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Wie schläft man trotzdem?

  1. #1
    Angelina

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    Standard Wie schläft man trotzdem?

    Hi,
    wenn trotz gesammelter Erfahrungen nix mehr hilft, isses ganz schön, mal wieder in die Forumsrunde fragen zu können Hoffentlich wisst ihr Rat?
    „Wir“ sind nämlich Freigänger, verrichten jegliches Geschäft draußen und haben besonders nachts das dringende Bedürfnis, angesichts der vielen vierbeinigen Todfeinde zwischendurch mal ne Runde im sicheren Bett zu verbringen. Die andere Hälfte vom Wir, also ich, nähert sich langsam, aber unaufhaltsam dem nervlichen Kollaps. In guten Nächten werde ich nur sechsmal aus dem Schlaf gerissen. Fenster auf, Fenster zu.
    D.h. je nach Richtung sitzt Giovanni aufrecht draußen auf
    der Fensterbank und trommelt wie ein Hase mit den Vorderpfoten gegen die Scheibe – oder er tanzt auf mir herum, als sei ich ein Trampolin: „Wach auf!“ Wenn das nicht hilft, gibt’s „Kopfnüsse“.

    Klare Frage: Wie kann man Abhilfe schaffen? Er war in seinem ganzen Leben noch nie auf einem Katzenklöchen. Soll ich trotzdem eines besorgen? Nicht zu reagieren, wenn er draußen ist, birgt eine gewisse Gefahr, weil er beim Trommeln auch noch laut brüllt, die Leute im Haus aufwachen könnten. Na das gäbe vielleicht Ärger.
    Ach so: „Trampolin“ und Kopfstöße sind schon das Ergebnis meines Versuchs, einfach nicht zu reagieren, wenn er drinnen ist und raus will. Davor sang er wahre Arien, um mir schließlich direkt ins Ohr zu schreien.
    Aber Giovanni kann doch unmöglich so oft müssen? Denn mittlerweile bleibt das zugelaufene Kerlchen durchaus – wenn er (!) müde ist und ich Termine habe – mal einige Stunden allein in der Wohnung. Okay, der Haken bei Freigängern ist, dass man über den Zustand von Blase und Po kaum Bescheid weiß.
    Angeschnauzt habe ich ihn natürlich schon mehrfach mitten in der Nacht: „Verschwinde! Und lass dich nicht vor neun wieder blicken!“ Logisch, er kommt um fünf Uhr zurück, trommelt die ganze Nachbarschaft aus dem Bett. Sollte ich’s dann auch noch vergessen haben, ihm abends sein Schälchen so aufzufüllen, dass es für mehrere Nachtmahlzeiten reicht, knallt mir sein kleiner, harter Schädel auf die Nase. - Aber sonst ist er lieb.

    Hoffentlich habt ihr die ultimativen Tipps. Alles außer „Wasserpistole“. Das möchte ich wirklich nicht.
    Schon jetzt ein großes Merci
    Angelina

  2. #1
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    Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber geworfen? Dieser vermittelt jungen Katzen-Erstbesitzern die Basics der Katzenhaltung - ohne erhobenen Zeigefinger und mit witzigen Fotos. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?

  3. #2
    Galadriel

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    Hört sich ein wenig nach meinem Luke an, der hat auch nen Dickkopf vor dem Herrn und weiss genau wie er Frauchen mobilisiert..und 5 Uhr ist auch seine Zeit, egal was ich bekomm dann nen Kopf ins Gesicht gedonnert, 6 Kilo springen auf mir rum, Pfote ins Gesicht und wenn garnichts hilft in dei Fensterbank mit dem Rollo spielen..das klackert und davon werd ich verrückt...


    Ich predige immer Katzen ignorieren bei unerwünschtem Verhalten, hat auch 20 Jahre und ein paar Katzen lang gut geklappt.
    Dann kam einer ..DER Kater, der kitzelt bis zum letzten man MUSS reagieren wenn der Fernseher bearbeitet wird...zb...
    Aber jede Art von Aufmerksamkeit..ob Positiv oder Negativ bestätigt/verstärkt.
    Also ignorieren damit kommt man bei solchen Tieren dann nur weit wenn man es 100% durchzieht..ich persönlich kann das nicht immer und ich bin ehrlich, ich werd auch sauer und dann mach ich nen Abbruch das ist Klatschen, dazu ein lautes Nein..Wasserpistole mach ich nicht wegen meiner Technik..hätte ich damals aber gern gehabt als es schlimm war, weil Schreckreize funktionieren bei ihm super..

    Und es hört sich bei euch schon stressig an, für euch Menschen aber auch das Verhalten vom Kater tut einem schon ein wenig Leid ..einen Abbruch mit Wasserpistole willst du warum nicht? Das Tier hat ja jetzt 20 mal mehr Stress mit als wenn man es vielleicht schafft ihn mit Schreckreizen "runterzufahren"? Andererseits finde ich es auch ungünstig das er so garkeine Möglichkeit der Toilette hat, selbst wenn er sie nicht nutzen will..könnt ihr keine Katzenklappe anbringen? Oder habt ihr mal probiert ein offenes großes Klo aus Erde zu machen von draussen?
    Aber ich glaube nicht das es zwingend um die Toilette geht..

    Problem bei euch ist ja nehme ich an das er manchmal darf und manchmal nicht, drum würde ich das einfachste in einer Katzenklappe sehen.

