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Körpersprache

  1. #1
    xSantana

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    Frage Körpersprache

    Hallo,

    ich hab da mal eine Frage zur Körpersprache der Hunde.
    Wenn wir mit unserem George auf andere Hunde treffen, gehen seine Ohren und seine Rute sofort steil nach oben. Außerdem sträubt sich bei ihm immer das Nackenfell. Ich hab mal gelesen,
    dass das Sträuben des Nackenfells Unsicherheit wäre. Stimmt das? Aber dann passt ja die Rute nicht dazu, oder?
    Er rammelt die Hunde dann auch meistens und wird entweder zurechtgewiesen oder eben nicht.
    Ein Rüde, den er schon seit dem Welpenalter kennt, hat er auch immer gerammelt, der hat ihn aber immer angeschnauzt und seitdem geht er auch ganz anders auf ihn zu. Rute auf Mittelmaß und Ohren unten. Das Fell sträubt sich aber trotzdem. Meistens jedenfalls.
    Dann gibt es noch einen älteren Labrador, den hat er noch nie gerammelt, aber er geht trotzdem "normal" auf ihn zu. Wieso auch immer.

    Was hat das denn zu bedeuten? Seine Körpersprache? Ist er unsicher oder doch was anderes?
    Würde mich mal interessieren.

    Ich würde mich auf Antworten freuen.

  2. #1
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    Frage

    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #2
    Galadriel

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    Standard

    Liest sich eigentlich garnicht unsicher, sondern eher sich seiner ziemlich bewusst und zielstrebig.
    Mit aufgestelltem Nackenfell und Rute, klingt nicht sehr freundlich, ob es Unsicherheit ist und einfach nur Gehabe oder doch starkes Selbstbewusstsein, ist anhand von geschriebenen Worten natürlich schwer zu beurteilen..und ich bin auch kein Fan davon alles zu analysieren.

    Wichtig ist das du unerwünschtes Verhalten abbrechen kannst und das er in Interaktion mit Artgenossen angemessen reagiert und abrufbar ist..
    Wobei das "angemessen" eine höchst menschliche Auslegung ist, von Hund zu Hund kann das "angemessen" schon massiv ausfallen..muss man eben von Hund - Gegenüber - Situation abhängig machen ..

    Zum Beispiel mein Rüde ist eher Distanzlos aber immer freundlich egal welcher Hund und welches Geschlecht..an der Leine ohne Leine kein Thema....bekommt er ne Ansage vom Hund auch einfach Signale weiss er Bescheid und zieht sich zurück. Hat keinerlei Anspruch auf Stunk.
    Sprich, recht unproblematisch, ich kann ihn überall im Grunde laufen lassen wenns Umfeld zulässt und das schlimmste was er riskiert ist ne Packung fürs wuselig sein und das größte Problem sidn andere Hundebesitzer die immer Angst haben weil er so Klein ist..*augenroll..

    Meine Hündin ist anders, auch eher Territorial unterwegs und je nach Ort und gegenüber muss sie erst bei mir bleiben, weil sie sonst den entgegenkommenden Hund erstmal pauschal einnordet, ist das dann auch noch ne unkastrierte Hündin dann wirds ganz heftig..
    Wenn wir irgendwo in fremden Gefilden sind, ist sie total ruhig und einfach je nach Gegenüber desinteressiert oder Semiinteressiert ^^

  4. #3
    xSantana

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    Standard

    Danke für die Antwort!

