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Hund springt Menschen an

  1. #1
    Ariane2805

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    Standard Hund springt Menschen an

    Hallo liebe Community,
    meine Oma hat einen 9 Jahre alten Tibet Terrier. Er ist allerdings sehr unerzogen. Er durfte im Prinzip 8 Jahre lang Freunde und Familienmitglieder anspringen. Es wurde zwar geschimpft, aber nie konsequent dagegen was unternommen. Nun muss er es aber lernen, da er meine Oma umgeschmissen hat und sie dadurch verletzt wurde. Ich kann aber nur einmal die Woche mit ihm trainieren. Mein Ziel ist es, dass
    der Hund bellt, wenn wer an der Tür ist und auch zur Tür geht (Er ist ein Wachhund), er aber dann auf Kommando meiner Oma ruhig ist und den Besuch nicht anspringt.
    Ich weiß nur nicht so wirklich, wie ich das umsetzen kann. Bis jetzt läuft es so ab, dass er bellt und zur Tür läuft, meine Oma ihn dann zur Küche zerrt bei neuem Besuch und er dann da raus kommt, sobald der Besuch drin ist und ihn dann anspringt oder, wenn Familie kommt, dann darf er im Flur bleiben und springt einen an, sobald man drin ist. Wenn man dann "sitz" sagt, dann sitzt er auch, aber sobald man fein sagt, springt er wieder hoch oder spätestens, wenn man ihn nicht mehr anschaut.
    Hättet ihr eine Trainingsidee? Ich hab mir überlegt, dass man ihm das Komando "sitz" gibt, die Tür öffnet und sobald er aufsteht, die Tür wieder zu geht, sodass er lernt, wenn ich mich bewege, dann kommt der Besuch nicht rein. (Der Besuch ist für ihn was ganz tolles, weil dann mit ihm immer gespielt wird). So würde dann villt wenigstens der Besuch schon mal ruhig rein kommen können. Aber mir fällt nichts ein, wie ich ihm das Springen abgewöhne. :/
    LG Ariane

  2. #1
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    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #2
    Mausilla

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    Standard

    Schwierig.

    Da der Hund sein ganzes Leben "Alleinherrscher" war, tun konnte, was ihm paßt, wird er das nicht so einfach aufgeben. Das braucht Konsequenz und Durchaltevermögen.
    Einmal die Woche Training wird keine Erfolge bringen.

    Vor allem, da ich glaube, dass der gesamte Umgang mit dem Hund konsequent umgestellt werden müßte. Dem Hund nur Sitz beizubringen, wird nicht viel ändern. Die Frage ist, ob Deine Oma das durchziehen kann und will.

  4. #3
    Ariane2805

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    Standard

    Naja, als "Alleinherrscher" würde ich ihn nicht betrachten. Es ist halt so, dass der Hund ziemlich wenig Aufmerksamkeit bekommt, daher dreht er so ab, wenn mal wer zu besuch kommt. Meine Oma wird ganz sicher nicht mit ihm trainieren, ist leider so, dafür ist sie nicht mehr mobil genug. Der Hund gehörte ursprünglich meinem Opa. Naja, es kommt aber auch nicht gerade oft vor, dass es Besuch gibt, maximal am WE, wo ich dann mit ihm trainieren könnte. Ansonsten ist der Hund soweit erzogen, er macht also keinen anderen Blödsinn. Abgesehen vom Gassi gehen... Aber das werd ich ihm demnächst abgewöhnen, da ich nun wahrscheinlich mehrmals die Woche mit ihm raus gehen werde. Nur bleibt da keine Zeit für das andere Training, hab nun mal nur ne Stunde pro Tag. :/ Also kann ich da nur am Anfang, wenn ich ihn halt abholen komme, nur kurz probieren, ob es klappt. Von daher wäre ich über Ratschläge der Umsetzung betreffend echt dankbar. Ich kenn mich zwar mit Hunden recht gut aus, aber mit so einem Problem hatte ich es nun mal noch nicht zu tun.
    LG

  5. #4
    Mausilla

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    Standard

    Das Problem liegt darin, dass derjenige der mit dem Hund lebt, sich Respekt erarbeiten muß.