    Die Freigänger in meiner Famile dürfen auch nicht immer raus seid Umzug, aber die werden an verschiedenen Orten im Haus rausgelassen, aber meist das Kellerfenster und wenn einer nervt vorm Kellerfenster wird der Raum verlassen und die Katze ignoriert.
    War wohl nur in der Umstellungsphase ein Problem, da hat einer der Kater wohl auch Terror gemacht weil er seine morgendliche Revierrunde unter der Woche nicht mehr abhalten konnte und für sehr stark territoriale Tiere ist das ein Problem. Der Kater hat jeden morgen die immerselben Abläufe, extrem ausgeprägt und klar für den war die Umstellung doof weil er seinen Gartencheck nicht machen konnte.
    Am Wochenende kann er es aber immernoch und mittlerweile hat er auch aktzeptiert wohl das es nicht immer nach seiner Nase geht...

  4. #3
    Rewana

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    Hallöchen,
    ist es möglich eine Katzenklappe zu installieren oder wäre es eine Option das Fenster anstehen zu lassen und die Rolladen ein Stückchen hoch zu lassen damit Herr kater rein und raus kann so wie er möchte.

    Ansonsten versuche es mit einem Katzenklo, vielleicht nimmt er es ja an.
    Gruß
    Rewana

  5. #4
    Angelina

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    Ooh,
    da habe ich wohl ein paar wichtige Details vergessen, so dass eure Ratschläge ein wenig ins Leere zielten. Katzenklappe ist völlig ausgeschlossen, der Vermieter würde mich killen. Leider ist auch die Alternative, in lauen Nächten bei weit offenem Fenster zu schlafen nur kurzfristig praktikabel. Denn ich wohne wieder neben einem Bauernhof. D.h. morgens ist dann die Bude voll mit fremden Katzen. Und die letzte durch sie eingeschleppte Flohplage reichte mir echt.
    @ Galadriel: Zwei Sätze verstehe ich nicht ganz. Keine Rede davon, dass Giovanni „manchmal darf und manchmal nicht“. Selbst wenn ich ihn an die Wand werfen möchte, stehe ich brav auf, lasse ihn rein und wieder raus, ganz wie der Herr wünschen. Deswegen bin ich ja chronisch übermüdet. Übrigens geht’s tagsüber so weiter. Je nach Wetter und seiner Laune darf ich als Portier dieses noblen Katzenhotels alle 10 Minuten das Bürofenster öffnen.
    Vielleicht ist aus diesem Missverständnis Dein Satz, er hätte Stress erklärlich? Wo hat er denn bitte Stress? Giovanni setzt seinen Willen ja konsequent durch. Allerdings kapiert er schon irgendwie, was die Uhr geschlagen hat, wenn ich streng sage: „Hör auf zu nörgeln, schlaf ne Runde oder genieß die Sonne.“ Er bringt’s nämlich fertig, versucht’s immer wieder, lamentierend vor meinem Schreibtisch zu sitzen und Futter zu verlangen, obwohl seine Schälchen gut gefüllt sind. Ich soll aufstehen, pro forma ein paar Krümel hinzufügen, damit für ihn alles seine Ordnung hat. Doch, das Katerle ist schon sehr speziell.

    Gut Klöchen werde ich mal probieren. Vielleicht auch, lieber wache Nachbarn zu riskieren, als ihn nachts widerstandslos reinzulassen, wenn ihm gerade danach ist? Momentan erfriert er ja nicht, und bevor ich hier einzog, lebte er nur draußen.
    Ach so, die Wasserpistole. Fand ich noch nie prickelnd. Und dieser Kater, der erste, der nicht bei mir aufwuchs, scheint traumatische Erfahrungen gemacht zu haben, ist extrem empfindlich. Wenn ich nur mit einem Karton hantiere oder meine schweren Wanderschuhe anziehe, die auf dem Fliesenboden hallen, flippt er total aus, fängt an zu laut heulen, will nur noch nach draußen. Also mag ich ihn nicht unnötig erschrecken.

    Angelina

  6. #5
    Rewana

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    Schade das es mit einer Katzenklappe so nicht klappt. Da wäre noch die Möglichkeit wenn es ein Kellerfenster oder ein anderes Fenster so umzubauen das du bei Bedarf ein Brett mit einer Katzenklappe einsetzen kannst und bei Bedarf das Brett rausnehmen kannst und das Fenster richtig schließen kannst. Dann könntest du z.B. im Büro das Fenster nachts auflassen,das Brett mit Katzenklappe einsetzen und tagsüber rausnehmen und das Fenster normal schließen. Der Vermieter würde das noch nichtmal merken.

    Überigens gibt es auch Katzenklappen die mit Chips gesichert und gesteuert sind, so können dann keine fremden Katzen rein kommen.

  7. #6
    Angelina

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    Hallo Rewana,
    danke, danke! Das ist wirklich eine tolle Idee. Vor allem der Hinweis auf mit Chip gesicherte Klappen. Heute Nacht das Schlafzimmerfenster mal offen gelassen, in der Hoffnung, dass es niemand außer Gianni merkt. Fehlanzeige. Beim Aufwachen stieg mir der ganz besondere Duft eines potenten Katers in die Nase, der um’s Bett herum gesprüht hatte, im „Wohnzimmer“ lag eine Kätzin in Giannis Korb - und die Küche war „aufgeräumt“. Sämtliche Schälchen leer, die rausgeschleuderten Brekkies bis auf den letzten Krümel verschwunden. Eine „ungesicherte“ Klappe hätte ja den gleichen Effekt
    Der Wermutstropfen vermutlich, dass sie sehr teuer ist? Und müsste ich meinen Kater chippen lassen oder würde ein Halsband mit Anhänger reichen? Klar nicht optimal. Aber es gibt in der ganzen Gegend keinen einzigen Zaun oder Ähnliches, worin er hängen bleiben könnte, total freies Gelände.
    Jedenfalls käme ein solches Brett für’s schmale „Bürofenster“ in Betracht. Das sieht man vom Hof aus nicht, und mit halb herunter gelassener Jalousie könnte es auch in kalten Nächten offen bleiben, so dass gar kein „fensterfüllendes“ Brett für die Klappe nötig wäre. (Keller scheidet aus, alles spielt sich in dieser 1,5-Zimmer-Souterrainwohnung ab.)
    Gianni müsste sich nur daran gewöhnen, dass das „Büro“ auch nachts sein einziger Eingang ist. Könnten wir ja am Tag trainieren, der Schreibtisch steht direkt am Fenster, dass er durch das Loch soll. Und lernfähig, gerade zu versessen darauf, etwas Neues zu lernen ist die kleine Nervensäge durchaus.

