papier.
    Die schreibens zwar auf, stellen Interessenten aber nur ihre eigenen Katzen vor. Weil genug da sind. Irgendwie auch verständlich.
    Ich könnte ihn natürlich gegen Gebühr abgeben. Aber das ist keine Option.
    Nicht wegen dem Geld. Aber er zeigt sich nicht, weicht Fremden aus und wäre höchstwahrscheinlich Langzeitinsasse.

    Alles nicht so einfach. Danke für Euer Feedback.

  7. #6
    Galadriel

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    Oh nee...

    Und ich dachte neulich noch daran mal wieder nachzufragen, aber dann irgendwie das keine Nachrichten gute wären..dem ist wohl nicht so..

    Ich lese einen gewissen Leidensdruck raus..bei dir/euch.
    Noch mehr beim Kater....das koten ist schon sehr akut, viel mehr Möglichkeiten hat er kaum zu zeigen das ihm was fehlt.

    Was man noch tun kann ausser vielleicht noch warten bis er sich abfindet weiss ich auch nicht..Bachblüten da stehst du nicht drauf und ich pers glaube auch das in dem Fall wenn er so leidet auch nichts helfen wird..keine Bachblüten keine Sachen aus der Steckdose..pers würd ich es dennoch tun, einfach um alles zu versuchen, aber glauben würde ich nicht mehr daran.

    Du kennst mich, ich könnt das auch nicht mit ansehen..

    So wie du ihn schilderst kann ich ihn mir schon auch auf Höfen vorstellen, egal ob Reiter oder Bauer, wo er einfach sein Tun machen kann, nicht bedrängt wird und einfach selber entscheidet zu wem und wieviel.
    Ich hatte mal die Leonie, selber übernommen von ner Bekannten die Katze ging ihr die Wände hoch, war ein Fundtier und die blöde Katzenhilfe vermittelte damals alles in Whgshaltung nur ..naja , ich dachte Artgenossen und jemand der mehr Zeit und größere Whg hat würde es richten..
    Pustekuchen, ich habs dann keine 4 Monate ausgehalten, die tat mir nur leid, wie sie hier den Fensterkit versuchte wegzukratzen um zu flüchten, auch rumschrie und sowas...
    Zudem war sie Menschenscheu und ich hab schon Wochen gebraucht sie mal anfassen zu können oder mich zu bewegen ohne das sie Stress bekam.
    Ich hatte Glück und über eine Kollegin deren Eltern einen Hof hatten, sie dorthin vermittelt.
    Da durften die Katzen zwar nur ins Vorhaus, aber ich dachte auch eher daran was die Katze wohl wollen würde und das war die Beste Lösung, sie war da echt glücklich und hatte ihren Frieden.

    Wobei ich den Wunsch nach einem ebensolchen Heim wie euren auch nachvollziehen kann, das wäre das Optimum allerdings aufgrund von Dringlichkeit würde ich zumindest die Option mit einbeziehen. Es kostet nichts rumzufragen und sich sowas mal anzusehen und durchzuspielen in Gedanken.

    Ihr wart weiter weg von Hannover oder? Ich könnt sonst anbieten zu helfen beim Vermittlungsgesuch..

    Und ihn ins TH zu geben sehe ich auch als noch mehr Stress an, du kannst auch die kleinen Vereine alle ansprechen ich würde alles versuchen..

    Ach man das ist echt schlimm...und unfair, er hatte ein Traum zu Hause..

    Ich drücke alle Daumen das ihr eine Lösung findet mit der alle glücklich werden!

  8. #7
    Galadriel

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    In der Whg hast du jetzt vermutlich auch das "Katze-Kater Geschlechtsproblem" les ich so raus und er ist viel zu früh von der Mama weg, das kommt sicher noch oben drauf und das ist so Katertypisch bei Frust erstmal ne Runde kloppen..das hat hier noch jeder Kater mehr oder weniger gemacht


    Alles Ärsche..

    Das ist was da hab ich auch keine Lösung zu so wirklich
    Darum zog bei mir ja damals Freddy ein weil Luke das nicht nur einmal die Woche hatte..sondern täglich und ein Tobekumpel hat da auch erstmal für ein paar Monate Ruhe in ihn reinbekommen. Aber dauerhaft war es auch nicht wie du vielleicht weisst..