    Bisher habe ich gedacht, es wäre nur Gehabe, denn sobald es "ernst" wurde, also er angeknurrt wurde, ist er immer geflüchtet.
    Gestern haben wir einen Riesenschnauzer getroffen, mit dem er sich eigentlich auch immer gut verstanden hat. Die Hunde standen sich dann gegenüber, beide Rute oben und der Riesenschnauzer hat George dann beschnuppert. George wollte das selbe tun und dann hat der Riesenschnauzer ihn angeknurrt. Alles klar, hab ich gedacht, jetzt rennt George gleich wieder weg. Aber nein. Sie knurrten sich dann beide an und gingen für wenige Sekunden bellend und knurrend aufeinander los. Es waren wirklich nur zwei Sekunden, dann hat George wortwörtlich den Schwanz eingezogen und wollte flüchten, doch der Riesenschnauzer hat ihn die ganze Zeit knurrend verfolgt, bis der Besitzer ihn dann wieder einfangen konnte.
    Ist das dann noch Gehabe oder doch ernst? George wollte dann auch nochmal hin, als der Besitzer den Riesenschnauzer an der Leine hatte, aber wir haben ihn dann gerufen und dann kam er auch.

    Er lässt sich eigentlich immer Rufen. Auch wenn er einen Hund sieht, kommt er sofort oder wenn er grade am Spielen ist und man weiter muss.

    Ist es dann so, dass wenn er auf einen anderen Selbstsicheren Hund, es ein Problem werden könnte, weil beide sich beweisen müssen? Oder sehe ich das falsch?

  5. #4
    Mausilla

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    Standard

    Kann es sein, dass Dein Hund noch jünger ist?

    Das klingt mir alles nach Machogehabe, Rumposen und ausprobieren, was so geht.

    Auch dass er im Grunde dann immer klein beigibt, nur mit dem Riesenschnauzer, da wollte er wohl mal austesten. Und der wollte ihn dann seinerseits anscheinend zurechtstutzen.

    Solange man das Verhalten unterbrechen kann, sehe ich kein Problem. Wobei ich dauerndes rumrammeln bei meinen Hunden nicht dulde. Das ist dann doch ziemlich provokativ und kann mal eine gehörige Tracht Prügel nach sich ziehen, wenn er mal an den Richtigen kommt.

  6. #5
    xSantana

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    Standard

    Er ist 10 Monate alt.

    Ich hab mal gelesen und auch oft gehört, dass man das Rammeln eigentlich nicht unterbinden sollte, aber das mit der Tracht Prügel stimmt schon. Also doch lieber unterbinden?

  7. #6
    Galadriel

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    Huhu

    Ich würde auch das individuell entscheiden.
    Hat er Hundekumpels wo die Ebene gleich ist? Da würde ich das zu lassen.

    Meinen lasse ich aufreiten, es sei denn er reagiert nicht falls der andere Hund ne Ansage macht und bei manchen unserer Gassihunde, misch ich mich auch garnicht ein.
    Die kennen sich dann aber die Verhältnisse sind lange geklärt ..
    Aber auf keinen Fall aufreiten lassen wenn der andere Hund dabei merklich Stress hat oder der eigene Hund sich dabei total hochzieht und aufdreht.
    Versuch ein Gefühl zu bekommen, aber am Ende steht über allem das du entscheidest und er aufhört auf Ansage.

    Mit 10 Monaten würde ich sagen, sucht er gerade seinen Platz in der Welt.
    Ich würde viele feste und lockere Hundekontakte suchen, das er viele Möglichkeiten hat sich da auszuleben, aber immer mit dem Auge darauf das er nicht überfordert ist und/oder er andere nicht überfordert.

    Diese "Tracht Prügel" wird oft viel zu menschlich bewertet.
    Ich pers sehe das nicht so eng, ich hab da nen Hund und kein Karnickel, manche Hunde sind sehr massiv in ihren "Ansagen" sieht idR oft heftig aus und passieren tut garnichts wenn die Hunde gelernt haben zu kommunizieren.
    Selbst WENN es mal zu nem Tackern kommen sollte, kann man da auch nur von nem blauen Auge reden..;9
    Mein Rüde wiegt 9 Kilo und spielt oft mit Hunden die das 5fache wiegen, er kassiert schonmal ne Ansagem passiert ist ihm dabei nie was. Ich bin da aber auch nicht zimperlich...