    So mache ich’s, welch eine Aussicht, demnächst wieder durchschlafen zu können. Nochmals herzlichen Dank

    Josefine

  8. #7
    Galadriel

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    Huhu

    Jo, es gibt Katzenklappen die über Chips funktionieren, ebenso könntest du versuchen mit deinem Vermieter einen Deal bezüglich der Tür machen?
    Weil das wäre das einfachste ..

    Allerdings wenns auch beim Essen so ein Theater gibt, könntest du auch ein wenig an deinem Verhalten arbeiten und dem Kater ein wenig mehr Struktur und Ruhe durch Konsequenz geben.
    Der scheint ja ziemlich frei zu drehen wenns nicht nach seiner Nase geht und na klar hat er damit Stress..was du schilderst ist neurotisches Verhalten, das machen Katzen nicht die ausgeglichen leben.

    Mein Freddy kam auch mit Neurosen zu mir, auch rumjodeln bis das Napf gefüllt wurde selbst wenn er keinen Hunger hatte und das tat mir immer sehr leid, zudem musste er abnehmen und ich hab Frustartionstoleranz geübt indem ich ihn aus dem Verhalten immer abgelenkt hab mit spielen oder anderer Aufmerksamkeit.
    Aber wenn er rumschrie hab ich ihn ignoriert, bzw genau das nicht gemacht was er wollte.. ich vermute seine Vorbesitzerin hat ihm das antrainiert, er lebte einsam in einem Raum die ersten 2 Jahre da kann man Neurotisch werden als Katze...
    Heute macht er es nur noch selten und ist auch abrufbar aus diesem Verhalten, ohne das ich bei 3 springen muss...er weiss Essen kommt und es gibt noch tolleres als Essen.


    Das dein Kater lieber nach draussen flüchtet wenn dir drinnen mal was umplumpst gibts da nen bestimmten Grund für?
    Bestätigt eigentlich das er sich drinnen und bei dir garnicht so safe fühlt und seine Rückzugsgelegenheiten drinnen ihm nicht so viel geben wie draussen...dabei reisst du dir wie man liest den Arsch auf um ihm gerecht zu werden. Trotzdem reicht es nicht..
    Selbst unseren Tierschutzkatzen, die ziemlich verstört zu uns kamen, kann in der Küche das Leergut um die Ohren fliegen ohne das die 3 Tage beleidigt sind oder wegrennen, die flüchten kurz und kommen dann neugierig wieder und schauen einem beim fluchen zu...sie kennen das aber auch das Frauchen ungeschickt ist


    Ich würd ihm ein offenes Klo kaufen, dieses in eine ruhige Ecke stellen.
    Etwas reinfüllen was er draussen auch benutzt und dort bei Bedarf nach und nach Katzenstreu einfüllen, das er sich dran gewöhnt.
    Dann würd ich mir Rituale ausdenken..
    Ein Beispiel wie wir es machen

    Abends werden sie mit dem Superleckerchen reingerufen und Anfangs gabs dann immer tolle Spielstunde, das das reinrufen positiv erlebt wird und nicht als Eingrenzung zuerst.
    Wenn sie dann wieder raus wollten, blieb die Tür zu und zwar konsequent..rausgelassen werden sie erst nach dem Duschen/Bad morgends, erst fressen dann Tür auf..warum?
    Damit man in Ruhe auspennen kann und die Katzen wissen woran sie sind. Ob man dann um 7 oder um 9 aufsteht ist egal, allerdings die Freigänger werden ab 9 unruhig, zumindest unser Wachhundkater, der MUSS den Garten checken..

    Konsequente an Katzen orientierte positive Rituale also...
    Weil auch wir Menschen Bedürfnisse haben und es doch nichts armseeligeres gibt als Katzen die schon morgends um 5 nach Hunger oder Aufmerksamkeit schreien..das ist Stress fürs Tier und Stress für uns.
    Die pennen weiter wenn man aufsteht und proben nicht den Zwergenaufstand, sie wissen es kommt..
    Das mussten sie natürlich lernen..aber nur so ist entspanntes Zusammenleben ohne Katzenklappe möglich...ob man mal auspennt, krank ist oder andere Zeiten durch Jobwechsel hat ist nun egal.

  9. #8
    Angelina

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    Liebe(r) Galadriel,
    uff, das ist ja ein heftiges Statement, werd versuchen zu erwidern.
    Die Souterrain-Wohnung hat nach draußen zur Terrasse nur zwei Glas-Flügeltüren, ansonsten jede Menge Fenster. Allerdings ist das Haus recht neu, nämlich Kunststoff, alles dreifach verglast. Wenn ich da ne Katzenklappe reinschneiden würde, kostete sie bei Auszug Minimum 700 Euro. Vorher würde der Vermieter mich aber deswegen rausklagen. Just eine Fliegentür vor dem Küchenausgang auf die Terrasse angebracht, damit mir beim Kochen und Lüften nicht immer alle Hoftiere – auch Fliegen und Mücken – reinkommen. Schon da schäumte er.