    Freddy fehlt ja nun wiederum der Raufkumpel seid Luke nicht mehr hier ist, aber hat er das nicht so oft..alle paar Wochen da juckts ihn und Emmy wird durch die Bude gejagd. Und wenn sie nicht aufpasst dann stellt er sie und beisst auch..halt Katerarsch.
    Ich geh da nur zwischen wenns mich nervt dann klatsch ich das ab und dann hol ich den "Da Bird" raus der ist extra nur für die Phase da und dann scheuch ich den Dicken ordentlich.
    Aber wie gesagt er hat das so selten..

    Das sind so Phase wenn man 2 Kater hat dann gehts schon ordentlich zu Sache, Luke und Freddy da flog hier richtig das Fell ab und an und 30 Minuten später wurde wieder nebeneinander gepennt, gefressen und alles.

    Ach Mensch das tut mir echt so Leid..

  9. #8
    Mausilla

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    Wir sind ziemlich weg von Hannover, wohnen jetzt in der Nähe von Leipzig.

    Ganz so schlimm, wie bei Deiner Schilderung, gala, ist es bei uns nicht.

    Der Artur schreit halt viel, das klingt schon unzufrieden. Das mit dem pinkeln und koten ist nur beim staubsaugen. Aber auch die andern Haushaltsgeräusche machen ihm Angst, nur nicht so sehr.

    Er geht jetzt aber nicht die Wände hoch oder kratzt an den Fenstern. Aber er sucht halt irgendwie nen Ausgang. Und miaut dann anfallsweise und ausdauernd.
    Sitzt auch viel (auf dem jetzt doch abgesicherten) Balkon. So ganz am Rand und guckt und guckt.

    Ja, und er nervt halt die Minou, wenn er so drauf ist. Der springt die an und läßt Frust ab.

    Andrerseits, er weiß bequeme Plätze in der Wohnung schon zu schätzen. Wußte er auch im Haus, er war ja nicht ständig draußen.
    Vorhin kam er zu mir auf die Couch, hat sich hingelegt und geschnurrt.

    Ich denke, der Leidensdruck ist noch nicht so hoch, dass er am besten sofort woanders hin muß. Aber ich werd die Suche wohl in Angriff nehmen.

  10. #9
    Mausilla

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    Zitat Zitat von Galadriel Beitrag anzeigen
    und er ist viel zu früh von der Mama weg, das kommt sicher noch oben drauf
    Da hast Du sicher recht. Ich hätt ihn damals garnicht nehmen sollen.

    Mir war damals mein Kater Oskar verschwunden und ich hab den lange mit immer neuen Aushängen gesucht. Und dann stehen da plötzlich Leute aus dem Ort (ich kannt die nur vom sehen) mit dem schwarz-weißen Bündel Katze, ob ich den haben will. Weil meiner doch weg ist. Und der wär noch übrig von dem Wurf.

    Und da hab ich ihn genommen. Obwohl ich bei rationaler Überlegung jedem abraten würde, egal ob bei Hund oder Katze, so ein Mitleids"kauf". Aus mehr oder weniger schlechter Aufzucht.

    Das macht man eigentlich nicht.

  11. #10
    AndreaManuela

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    Nein, das macht man eigentlich nicht. :-) Aber ich denke, wenn Du ihn nicht genommen hättest, wäre er in der Regentonne gelandet...

    Deinem Ex-Vermieter würde ich aber doch glatt noch eins reinwürgen von wegen Eigenbedarf... Zum Kotz....

    Es ist sehr frustrierend. Auch wenn es dem Kater momentan nicht gut zu gehen scheint - ein neues Zuhause sollte in dem Fall, wie Du ja sagst, beides bieten - Freiheit und auch Kuscheln. Das findet man auf dem Land nicht auf die Schnelle. Ich habe gesehen, es gibt eine "IG Katzenschutz Leipzig e.V.". Auch wenn die sicher genug eigenen Tiere zu vermitteln haben, haben sie vielleicht doch einen Rat...

  12. #11
    Mausilla

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    Das mit dem Ex-Vermieter ist auch noch nicht ausgestanden.

    Wir sammeln Belege über die ganzen Unkosten, die uns durch den Umzug entstanden sind.

    Und werden nach angemessener Frist einen Anwalt einschalten, wenn er bis dahin nicht selbst in das Haus eingezogen ist.
    Aber wir haben ja noch Kontakte zu ehemaligen Nachbarn und die haben letztens gesagt, er hats wohl inseriert, zwecks Verkauf.