    Ich kenn eine Trainerin, die hat da ein ganz spannendes Video von ihrem eigenem Hund gemacht, vielleicht stellt sie das mal auf Youtube.
    Den Hund hat sie übernommen aus 3ter Hand.. als so typisch heute Standartdiagnose:
    "Angstaggressiv"..
    Wo nach 2 Stunden klar war das da mit Angst garnix ist, aber er sehr massiv mit Hunden ist, dafür klar, unmißverständlich und sehr laut..viel Getöse. Er lebte auf der Strasse, hatte ein eigenes Rudel und wurde leider weggefangen von "Tierschützern"..auch so klassisch heute...irgendwer muss das ausbaden, meist der Hund..
    Sie hat das mal mit einer Kamera gefilmt die auch bei Bewegung sehr deutliche Aufnahmen macht.
    Der Hund gibt Ansagen in Perfektion..ausser viel Sabber ist da nix...was in Echtzeit einem einen Herzstillstand verursacht, sieht in der Aufnahme einfach nur stark aus.

    Er macht ganz einfache klare hündische Ansagen ..nur wir Menschen verlernen leider diese zu lesen...wenn der auf ner Hundewiese laufen würde, da würden alle Kopf stehen..weil weder Menschen noch die wattierten Hunde heute damit umgehen können.
    Meine Hunde haben ganz schnell gelernt und ja ich musste bei meinem kleinem Hund kurz mal weggucken..weils Herz einem doch mal in die Hose geht..aber seid her, sind das dicke Kumpels..völlig klare Positionen. Ganz anders als bei den ganzen Hundebekanntschaften die wir sonst so haben, wo immer dieses "Spielgeplänkel" stattfindet.
    Ist wunderschön anzusehen..aber, sowas geht nur mit Hunden die man kennt/einschätzen kann und wo sich auch Mensch einig ist..

    10 Monate da ist noch viel Arbeit, aber ich beneide dich ein wenig um den jungen Hund..

  8. #7
    Mausilla

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    Zitat Zitat von xSantana Beitrag anzeigen
    Er ist 10 Monate alt.

    Ich hab mal gelesen und auch oft gehört, dass man das Rammeln eigentlich nicht unterbinden sollte, aber das mit der Tracht Prügel stimmt schon. Also doch lieber unterbinden?
    Ich stimme gala zu, man muß es einfach einschätzen lernen. Den eigenen Hund und auch die fremden.

    Vllt. auch in einer guten Hundeschule.

    Rumrammeln und ähnliches kann auch schnell in Mobbing ausarten. Da muß man ein Auge drauf haben, wenn der eigene Hund das "genießt" und kein Ende findet.
    Meine bisherigen Hunde waren da sehr deutlich, die haben derartige Dreistigkeiten nicht geduldet.
    Da gabs dann schon mal Gebrüll für den "dertutnix". Was Hundehalte dann sehr schnell auf die Beine bringt. Obwohl meine noch keinen gefressen haben.
    Eine Hündin neigte im jugendlichen Alter auch zum Mobbing, wenn sie ein passendes Opfer gefunden hatte. Das wurde dann bedrängt, berammelt und belästigt. Ansagen von seiten anderer Hunde kamen zwar an, da hatte sie dann auch Respekt, aber die mußten schon sehr deutlich sein.
    Der hat die "Tracht Prügel" von sozial sicheren Hunden zu eigener Sozialkompetenz verholfen.
    Aber es gibt halt Hunde, die sich (unabhängig von ihrer Größe) nicht wehren können, da muß man dann eingreifen.

    Rosie ist eher ein Opferhund, die beschütze ich auch, weil sie in Panik bekommt, anfängt zu schreien und ihr Heil in der Flucht sucht.

  9. #8
    xSantana

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    Standard

    Dann werden wir das so machen.

    Danke für eure hilfreichen Antworten!

 

 
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