    Dass Giovanni „neurotisch“ ist, würde ich gar nicht bestreiten, nenne es nur „traumatisiert“. Er lebte etwa sechs Jahre draußen in der Umgebung der benachbarten Höfe. Und die Landwirte sind nicht zimperlich. Da wird getreten, gebrüllt, mit einer langen Peitsche nach den Katzen geschlagen, sogar auf sie geschossen.
    Gut. Kurz nach meinem Einzug vor 2,5 Jahren saß das abgemagerte Kerlchen, verwurmt, verfloht auf meiner Terrasse. Zuerst bekam er nur hie und da eine Mahlzeit. Binnen sechs Monaten hatte er sich daran gewöhnt – immer noch sehr misstrauisch – ein und aus zu gehen, ohne dass es Gefahr oder Bedrohung für ihn bedeutete. Anfassen durfte ich ihn da noch lange nicht. Es ging eher nach dem Motto: „Du tolerierst mich, ich dafür dich.“ Wir lebten irgendwie vorsichtig nebeneinander.
    Nun stell’s Dir bitte mal vor, Galadriel: Ein traumatisierter Kater, der sich selbst nach so vielen Jahren draußen ans Haus gewöhnt, hat natürlich Stress, sobald etwas „Bedrohliches“ passiert, will raus in die „sichere“ Pampa. Bzw. er muss immer das Gefühl haben, hier rein und raus spazieren zu können, wie er möchte.
    Es hat sich schon sehr gebessert. Denn anfangs drehte Gianni völlig durch, wenn er in meinem Bett pennte und der Vermieter nur am Fenster vorbeiging. Irgendwann kapierte er, dass ihm in meiner Anwesenheit von diesem Katzenhasser keine Gefahr mehr droht. Seitdem warnt er mich nur mit seinen viel besseren Ohren, fängt plötzlich an zu knurren. Dann weiß ich gleich, dass der Typ hier mal wieder rumschleicht.
    Die Macke mit Futtern möglichst nur in meiner Anwesenheit sehe ich etwas anders. Dass ihm hier kein Hungertod mehr droht, hat der Kater gewiss schon lange verstanden. Er bunkert nicht mehr, frisst eher wenig, hält seine schlanke Linie. Völlig ohne Restriktionen meinerseits. Im Winter ist er beinahe pummelig, jedenfalls ein wenig rund, zur Sommerzeit dünn.
    Aber Dein Hinweis auf’s Spielen brachte mich drauf, dass Giovanni es eventuell lieber hätte, wenn ich mich mehr mit ihm beschäftigen würde? Wobei wir Spielen mehrfach testeten, nicht so der Hit. Nur sobald ich auf der Terrasse Wäsche aufhänge, Blumen gieße etc., dreht er auf, rollt sich in der angrenzenden Wiese, reißt aus Jux die Handtücher wieder vom Ständer ... Da bin ich quasi mit ihm „auf der Pirsch“.
    Ihn abends mit Superleckerchen reinzurufen, um bis zum Morgen auf Häuslichkeit zu bestehen, wäre eine Utopie – bei diesem Modell. Im Prinzip ist Giovanni nach wie vor ein kaum sozialisierter halbwilder Kater. Alles, was er bisher an Anpassung brachte, eher ne große Leistung.
    ... Übrigens, Galadriel, fällt mir anhand Deiner Schilderungen selbst der verstörtesten Tierschutzkatzen gerade wieder ein, dass ich’s ja selbst 10 Jahre machte. So manche scheinbar sehr scheue Katze hat’s schnell kapiert, aber es gab auch etliche, die man einfach nicht erreichen konnte. Meine große Chance waren damals die eigenen Tiere, die den Zugang herstellten. Wenn so ein Tierchen sich ständig unter’s Bett flüchtete, bei jedem Schritt die Krise bekam, holte sie mein Kater hervor: „He, die ist völlig okay, sie tut nichts. Schau zu: Ich spring jetzt auf ihren Schoß. Siehst du?! Kein Problem. Na hopp, mach’s nach!“ Klappte immer.

    In diesem Sinne
    Angelina

  10. #9
    Rewana

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    Ich habe mal geschaut, chipgesteuerte Katzenklappen liegen so um die 100 Euro. Ich würde wahrscheinlich meinen Kater dann Chippen lassen damit er das Halsband auch nicht verlieren kann oder irgendwo hängen bleibt.

    Würde aber dann das Brett für das ganze Fenster machen, weil es sonst im Winter doch zu schnell kalt wird und auch bei Unwetter evt. Regen oder Schnee reinkommen kann. Außerdem wäre es mir so sicherer und so teuer ist eine Waghausplatte auch nicht.

  11. #10
    Angelina

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    Hallo Rewana,
    schön, dass Du – auch – nachgeschaut hast. So eine teure Klappe plus Chippen sitzt bei meiner kleinen Rente einfach nicht drin. Inzwischen habe ich eine Halsband-Variante bestellt, die im Sonderangebot nicht mal halb soviel kostete. Hoffentlich geht’s gut. Die kleinen Sender für’s Halsband waren recht billig, gleich zwei gekauft, denn am Anfang wird Giovanni sicher versuchen, seinen „Schmuck“ schleunigst loszuwerden. Wiederum ist er zwar sehr anstrengend, aber genauso klug, vorsichtig und erfahren. Sonst hätte er all die Jahre alleine draußen nicht überlebt.
    Das Bürofensterchen zur Terrasse ist durch den Balkon darüber fast drei Meter überdacht. Außerdem keine „Wetterseite“, es kommt nie direkt „über den Berg“, eher von den Seiten. Da passiert nichts. Im Winter ist es auch bei -15° nachts offen (mit heruntergelassener Jalousie), damit wenigstens etwas frische Luft zirkuliert.
    Was „die andere Sicherheit“ angeht, kann man ein großes Brett genauso nach innen drücken wie ein kleineres? Weiter unten im Städtle wäre die Konstruktion gar nicht durchführbar, zu gefährlich, aber hier oben ist es kein Problem. Außer der Technik an sich. Scheint gar nicht so einfach zu sein, dass es in die Fugen passt, ohne gleich wieder rauszufallen? Kann dauern, aber ich werde berichten.
    Josefine

