Registrieren

Wird Rübe zum Angsthund?

  1. #1
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard Wird Rübe zum Angsthund?

    Rübe hat schon immer Angst vor Heißluftballons, Drachen und diesen kleinen Ein-Mann-Motorfliegern gehabt. Flugzeuge und Hubschrauber sind ihr egal. Ich habe den Eindruck, dass das immer schlimmer wird. Dort, wo sie auf dem Spaziergang mal ein solches Erlebnis hatte, fängt sie an, an der Leine zu ziehen
    wie eine Irre. Das war sonst nicht so. Ich "betüddel" sie auch nicht, wenn sie Angst hat oder sowas. Ich hab sie dann immer ignoriert, um sie nicht in ihrer Angst zu bestärken.
    Die Hundetrainerin sagte, ich solle Rübe nicht direkt mit diesen Situationen konfrontieren (also keine Schocktherapie), sondern mit viel Geduld abarbeiten. Zum Beispiel haben wir eine Halde, auf der die Leute Drachen steigen lassen. Ich sollte mich also gerade so mit Rübe in die Nähe bewegen, bis Rübe unruhig wird (also grad so im Rahmen) und dort praktisch "verharren", bis Rübe sich beruhigt hat. Und das in ganz langsamen Schritten weiterführen.
    Ich hoffe ich krieg das in den Griff, sonst habe ich echt Angst Rübe ohne Leine laufen zu lassen (sie würde davonlaufen, sobald sich was am Himmel regt...). Habt Ihr ein paar Tipps oder eine Buchempfehlung? Vielleicht ein paar Einzelstunden nehmen?

  2. #1
    Anzeige

    Standard

    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #2
    Mausilla

    Beiträge
    3.529

    Standard

    Ich halte ignorieren von Ängsten nicht für den richtrigen Weg.

    Ich gehe mit Deiner Trainerin mit, den Hund langsam an die angstmachenden Dinge ranzuführen. In einem Abstand, der dem Hund noch erlaubt, wahrzunehmen und zu lernen.

    Zusätzlich arbeite ich mit positiver Motivation. Was aber auch nur funktioniert, wenn der Hund nicht schon vor Angst "dicht gemacht" hat.
    Also, entsprechenden Abstand wählen und nicht nur einfach verharren und abwarten, sondern den Hund zu etwas motivieren, was ihm Spaß macht.
    Rennen, ein Spiel, Futtersuche usw.

  4. #3
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Ja, mit Spielen und ein paar Übungen hab ich sie auch schon abgelenkt - wie Du schon sagst, das geht nur, wenn sie nicht schon dicht gemacht hat. Oft ist es aber so plötzlich, dass ich da keinen "Übergang" sehe, also kaum die Möglichkeit, sie grad noch "zu erwischen". Also wenn ich einen Grund (Ballon etc) schon vorher sehe, dann kann ich das noch abwenden, aber wenn sie wieder ohne Grund in die Luft starrt (früheres Erlebnis), ist das für mich schlecht einschätzbar.

  5. #4
    Rewana

    Beiträge
    3.562

    Standard

    Hallöchen,
    vielleicht hilft es wenn du einen anderen Hund mitnehmen kannst der vor soetwas überhaupt keine Angst hat und da nicht drauf reagiert. Rübe könnte sich von ihm einiges abschauen und außerdem wäre sie durch den anderen Hund abgelenkt.
    Gruß
    Rewana

  6. #5
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Wäre ne Idee. Ich habe nämlich auch beobachtet, dass sie nicht so eine Angst vor einem Knaller (Schuss im Wald) hatte, als wir dort alle gemeinsam von der Hundeschule waren. Sie hat zwar gezittert, das ging aber relativ schnell wieder vorbei.
    Andererseits waren wir auch alle mal zusammen (das erste mal) auf eben besagter Halde (Drachenflieger) und da hat sie vor lauter Panik nichts wahrgenommen, nicht mal die anderen Hunde. Hier müsste genauso langsam herangeführt werden. Ich versuchs auf jeden Fall.