  13. #12
    Galadriel

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    Da kann man sicher rechtlich noch was machen, wenn ihr da nen Anwalt habt und der Stress euch nicht abrschreckt nur zu, sowas ist unter aller Sau.


    Die Idee kleine Vereine hinzu zuziehen ist auch super.

  14. #13
    Rewana

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    Schade.

    Aber ich drück die Daumen das ihr dem Vermieter noch einen richtigen "Tritt" mitgeben könnt.

  15. #14
    grummelig

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    Wie geht es ihm denn mittlerweile? Habt ihr ihn noch? Habt ihr es mal mit Zylkene versucht? Das hat bei unseren beiden richtig gut funktioniert als wir umgezogen sind. Allerdings waren sie nie Freigänger und sind es immer noch nicht, auch wenn sie jetzt den Platz hätten und sie es wohl auch dürfen.
    Aber damit haben sie es merklich besser weggesteckt.

  16. #15
    Mausilla

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    Ja, wir haben ihn noch. Es ist nicht so einfach, einen älteren Kater, der auch nicht so ein Schmusekater ist, zu vermitteln.

    Man arrangiert sich, seine Krawallattacken sind nicht mehr ganz so häufig und lange. Aber wenn sich DAS neue Zuhause findet, gebe ich ihn weg.

    Irgendwelche Hilfmittelchen haben im übrigen nicht geholfen.

  17. #16
    runaway

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    Frage

    Genau die gleiche Situation, wenn auch nicht ganz so krass wie du (mein Katerle nahm Veränderungen eher stoisch - gelassen hin, aber glücklich, das sah anders aus....) haben wir auch erlebt nach unserem Umzug ins Großstadt - Ghetto....
    Mein Kater war auch immer Freigänger gewesen - und auf einmal war er auf 3 qm Balkon reduziert...... Im Gegensatz zu deinem wurde er eher introvertiert.

    Und mir war klar: Ich muss es schaffen, ihn auch hier im Hochhausghetto an Freigang zu gewöhnen, damit er wieder glücklich wird. Wir hausen im 5. Stock - aber das halbe Treppenhaus hatten wir schon geschafft. Doch dann brach seine Krankheit CNI aus - damit war das Thema Freigang durch.

    Ohne die Krankheit hätte ich weitergemacht. Ich bin absolut kein Typ (ohne hier nun jemanden angreifen zu wollen!) für eine reine Wohnungskatze - ich sehe hier zuviele "Balkonkatzen", die voller Sehnsucht nach draußen blicken, aber eben nicht raus dürfen der Angst ihrer Halter wegen....

    Ok, nun zu dir: Was spricht dagegen, die Katze wieder rauszulassen? Auch da, wo ihr wohnt?

    LG

  18. #17
    Mausilla

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    Hauptsächlich spricht dagegen das Artur sehr scheu und schreckhaft ist. Schon der Weg durch den Hausflur wäre ein Unding. Und wenn der einmal draußen ist, krieg ich den nie wieder.
    Weil er mit der Situation fremde Leute, Hunde, Verkehr komplett überfordert ist.

    Er müßte hier duch den Hausflur, dann stehen wir aber erstmal auf dem Fußweg mit angrenzendem Parkplatz und Straße. Wir müßten ums ganze Haus rum, durch einen Durchbruch, um hinten auf die Wiese und die angrenzenden Gärten zu kommen.
    Da gehen aber auch viele Leute lang, spielen Kinder und sind Gassigänger unterwegs.

    Erfahrungsgemäß läßt er sich in Streßsituationen nicht mehr greifen und kommt auch nicht ran. Auf dem Dorf war das kein Problem, wenn er sich draußen erschreckt hat, haben wir einfach die Tür aufgelassen und irgendwann kam er dann rein. Das geht hier nicht.

    Dazu kommt, dass hier doch entschieden mehr Verkehr ist, als in unserm kleinen Dorf (wo mir trotzdem auch ein Kater direkt vorm Haus überfahren wurde). Und das hier auch immer wieder mal Katzen einfach verschwinden.