  12. #11
    Rewana

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    Mach Winkel oder solche Riegel dran, von beiden Seiten dann kannst du das Brett einsetzten, die Riegel vorschieben natürlich von innen und außen und das Brett sitzt fest.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Riegel_...inenelement%29

  13. #12
    Galadriel

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    Ach so ein Freigeist ist das..verstehe, das sind meist tolle Reiterhofkatzen, die können tun und lassen wie sie wollen und sich auch die Nähe zum Menschen aussuchen..leider gibts zuviele dieser Katzen und zuwenige nette Reiter und Bauernhöfe, so hat er sich dich quasie irgendwie ausgesucht und da hatte er wohl Glück..


    Die landen oft im TS und werden dann manchmal eingesperrt in Wohnungen gehen dann da die Wände hoch oder resignieren geben sich dem Schicksal hin....hab ich so meine Erfahrungen, mich von so einer Katze leider schon trennen müssen die ich dann auf einen nahen Bauernhof brachte damit der TS Verein sie nicht zurückbekommt..die hat so gelitten bei mir, die brauchte genau so ein Leben und das konnte ich ihr nicht bieten und ein Verbiegen des Tieres kam auch nicht in Frage.
    Sie hatte schon viel geschafft bei mir, vertrauen aufgebaut, sich in die Katzengruppe integriert, mit vielen Alltagsgeräuschen zurechtzukommen.....aber raus wollte sie trotzdem, Wände hochm Fenster kratzen, nächtliches Jammern..und immer wenn ich Besuch hatte hatte sie riesen Stress....ich fand das ist kein Leben für sie und auf nem Hof als kastriertes geimpftes Tier hätte sie es besser. Kann selber wählen, wieviel und oft Kontakt sie will, denn die Landwirte da waren total Katzenlieb...gibt ja auch nette Bauern...manchmal netter als Menschen die Freigänger in kleine Wohnungen sperren wollen..

    Die hat die ersten 2 Wochen unter meinem Bett gelebt, sich eingepisst..aber die war nicht traumatisiert, kein Stück..traumatisiert von dem Leben in das der TS sie zwingen wollte vielleicht.....

    Und deiner man weiss es ja nicht..
    Der hat ziemlich lange gut gelebt ohne Überfluss an menschlicher Liebe, vermutlich fehlten in den Prägephasen menschliche Kontakte und es muss ihn da nur mal einer verscheucht haben, oder seine Mutter war scheu..es kann so vieles sein..solche Katzen sollten mal reden können..
    Ich wette er hat viel zu erzählen und vielleicht wäre man überrascht weil nicht alle schlecht ist aus Katzensicht.
    Als Freigeist der er immernoch in sich ist, will er lieber immer selber entscheiden können, wäre toll wenn das umsetzbar ist und dann dreht er auch nicht mehr durch weil er das Gefühl hat gefangen zu sein.
    Im Alter werden solche Katzen oft auch nochmal bissl anders, er wird sicher NOCH mehr Vertrauen aufbauen dann und öfter die Heimatbasis ansteuern. Auf dem gutem Weg seid ihr ja, viel erreicht habt ihr.

    Bin gespannt wie es dann läuft, berichte mal. Würde mich freuen wenn ihr eine Lösung findet die euch beiden hilft..

  14. #13
    Angelina

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    @Rewana: Die Seite funktioniert bei mir leider nicht. Aber ich verstehe wohl, was Du meinst. Soll ich Dir nicht die Maße schicken, damit Du es für mich baust? Du bist offenbar handwerklich sehr viel begabter als ich. Nach langem Betrachten der Materie kam ich immerhin zu dem Schluss, dass es weniger als halbhoch sein muss, weil die Metall-Teile des Ex-Fliegengitters stören. Aber dessen umlaufende Extra-Fuge ist ganz geschickt. Die würde das Brett an drei Seiten halten. Mit zwei Riegeln könnte nichts mehr schief gehen. Ach wäre es nur schon fertig.
    @Galadriel:
    Ja, solche Erfahrungen habe ich mit dem hiesigen TS Verein auch schon gemacht. Keine Ahnung, was sie sich dabei denken, bisherige „Draußenkatzen“ von Höfen nur noch abzugeben, wenn sie garantiert in der Wohnung bleiben. Und bei Dir ist es gar nicht möglich, sie raus zu lassen? Zuviel Verkehr oder kein direkter Zugang zur Wohnung? Es ist ja schon viel Arbeit, wenn sie nur drinnen sind, nicht wahr?
    In der Hinsicht empfinde ich Giovanni als ausgesprochen pflegeleicht. Er kommt zum Schlafen, Futtern und – selten – Kuscheln rein. Zum ersten Mal kann ich auch mit Kater weg, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen und nervös an baldige Rückkehr zu denken. Denn er sitzt schon ausgehfertig an der Küchentür, sobald ich mich umgezogen habe. Um später, wenn er den Motor meines Wagens hört, gleich wieder zu erscheinen.
    Meine Vermutung geht dahin, dass das knallrote Kerlchen auf dem Hof seiner Geburt – nur 200 m entfernt – als Welpe gleich auffiel, viel zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt wurde, die Kinder mit ihm „spielten“, bis sie das Interesse an ihm verloren. Berührung ist immer noch schlimm für ihn. Und wenn er „knutscht“, dann nie ohne ausgefahrene Krallen/Beißen. Mit Artgenossen kommt er überhaupt nicht zurecht, wird ohne Ende attackiert und untergebuttert. Wobei es teilweise natürlich an seinem jetzigen „Prinzen-Status“ liegen kann. Die Hofkatzen sind ja nicht blöd. Gianni darf rein, bekommt das bessere Futter, sie sollen draußen bleiben.
    Doch, Galadriel, Du hast Recht. Kein Grund zur Klage angesichts dessen, was wir in 2,5 Jahren erreichten. Übrigens muss ich mich bei Dir noch dringend entschuldigen. Weil ich „manchmal darf er und manchmal nicht“ so weit von mir wies. Dabei zuerst geschrieben, dass ich versuchte, ihm seine nächtlichen Allüren durch Nicht-Reagieren auszutreiben. Das war allerdings eine sehr kurze Phase von ein paar Tagen, weil’s nichts brachte. Letztlich schlief ich nur noch weniger.
    In dieser Nacht hat das „Monster“ aber Schelte und sogar einen ultraleichten Klaps kassiert. Nö, er wollte keineswegs ne Runde neben mir pennen, nur mal kurz einen Snack inhalieren. Dafür aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden, wegen eines zweiminütigen „Zwischenstops“, machte mich äußerst ungehalten.
    Galadriel, so etwas versteht er ganz genau, nämlich wenn er den Bogen definitiv überspannt hat. Womöglich müsste ich nur öfter „böse“ werden? Denn an sich tut Gianni aus seiner Sicht alles, um es mir recht zu machen.