  7. #6
    Phade

    Beiträge
    968

    Standard

    Hi,

    ja, ein relaxter Zweithund/Begleithund - oder mehrere die cool bleiben, ist immer hilfreich.
    Einzelstunden bestimmt auch ;-)

    Ich glaube, bei dem "(den Hund bei) Angstverhalten ignorieren" hat sich bei vielen Hundehalten ein Interpretationsfehler eingeschlichen....
    Mir wollte man damals mit meiner Angsthündin (und zwar durch und durch ;-) ) auch erklären, ich solle sie ignorieren.....was dazu führte dass ich selber unentspannt reagierte, vor lauter "Wille zu ignorieren" und die Hündin sich alleine gelasen fühlte (und noch ängstlicher wurde)
    ... habe ich aber für mich gelernt, dass man nicht den Hund, sondern einzig seine momentane Reaktion und die Situation möglichst ignorieren sollte.
    Meine beiden sind sehr mutige Exemplare, alles ist spannend und muss beobachtet werden.

    Die Große hatte Ende letzten Jahres aber recht plötzlich Angstattacken (Knall, "irgendwas" aus heiterem Himmel (???)).
    Ich habe solche Situationen grob gesagt "ausgessen". Angehalten, hingesetzt, Vesper ausgepackt (alles ganz normal und ohne tüditü), Hunde (wie gewohnt) abliegen lassen, gegessen .... Das Zittern ignorieren, aber sonst ganz normal mit dem Hund umgehen.
    Jedem Bissen hinterhergucken während ich futtere ist auch eine ganz akzeptable Ersatzhandlung (auch wenn hier mache die Hände über´m Kopf zusammenschlagen - ich teile mein Vesper mit den Hunden. schon immer ;-) - somit betteln sie zwar nicht, warten aber brav und gespannt, bis sie ihren Teil bekommen ;-)
    Was die Große in solchen unheimlichen Situation braucht, ist unbedingt zu verweilen. Wir haben ja nicht immer Vesper dabei - aber dann muss sie gucken und beoabchten (ich erkläre ihr meist noch ein bisschen was dazu - in normalem Tonfall ).

    Wichtig ist, dass DU nicht anfängst "Spannung" zu verbreiten! Kümmere dich nicht um ihre Angst, sondern um sie, biete ihr ganz ruhig und unangespannt ("normal halt") irgendeinen Ersatz für Reaktionen ....... so ein "Picknick" mit Leberwurstbroten ist da echt geeigenet ;-) ).

    Viel Erfolg !

  8. #7
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Tut mir Leid, dass ich jetzt erst antworte - aber Netbook zuhause= eine Katastrophe. Leberwurstbrot ist gut! :-) Aber nur für Rübe, ich esse sowas ja nicht (Vegetarier...). Ich habe jetzt ne dicke Fleischwurst gekauft, die werde ich dann nutzen zum "Abtrainieren". Gestern habe ich sie bespaßt (auf einen Baumstamm springen und so Zeug) und sie hat sich an der STelle nicht mehr ängstlich umgeschaut. Ich hoffe, das ist ausbaubar. Am Sonntag werde ich mal zur "Drachenfliegerhalde" fahren und mich laaaaangsam annähern - mit Wurst und Spielzeug. Übernächsten Sonntag dann noch etwas näher...

  9. #8
    Mausilla

    Beiträge
    3.529

    Standard

    Ich denke schon, es ist ausbaubar.

    Wichtig ist halt, dass Du bei Ablenkung/Bespaßung genau den Zeitpunkt abpaßt, wo Rübe noch ansprechbar und aufnahmefähig ist.

  10. #9
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Mal ein Zwischenbericht. Also der Erfolg hält sich sehr in Grenzen. An bestimmten Spazierweg-Stellen bekommt sie immer noch Angst. Und wenn es knallt - das tut es leider oft (Schießstand in der Nähe) will sie nur noch weg. Sie legt sich zwar nicht mehr sooooo fest ins Geschirr, aber sie zieht. Es gelingt mir dann auch nicht immer, sie daraus zu holen. Oft schon, aber manchmal ist sie wieder so ängstlich, dass sie nicht mal Fleischwurst nimmt... Auch kein Spielzeug... Aber: Sobald ein anderer Hund auftaucht und mit uns zusammengeht, wird sie ruhiger, zwar immer noch nicht völlig entspannt, aber ein ganzes Stück. Oder wenn Nachbarskinder auftauchen und ein Stück mit uns gehen, ist der Knall völlig vergessen.
    Ich habe mich entschlossen, mal mit der TÄ zu sprechen (da müssen wir sowieso am 10.04. hin) und über Bachblüten zu sprechen oder sowas. Widerstrebt mir eigentlich, das Pferd von hinten aufzuzäumen, aber es tut mir in der Seele weh, Rübe so zu sehen...
    Ich habe sogar schon mit Massage bei ihr angefangen (auch die Ohrläppchen) und kraule sie mit so einem komischen Kopfkratzer (sieht aus wie ein kaputter Schneebesen), damit sie generell entspannt.