  19. #18
    Galadriel

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    Irgendwie glaub ich auch nicht das jahrelang gewohntes Verhalten durch Hormone, Bachblüten oder sonstwas abgemildert wird.
    Aber versuchen kostet nichts und das hast du..Schade. Manchen hilft es manches nicht allerdings gibt es ja schon Untersuchungen bei Tieren zu diesen ganzen Placeboeffekten etc etc und wir Besitzer spielen dabei eine größere Rolle als viele Alternative glauben wollen^^
    Ich bleibe trotzdem ein Fan solcher "Unterstützer"- Mittel, egal was Untersuchungen sagen, schad ja nix..;P..und genau das ist deren Vorteil.

    Sich arrangieren, sich abfinden..klingt nicht schön und ist nicht optimal.
    Aber es bleibt nichts anderes und das ist immernoch besser als ein Tier sonstwohin abzuschieben.

    Den Tierheimen im Umfeld hast du gemeldet das du in der Situation bist und falls sie eine passende Anfrage bekommen auch an dich denken? Manche übernehmen Privattiere auch auf ihre HP.
    Aber was bleibt sonst?

    Das Beste draus machen! Ich bin sicher das tut ihr!

    Der angeblich sehnsüchtige Blick von Blk Katzen ist sehr menschlich interpretiert, man sollte auch die Kirche mal im Dorf lassen.
    Viele Katzen kennen keinen Freigang, viele Katzen haben einen geringen Energielevel und lassen sich in ansprechender Whgshaltung sehr gut halten muss man natürlich einiges für tun. Einfach Blk-Tür aufmachen und Katze glücklich reicht da eben nicht.
    Wir haben 10tausende Katzen in Tierheimen alleine in Deutschland, von den 100tausenden Streunern die keiner will ganz zu schweigen.
    Dazu die dichter werdenen Wohngebiete, es werden immer weniger Katzen in den Genuß kommen ..Traurig aber wahr.
    Ich würde Freigang auch immer vorziehen wenn ich es könnte.
    So bleibt mir als Egoist nur mir Tiere auszusuchen die in Whgshaltung auch zufrieden sind..."dank" der vielen Heimatlosen, der vielen Idioten die ihre Tiere immernoch Nachwuchs bekommen lassen ist im TS immer Nachschub.
    Wenn die Tierheime mal leer sind überdenke ich die Katzenhaltung..

    Da hilft es herzlich wenig Mitleid mit Katzen zu haben die sich sehr wohl gut arrangieren können, der Kater um den es hier geht kann das nämlich wirklich nicht und das ist echt hart für alle Beteiligten.
    Da sieht man den Unterschied leider zu richtigen Whgskatzen und es ist traurig, aber watt mut datt mut.
    Vielleicht irgendwann gibt er ganz auf, dann ist das so..was willste machen so ein Tier aussetzen? Das geht doch nicht, seine Halter lieben ihn und tun alles um die Situation erträglicher zu machen.

    Vielleicht irgendwann kommt eine Lösung daher, ich wünsche es euch Mausi sehr. Eine Lösung mit der auch ihr 2Beiner glücklich sein könnt.

  20. #19
    Mausilla

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    Im TH und beim Katzenschutzverein ist er auf der Homepage.

    Nur - im Interesse von Artur, muß ich ja die Wahrheit angeben über seinen Charakter. Bringt ja keinem was, den als anhänglichen Schmusekater zu beschreiben.
    Aber so wie er ist, macht das seine Vermittlung nicht einfacher.

    Und direkt ins TH geben, kommt nicht infrage. Er ist der Typ Katze, der zum Langzeitinsassen werden würde. Weil er sich nicht zeigt, nicht auf Leute zugeht. Und das hat er nicht verdient.
    Also bleibt er bei uns. Auch wenn er oft nicht wirklich zufrieden ist.

    Wenn ich vor 6 Jahren gewußt hätte, wie alles kommt, hätte ich diesen Kater wohl nicht genommen. Er war ja schon als Kitten so scheu und schreckhaft. Ist wahrscheinlich mit zu wenig Prägung auf Menschen aufgewachsen.

    Minou ist ganz anders. Und sie scheint hier auch zufrieden. Ihr Lieblingshocker und ein Platz an der Sonne auf dem Balkon. Kein Prügelkater mehr, wie das letzte Jahr auf dem Dorf.

  21. #20
    runaway

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    Zitat Zitat von Mausilla Beitrag anzeigen

    Dazu kommt, dass hier doch entschieden mehr Verkehr ist, als in unserm kleinen Dorf (wo mir trotzdem auch ein Kater direkt vorm Haus überfahren wurde). Und das hier auch immer wieder mal Katzen einfach verschwinden.
    Ja, und genau da kommt der Irrglaube ins Rennen (sorry, echt nicht böse gemeint) , dass Katzen an vielbefahrenen Straßen mehr gefährdet sind als auch dem Dorf!