    Für heute herzliche Grüße
    Josefine

  15. #14
    Rewana

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    Das Brett kannst du im Baumarkt genau auf Maß schneiden lassen. Du suchst das Holz aus, gibst denen das genaue Maß und fertig ist das Brett. Dann mußt du nur noch die Riegel anschrauben. Allerdings das "Loch" für die Katzenklappe mußt du dann selber reinschneiden, dafür haben die keine Geräte.

    Mir schicken wird wahrscheinlich zu teuer. Dann kannst du besser zum Schreiner in deine Nähe gehen.

    P.S.: Laß das Brett 1 - 2 mm kleiner schneiden wie die Fensteröffnung ist wo es rein soll. Und dann die Kanten gründlich mit Schmiergelpapier abreiben damit es keine Splitter in die Finger gibt.

  16. #15
    Angelina

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    Merci Rewana,
    aus mutigeren Zeiten ist noch alles da. Schleifpapier in sämtlichen Stärken sowieso. Nur keine Stichsäge. Und da hätte ich schon auf den Baumarkt gesetzt. Aber die Idee, einfach in eine örtliche Schreinerei zu marschieren, um den Ausschnitt zu bitten, gefällt mir.
    Hier wären die Maße, an denen ich gerne scheitere, Mathe ein vermintes Gebiet: 55,6 cm ist das lichte Maß von Fugenkante zu -kante. 2,7 cm die Fugentiefe auf jeder Seite, unten 2,8. Exakt 61,3 cm (lichtes Maß) bis zum ersten „störenden“ Metallteil. Kannst Du’s mir denn etwa ausrechnen, wie groß das Brett sein muss, damites sich reinschieben lässt ohne zu schlackern?? Vorab gleich meine Hochachtung. - Die „andere Fugentiefe“ beträgt 1,6 cm, also darf das Brett nicht stärker als 1,4-5 cm sein? À propos „Brett“. Aus Holz bekommt man so etwas nicht in der Höhe und Breite. Keine Wahl außer extra dünner Spanplatte oder Sperrholz.

    Sorgenfalten
    Josefine

  17. #16
    Rewana

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    Ich würde solche Siebdruckplatten nehmen, die gibt es in unterschiedlichen Dicken.

    Dann wäre doch die Größe 55,4 cm mal 61,1 cm bei einer von 1,5 cm. Etwas Platz muß sein sonst sitzt das Brett zu stramm und du bekommst es nicht so leicht rein und raus geschoben.

    Ich mache es mir bei solchen Sachen immer ganz leicht und bau mir das ganze aus dicker Pappe und versuche es damit und mit dem Muster gehe ich dann in den Baumarkt oder zum Schreiner, dann brauchen die nicht messen sondern einfach nur die Kanten zu übertragen. Desweiteren würde ich einfache Schrankgriffe auf die eine Seite schrauben damit ich das Brett besser anfassen kann.

  18. #17
    Angelina

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    Hallo Rewana,
    darf ich mich bei Dir als Lehrling anmelden? Für den „kreativen Sprung“, eine Pappschablone zu fertigen, hätte ich ne Weile gebraucht. Dabei so naheliegend.
    Dafür kann Deine Berechnung nicht stimmen bzw. ich habe es blöd geschildert. Das Brett soll ja in die vorhandenen Fugen. Also lichte Breite des Rahmens plus insgesamt 5,4 cm Fugentiefe. Es muss schmal genug sein, um es einfädeln zu können, aber breit genug, um in den Fugen beidseitig zu halten. In der Höhe einfacher. Aber Pappe gibt’s genug – und die Klappe kommt nicht vor Freitag/Samstag, dann das Wochenende vor dem möglichen Besuch beim Schreiner. Wenn Gianni gut gelaunt ist, gewöhne ich ihn derweil an das Halsband ohne Sender. Sofern möglich auch ohne Schlägerei.
    Siebdruckplatten? Die Wiki-Bibliothek hat doch für jedes Rätsel ne Lösung. In meiner Jugend hießen diese verleimten Schichten Sperrholz. Genau das wollte ich kaufen. Gut zu wissen, dass der Begriff gar nicht mehr gebräuchlich ist.