  11. #10
    Rewana

    Beiträge
    3.562

    Standard

    Ich hoffe das es noch besser wird. Vielleicht findet ihr ja einen souveränen Hund der mit euch spazieren geht bis sie sich dran gewöhnt hat.

  12. #11
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Ja.... Es wird schwer.... Am Samstag: Fehlzündung bei Nachbars Rasenmäher. Rübe ist sofort nach oben gerannt und hat sich unterm Bett versteckt...
    Ansonsten war sie im Garten und gestern bei längeren Spaziergängen sehr entspannt, hat also nicht dauernd um sich geschaut (es hat allerdings auch nirgends geknallt). Die tieffliegenden Gänse beachtet sie jetzt auch nicht mehr (hatte sie ja auch Panik vor). Sie schläft jetzt auch nachts wieder fast bei mir im Arm (sonst unten am Fußende). Vielleicht stärkt sie das auch, ich weiß es nicht...

  13. #12
    discomedusa

    Beiträge
    2.704

    Standard

    Denk mal über Zylkene nach. Könnte in eurem Fall hilfreich sein.

    Ansonsten, auf ins Tierheim und souveränen Zweithung holen


    Im Ernst, beides war für Klara hier der absolute Treffer.

  14. #13
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Ja, ich hab da noch so einen Mitbewohner, der sich gegen einen Zweithund sträubt.... Ich hätte ja gern einen - na geht so. Das ist schon in machen Situationen schwieriger als ein Hund (verreisen z. B.)

    Zylkene wurde mir auch schon von anderer Seite empfohlen. Ich hab ja morgen den TA-Termin und wird die TÄ mal fragen. Momentan ist Rübe draußen total gelassen - aber ich hab's auch nicht knallen hören. Sie schaut sich auch nicht mehr so ängstlich um. Aber ich denke, wenn's irgendwo knallt, ist sie wieder in Panik (ja, und die Sache mit den Drachenfliegern und so Zeug).

  15. #14
    Dalmatiner

    Beiträge
    4.440

    Standard

    Hi!
    Ein Zweithund macht nicht alles einfacher. Nicht das sich dadurch noch andere Probleme auftun.
    Letztendlich kann man sich nicht mehr so intensiv um seinen Ersthund kümmern, denn der Neue will ja auch erstmal
    ankommen und eingenordet werdenDadurch kann es dazu kommen, dass man das Eine oder Andere "schleifen" lässt....
    Aber ich denke das wisst ihr selber, wollte nur nochmals etwas für meine Beitragsstatistik tun

    BTW: Richie ist knalltechnisch auch der reinste Schisser. Benny total entspannt.
    Leider färbt das aber in keinsterweise auf den spanischen Importhund ab, Richie schiebt Panik ohne Ende....(sicher in den Augen einiger hier ein Indiz dafür, dass die Hunde aus dem Ausland einen Schaden haben)
    .....wobei Richie schon "im Knall" unterschiede macht. Sylvester geht garnicht, Jagdsaison geht garnicht, mal mit Luftpolsterfolie im Haus knallen ist hingegen sehr interssant und muss beschnüffelt werden

  16. #15
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Wir hatten ja schon mal zwei Hunde - zwangsweise (also zu Willis Zeiten hatten wir noch den Hund von meiner Mutter für ca. ein Jahr). Also Willi war knalltechnisch auch ein Schisser - nicht aus Spanien, sondern vom Bauernhof...

    Die größte Angst hab ich ja davor, dass sie mal ohne Leine ist und DANN Panik kriegt. Ich bin da schon paranoid und lass sie nicht mehr so oft ohne laufen...

  17. #16
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Gestern habe ich der TÄ alles berichtet. Sie meinte, Zylkene wäre gut, aber auch so Pheromonzeug als Halsband oder für die Steckdose. Aber auch desensibilisieren... Belohnen und Bespaßen halte sie für (oft) nicht angebracht, weil der Hund auch denken könnte, man bestätige seine Angst (oder so ähnlich). Sie sagte auch noch was von Geräusch-CDs... Ich stell mir das aber eher kontraproduktiv vor... Hab auch keine Erfahrungsberichte im Netz finden können. Weiß einer von Euch was darüber? Erfahrungen?