    Meine Stadtkatzen haben ALLE den Straßenverkehr überlebt - weil sie dran gewöhnt waren. Es gab auch mal eine TV - Sendung dazu - leider weiß ich nicht mehr, wo, sorry.

    2 Katzen habe ich aus privaten Gründen zu Bekannten aufs Land gegeben. Sie wurden nicht sehr alt, weil sie überfahren wurden....

    In der TV - Sendung wurde erklärt, warum das so ist: Stadtkatzen rechnen mit Autos, die dort ja permanent fahren. Und sind entsprechend vorsichtig.
    Dorfkatzen lassen diese Gefahr außer Acht, weil alle paar Stunden mal ein Auto kommt........ Und genau das habe ich auch bei mehreren Katzen bitter erlebt.

    Vielleicht erinnert sich hier ja jemand anderes an diese Sendung?

  22. #21
    Mausilla

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    Zitat Zitat von runaway Beitrag anzeigen
    Ja, und genau da kommt der Irrglaube ins Rennen (sorry, echt nicht böse gemeint) , dass Katzen an vielbefahrenen Straßen mehr gefährdet sind als auch dem Dorf!

    Meine Stadtkatzen haben ALLE den Straßenverkehr überlebt - weil sie dran gewöhnt waren. Es gab auch mal eine TV - Sendung dazu - leider weiß ich nicht mehr, wo, sorry.

    2 Katzen habe ich aus privaten Gründen zu Bekannten aufs Land gegeben. Sie wurden nicht sehr alt, weil sie überfahren wurden....

    In der TV - Sendung wurde erklärt, warum das so ist: Stadtkatzen rechnen mit Autos, die dort ja permanent fahren. Und sind entsprechend vorsichtig.
    Dorfkatzen lassen diese Gefahr außer Acht, weil alle paar Stunden mal ein Auto kommt........ Und genau das habe ich auch bei mehreren Katzen bitter erlebt.

    Vielleicht erinnert sich hier ja jemand anderes an diese Sendung?
    Die Sendung habe ich nicht gesehen.

    Aber meine Erfahrung aus gut 10 Jahren Tierschutz in der Stadt sind zig überfahrene Stadtkatzen. Wir mußten die nämlich einsammeln.

    Und möglicherweise rechnen ja Stadtkatzen, die die erste Zeit überleben, mit Autos. Auch Katzen sind ja lernfähig.

    Aber ich möchte nicht unbedingt ausprobieren, wie lernfähig mein scheuer Dorfkater ist.

  23. #22
    runaway

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    Ok, das verstehe ich. Auch ich habe schon viele Katzen gehabt - seit über 50 Jahren. Wie gesagt: In der Stadt wurde keine von ihnen überfahren. Aber ich respektiere natürlich deine Haltung, keine Frage - sorry, ich wollte dich auch nicht verletzen.

  24. #23
    Blubber

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    Ooooooo das hört sich ja so ganz nach meiner Geschichte an.

    Ich muss dir sagen, dass ich selber auch so einen Fall hatte und meine Katze sich überhaupt nicht an die Wohnung gewöhnen kann bzw konnte. Wir haben die Katze aber von meiner Oma übernommen die gestorben ist, deshalb ist uns die Katze sehr wichtig.

    Haben dann nach langen Qualen uns dazu entschlossen, dass wir unsere Wohnung verkaufen und einfach in das Örtchen zurückziehen wo wir waren.

    Ohne Spaß ne, seitdem ist die Katze wie ausgewechselt.
    Geändert von Uromastix (06.07.2017 um 06:26 Uhr)

  25. #24
    Bernleo

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    Ich denke es kommt darauf an ob die Katze oder Kater an dich gewöhnt ist. Ist er/sie das gibt es keine Probleme wenn nicht dann sind die lieben Katzen eher ortsgebunden.

  26. #25
    Mausilla

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    Artur lebt seit gut 6 Jahren bei uns und natürlich ist er an uns gewöhnt. Probleme gibt es trotzdem. Leider.
    Wäre schön, wenn es so einfach wäre.

    @blubber

    Zurückziehen ist aus verschiedensten Gründen keine Option.