    ... Schon gibt’s die Katastrophe. Das Katerchen schlief beim Schreiben auf dem Tisch hinter mir, bevor er wusste wie ihm geschah, hatte ich das Probe-Halsband übergestreift. „Locker genug“. Tja, zu locker. Er raste raus, versuchte auf der Terrassenwiese in einem veritablen Veitstanz das Ding loszuwerden, abzustreifen, um sich quasi selbst damit zu strangulieren. Bin hinterher, ein paar Mal bis auf einen Meter rangekommen, aber er rannte nur noch. Er hat’s sich vorne bis auf Kinnhöhe geschoben, hechelte – um endgültig damit bzw. in diesem Zustand zu türmen. Falls ich ihn überhaupt je lebend wieder sehe, ist Chip-Klappe mit Magnethalsband jedenfalls erledigt.

    In dieser Nacht gewiss komplett schlaflos
    Josefine

  19. #18
    Rewana

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    Siebdruckplatten sind sehr wetterbeständig, es ist also keine normale Leimholzplatte.

    Das mit dem Halsband ist doof gelaufen, hoffentlich kommt der kleine zurück und gewöhnt sich doch noch an das Halsband. Sonst bleibt doch nur die Sache mit dem Chip unter der Haut.

  20. #19
    Angelina

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    Acht Stunden nach seiner Flucht klopfte Giovanni nachts ans Fenster, ließ sich völlig erschöpft einfach ins Bett fallen. Im Dunkeln getastet: Er hatte das Halsband immer noch wie den Riemen eines Motocross-Helmes auf dem Kinn, ließ es sich aber nun ohne Gegenwehr zurechtrücken. Den ganzen nächsten Tag verschlief er bzw. war nach kurzen „Klo-Gängen“ gleich wieder da. Das Halsband schien ihn überhaupt nicht mehr zu stören. „Geht also doch“ – die stornierte Bestellung wieder aktiviert. ... Gestern früh kam er prompt ohne Band zurück. Und ich glaube nicht wirklich, dass er es sich doch noch selbst abgestreift hat. Andererseits könnte er allenfalls die Mieter im Hofgebäude nebendran an sich herangelassen haben. Denn dort liegt er manchmal auf der Terrasse in der Sonne, wenn hier wegen Westseite bis nachmittags Schatten ist. - „Man“ sollte also genau mit diesen Leuten mal reden? Nur ist mir recht mulmig bei dem Gedanken. Womöglich halten sie ihn auch für „ihren“ Kater? Das Doppelleben so mancher Fellnase ist ja legendär. Gefüttert, entwurmt, entfloht, wegen Schulter-Abszess nach Biss zum TA gebracht etc. wird er dort jedenfalls nicht.
    Wenn/falls er nachher gut gelaunt heimkommt, versuche ich’s noch einmal mit dem letzten vorrätigen Halsband. Eine etwas exklusivere Ausführung, eigentlich für den Chip vorgesehen.

    Josefine

    PS @ Rewana: Dann kann’s in der Tat nicht nur ein Unterschied im Namen sein zwischen Siebdruck und Sperrholz. Letzteres hält’s draußen nicht lange aus.

  21. #20
    Trofu

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    Was spricht denn gegen eine Klappe für einen implantierten Chip? Halsband käme für mich nicht in Frage.

  22. #21
    Angelina

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    Grüß Dich Trofu,
    nun zunächst ist eine solche Klappe plus Chippen mehr als dreimal so teuer. Ansonsten spricht das Katerle selbst dagegen. Weder bei ihm noch mit mir kommt ein weiterer Tierarzt-Besuch jenseits von Lebensgefahr oder sehr ernster Erkrankung je wieder in Frage. No! Um es allen Beteiligten nur etwas zu erleichtern, müsste man Giovanni mit einem Blasrohr von Weitem außer Gefecht setzen und schnell die medizinischen Maßnahmen einleiten.

    Josefine

  23. #22
    Angelina

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    Hi,
    sollte ich nicht berichten, wie’s sich so entwickelt? Mit Chip-Klappe? Na ihr werdet staunen. An „Bauarbeiten“ in dieser hektischen Woche gar nicht zu denken, gerade mal geschafft, die Klappenverpackung aus dem großen Karton drumherum zu nehmen und zweifelnd die schon etwas klobigen Magnetanhänger zu begutachten, die extra dabei lagen.
    Tja, die Dinger senden offenbar ständig. Als wüsste Gianni genau, was ihn erwartet und dass das Paket für ihn bestimmt war. Man muss nur die Schachtel mit der Chipkarte nebst Magneten auf dem Tisch deponieren, schon hat man den liebsten Kater der Welt. Er geht abends auf die Pirsch, wenn ich ins Bett will, kommt erst beim Morgengrauen zurück = einmal Aufstehen statt 6-10x. Denn nach fünf darf ich gar weiterschlafen. Kein Mucks bis zum Frühstück.
    Genau, dass er im Punkt Mahlzeiten so seine Marotten hätte, erwähnte ich doch auch. Alles plötzlich anders. Wenn er reinkommt, futtert er zunächst sein Tellerchen leer und spricht dann erst artig vor: „Es reicht nicht, könntest du bitte nachlegen?“ Sieht schwer danach aus, als wüsste er, dass ich seinetwegen im Forum Klage einreichte.

    Dies alles natürlich augenzwinkernd, mit den passenden Smileys kenne ich mich einfach nicht aus

    Josefine

    PS: Die Klappe im Brett kommt trotzdem.

  24. #23
    AndreaManuela

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    Das klingt doch ziemlich gut!