  18. #17
    Trofu

    Beiträge
    278

    Standard

    Für Felix war auch der Tag gelaufen wenn irgenwo ein Schuss gefallen ist. Sylvester hat er Tage vorher und nachher schon nicht mehr gepinkelt oder sonstwie gelöst.Und das obwohl er mit einer völlig relaxedten Hündin aufgewachsen ist, die Raketen spannend fand und der (Gewehr)schüsse gar nichts ausgemacht haben. *schulterzuck* Die "Angst" wurde erst weniger als er nix mehr gehört hat. Das letzte Sylvester mit ihm war das entspannteste *kicher* Poldi dagegen hat null Probleme mit Geräuschen. Man steckt nicht drin und ich glaube man kann auch gar nicht wirklich daran arbeiten. Außer halt in Angstsitutionen für den Hund da zu sein und grad an Sylvester Rückzugsmöglichkeiten zu geben .

  19. #18
    Mausilla

    Beiträge
    3.529

    Standard

    Viel machen kann man wirklich nicht. Zumindest bei Angst vor Geräuschen.

    Bei Angst vor unbekannten Dingen, hat ja Cora auch manchmal, da klappt das gut mit der Ablenkung und langsam ranführen. Wie ich oben schon schrieb.

    Aber die Knallerei...

    Cora war ja die bis zu ihrem 6. Lebensjahr geräuschunempfindlich. Und erst nach einem heftigen Unwetter bekam sie Panikattacken bei Gewitter/Silvester.
    Unsre andern beiden Hunde hatten bei diesem Unwetter auch Angst. Aber nach einiger Zeit hat sich das wieder gelegt. Nur bei Cora nicht.

    Es ist wie bei trofu. Erst seit sie schwer hört, ist alles wieder entspannt. Und das, obwohl wir ja selber ruhig sind und ja auch immer ein oder zwei gelassene Hunde bei uns leben.

    Die Geräusch-CDs haben bei Cora übrigens garnichts gebracht. Die kann sehr wohl unterscheiden, ob das Geräusch aus dem Fernseher/Radio/Recorder kommt oder life ist.
    Was aus der Technik kommt, interessiert nicht.

  20. #19
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Bei Rübe ist das anders. Wenn im TV z. B. ein Feuerwerk ist, kriegt sie auch schon Schnappatmung und läuft davon. Zu Schüssen im TV kann ich jetzt nichts sagen.... Weiß gar nicht...

  21. #20
    michiunger47

    Beiträge
    12

    Standard

    Hast einen exrem ängstlichen Hund. naja ich sag mal Menschen gibts ja auch sone und solche. Denke mal, komplett wirst du das nicht weg kriegen. Steckt eben drin im Hund.

  22. #21
    AndreaManuela

    Beiträge
    2.240
    Tiere
    2

    Standard

    Na, ein klein wenig hat es sich schon gebessert! Neulich beim Spaziergang waren wieder Schüsse zu hören (Schreckschussanlage für die umliegenden Felder) - und Rübe hat es nicht interessiert!!!! Ich war total baff! Im Garten ist sie auch recht entspannt jetzt, wenn es mal knallt. Trotzdem werde ich für Silvester "was" besorgen.

 

 
Verfasse eine Antwort zum Thema Wird Rübe zum Angsthund?

Wird Rübe zum Angsthund?: Rübe hat schon immer Angst vor Heißluftballons, Drachen und diesen kleinen Ein-Mann-Motorfliegern gehabt. Flugzeuge und Hubschrauber sind ihr egal. Ich ...

Ähnliche Themen Wird Rübe zum Angsthund?

  1. Wird Rübe erwachsen?
    Von AndreaManuela im Forum Hunde: Verhalten
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 08.11.2011, 07:04
  2. Rübe hat ins Bett gepinkelt...
    Von AndreaManuela im Forum Hunde: Verhalten
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 30.08.2011, 11:43
  3. angsthund
    Von Nagerliebe im Forum Hunde: Verhalten
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 17.12.2008, 08:06
  4. Ratz & Rübe
    Von RatzundRübe im Forum Regenbogenbrücke
    Antworten: 30
    Letzter Beitrag: 30.07.2008, 13:23
  5. Rübe jagt Filou...
    Von Golo im Forum Kaninchen: Verhalten
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 13.11.2006, 05:43
Ähnliche Themen Wird Rübe zum Angsthund? close
Fauna Top Sites Tier Topliste
Back to Top

Search Engine Optimization by vBSEO ©2011, Crawlability, Inc.