  27. #26
    Galadriel

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    Zitat Zitat von runaway Beitrag anzeigen
    Ja, und genau da kommt der Irrglaube ins Rennen (sorry, echt nicht böse gemeint) , dass Katzen an vielbefahrenen Straßen mehr gefährdet sind als auch dem Dorf!

    Meine Stadtkatzen haben ALLE den Straßenverkehr überlebt - weil sie dran gewöhnt waren. Es gab auch mal eine TV - Sendung dazu - leider weiß ich nicht mehr, wo, sorry.

    2 Katzen habe ich aus privaten Gründen zu Bekannten aufs Land gegeben. Sie wurden nicht sehr alt, weil sie überfahren wurden....

    In der TV - Sendung wurde erklärt, warum das so ist: Stadtkatzen rechnen mit Autos, die dort ja permanent fahren. Und sind entsprechend vorsichtig.
    Dorfkatzen lassen diese Gefahr außer Acht, weil alle paar Stunden mal ein Auto kommt........ Und genau das habe ich auch bei mehreren Katzen bitter erlebt.

    Vielleicht erinnert sich hier ja jemand anderes an diese Sendung?
    o o o

    Gut das ich diesen Quatsch erst jetzt lese wo sie weg ist..

    Selten so einen Blödsinn gelesen-

    Katzen die in anderen Ländern in Großstädten überleben schonmal gesehen? Wieviele da verletzt sind und der Rest der es nicht schafft fällt unter "Das überleben des Stärkeren"

    Richtig ist das Katzen von Katzen lernen, egal ob auf dem Land oder in der Stadt. Richtig ist auch das wenn Katzen da leben wo nur einmal am Tag ein Auto durchkommt und das dann am Besten mit Tempo XXX gefährdeter sind als in befahrenern Ecken.

    Aber wer, der in der Stadt lebt hat denn verkehrserfahrene Altkatzen die er werfen lässt um dann zuzusehen wie der Wurf im Stadtverkehr seine Erfahrungen sammelt und 2 von 3 sterben dabei.

    Die meisten Katzen holt man sich ja "extern" und im ersten Lebensjahr werden die meisten Tiere überfahren sagen die Statistiken, was Sinn macht..also muss man sie ein Jahr drin halten, kastrieren sowieso und dann so ein unerfahrenes Bündel in den Stadtverkehr entlassen?
    Echt jetzt, das soll besser sein als auf dem Land zu leben?

    Ne, Mausi handelt schon verantwortungsbewusst so.

    Wir haben hier auch Stadtkatzen, einige..und die Leute sind unverantwortlich so mit dem Leben ihres Tieres zu pokern.
    Ich kenn auch nur eine die das schon seid Jahren so schafft.
    Alle anderen sind irgendwann immer weg, nun kennt man nicht alle Halter und kann raten ob die weggezogen sind oder umgekommen.

    Ach ja und der Verkehr ist ja nicht die Einzige gefahr in Großstädten.....

    Ich hätte fast mehr Angst vor irgendwelchen Arschlöchern als vor Autos und/oder Hunden..und und und

  28. #27
    Mausilla

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    Zitat Zitat von Galadriel Beitrag anzeigen
    Ach ja und der Verkehr ist ja nicht die Einzige gefahr in Großstädten.....

    Ich hätte fast mehr Angst vor irgendwelchen Arschlöchern als vor Autos und/oder Hunden..und und und
    Geht mir genauso.

    Ich lese hier auch immer wieder mal Aushänge. Katze vermißt. Eine wurde mal tot aufgefunden, da war dann in der Lokalzeitung von den Besitzern ein Aufruf, wer Angaben machen kann, ob jemand die Katze mitgenommen hat. Ob irgendwas gesehen wurde. Also ist die nicht einfach so gestorben oder überfahren worden.
    Bei uns gegenüber war auch immer eine Katze. Dann länger nicht mehr gesehen. Ich hab die Besitzerin mal gefragt. Die wurde angefahren und lebt seitdem nur noch drin.

    Oder Leute, die ihrem jungen Hund (weil der ja von allein nicht drauf kommt ), noch zeigen, dass man Katzen auch scheuchen kann.

 

 
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Abwarten oder doch ein neues Zuhause suchen?: Ich brauch mal Rat, der Titel sagts ja schon. Wir sind ja im September umgezogen, in eine Stadtwohnung mit Balkon. ...

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