    Aber könnte das auch am Wetter liegen? Unsere Streunerin war im Winter nachts meist bei uns im Haus, jetzt, da angenehmere Temperaturen herrschen, will sie nachts unbedingt raus. Auch tagsüber wollte sie - als es noch kalt war - ständig wieder rein, man muss ja seien Füße wieder aufwärmen... rein, raus, rein, raus, miau, miau, miau... :-)

  25. #24
    Angelina

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    Nun, warm ist es hier im Südwesten ja schon länger. Das hinderte Giovanni keineswegs daran, nachts im Stundentakt zurückzukommen. Weiß man’s, was in ihren Köpfchen vorgeht? Und wo sich unsere Streuner herumtreiben? In den letzten Tagen war er ständig in der Nähe, lag viel in einem Terrakotta-Kasten mit Erde auf der Terrasse. Vorgestern Morgen deutete einiges darauf hin, dass es nächtens eine Schlägerei gegeben hatte – jetzt ist das Ding out und Gianni lässt seine Zwischenmahlzeiten aus, kommt erst abends zurück.

  26. #25
    Rewana

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    Vielleicht wird er ja "erwachsen" und hat Verständnis für dich und deine Probleme.

  27. #26
    Angelina

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    Erwachsen in dem Sinne, dass er nach sechs Jahren draußen eigentlich erst zweieinhalb ist? Soviel an Sozialisation nachholen muss?
    Im Moment bin ich heilfroh, dass er das Sender-Halsband noch nicht trägt, sonst würde ich’s mir anlasten, dass er seit 24 Stunden verschwunden ist. (GPS wäre jetzt gut). Was so gar nicht zu Giannis Verhaltensrepertoire gehört. Eben das ganze Tal plus Nebenstrecken kontrolliert. Nirgendwo ein überfahrener knallroter Kater.

    In großer Sorge
    Josefine

  28. #27
    Rewana

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    Ich hoffe mal das er bald wieder nach Hause kommt.

  29. #28
    Angelina

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    Sorry, hab mich in der Aufregung mit dem Usernamen vertan. Giovanni lebt, und einiges deutet darauf hin, dass er nicht freiwillig fast anderthalb Tage verschwunden war. Womöglich in einer Scheune eingesperrt, denn er duftete intensiv nach Heu. Dabei so verstört, dass ich mich gar nicht mehr bewegen durfte, ohne dass er panisch unter den Tisch flüchtete bzw. vor mir wegrannte. Gleichzeitig völlig ausgehungert, drei 100 g-Beutel hat er mittlerweile in erstaunlich kurzer Zeit verputzt. D.h. Gianni war gleich wieder zur Stelle, als er vorhin den Motor meines Wagens hörte. So ist’s normal. Selbst ohne besonderen Hunger kommt er dann sofort, nur um mich zu begrüßen. Oh ja, jetzt hoffe ich, denn klug genug ist er allemal, dass er diesen gefährlichen Ort für eine „kleine Siesta“ in Zukunft meidet.
    Etwas Nettes am Rande: Weiß jemand, wie man „Mäusebraten“ zubereitet? Ein bisschen wenig dran, aber schmackhaft müsste er doch sein, da keine Fleischfresser. Jedenfalls das Ergebnis meines Versuchs, die Hofkatze Elsa kurz zu halten, damit sie uns bitte möglichst nicht mehr belagert. „Tausche Maus gegen TroFu, NaFu wäre mir aber lieber.“ Sie legt mir ihre Beute auffordernd neben das leere Schälchen auf der Terrasse.

    Angelina

  30. #29
    Rewana

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    Ich hoffe du tauscht auch immer schön artig wenn sie sich schon soviel Arbeit macht und Mäuse fängt und dir bringt.

    Schön das er wieder da ist. Leider passiert es öfters das Katzen mal irgendwo eingesperrt sind.

  31. #30
    Angelina

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    Ja natürlich, bei Tieren bin ich bestechlich. Wobei Elsa noch keineswegs der „Hit“ ist. In der alten Wohnung – auch neben einem Gehöft - verschwand eines Tages mein Kater Jakob spurlos. Noch bevor ich ahnte, dass er nicht mehr zurückkommt, tot ist, übernahm eine der sehr menschenscheuen Outdoors meine „Versorgung“. Simple Logik: Mein „Ernährer“ war weg. Sie schuftete sich richtig ab und hatte offenbar eine genaue Vorstellung davon, dass eine so große „Katze“ ne Menge Mäuse braucht, um satt zu werden. Unter acht pro Tag ging gar nichts. Ich kannte die Kätzin schon lange, aber nie vorher (und hinterher) machte sie so etwas Verrücktes.

    ... Gianni hat sich zum Glück beruhigt, bleibt wieder lieber in der Nähe. Nach dem Motto: „Couch ist für ein Nickerchen wohl doch sicherer als Scheune.“ Hätte ich nicht gedacht, dass er es so schnell wegsteckt. Mittags kam er mir schimpfend entgegen. Er verpennte am Morgen meinen Aufbruch – und ich hatte nicht registriert, dass er nach dem Frühstück nicht raus wollte. Kein Malheur, alles „verdrückt“.
    Übrigens, Rewana, inzwischen erkundet, dass sie in unserem Baumarkt auch gleich per Stichsäge den Ausschnitt für die Klappe schneiden. Und Zeit/Muße zum Basteln der Schablone ist „amtlich verfügt“. Vier Tage Hausarrest, weil die einzige Verbindungsstraße ins Städtle voll gesperrt ist. Wenn Gianni derweil mehr als drei Kilo NaFu futtert, gäb’s allerdings einen Versorgungsengpass.

    Entspanntere Grüße
    Angelina

 

 
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Wie schläft man trotzdem?: Hi, wenn trotz gesammelter Erfahrungen nix mehr hilft, isses ganz schön, mal wieder in die Forumsrunde fragen zu können Hoffentlich ...

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