    Der Hund Deiner Oma betrachtet sich als "Boß". Du schreibst, er ist Wachhund. Gut und schön.

    Ich bin jetzt nicht so der unbedingte Fan von Rudeltheorien. Aber - im Rudel gibt es Wächter, die vermelden erstmal alles was ihnen wichitg erscheint.
    Nur dann kommt der "Chef" gucken, was los ist und bestimmt über das weitere Handeln. Und die Rudelmitglieder richten sich nach ihm (oder ihr).

    Genau das funktioniert aber bei Deiner Oma und deren Hund nicht. Sonst müßte sie ihn nicht in die Küche zerren, wenn Besuch kommt. Er wacht und sieht sich selbst in der Pflicht zu handeln und zu entscheiden. Und das hat mit Respekt zu tun, weniger mit Erziehung.

    Durch Beschäftigung mit dem Hund kannst Du sicher erreichen, dass er Dich respektiert, bspw. nicht mehr anspringt o.ä.
    Wenn Du allerdings nicht da bist und Oma bekommt Besuch, wird wahrscheinlich alles laufen wie gehabt.

    Deswegen halte ich mich mit Ratschlägen zurück.

  6. #5
    emma_peel

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    Hallo Ariane2805,
    zunächst einmal möchte ich Dir sagen, daß Dich Deine Sorge und Dein Kümmern um Deine Oma sehr auszeichnet. So etwas finde ich schön und auch wünschenswert.
    Das meine ich wirklich ernst - deshalb nimm`es mir doch bitte nicht übel, wenn ich hier einige Fragen aufwerfe, die den Hund betreffen...

    Also gut, Deine Oma hat den Hund quasi wie ein Relikt aus alten Zeiten, als der Opa noch lebte. Der Opa hatte den Hund "angeschafft", Oma kann anscheinend nicht viel mit ihm anfangen, ist selber anscheinend derartig körperlich eingeschränkt, daß sie die grundlegendsten Bedürfnisse des Hundes nicht befriedigen kann. Jetzt komme ich zu dem Punkt, den ich beleuchten möchte:
    Die Bedürfnisse des Hundes
    Wenn diese nämlich keinen Einfluß auf die Überlegungen der "Probleme mit dem Hund" haben, ist es unmöglich, die beklagten Probleme zu lösen.
    Meiner Meinung nach braucht ein Hund Bewegung, Disziplin und dann Zuneigung. Das ist die Reihenfolge - leider weiß ich aus meiner Erfahrung, daß ältere Menschen besonders stark dazu neigen, ihre meist vorhandenen Defizite in den ersten beiden Punkten "Bewegung" und "Training bzw. Diziplin" einzig und allein mit Zuneigung (zu dem auch Futter zählt) ausgleichen zu wollen.

    Ich sage es klar: Dies soll nicht gegen ältere Menschen sprechen, denn die mag ich wirklich gerne - dies soll für die Hunde sprechen, die als fühlende Wesen mit eigenen Bedürfnissen ein Recht auf ausreichende, tägliche Bewegung und geistige Anregung haben. Ob der Hund Deiner Oma diese grundlegenden Dinge bekommt, solltest Du Dich einmal fragen.

    Und, mit Verlaub gesagt, finde ich es nicht richtig, einen unterforderten und gelangweilten Terrier noch zur Alarmanlage des Hauses zu erziehen, aber die weiteren Erscheinungen dieses geförderten territorialen Verhaltens (die bei einem Terrier schon anlagebedingt vorhanden sind) einfach per Wunsch auszublenden. Hier gäbe es doch technische Lösungen, die nur Strom benötigen, aber keine eigenen Bedürfnisse haben. Denn wenn Deine Oma nicht bereit ist, sich mit dem Hund näher auseinanderzusetzen, dann sollte eine Lösung im Sinne des Tieres gefunden werden. Das hätte der Opa sicher auch gewollt...
    Ich schätze, wie bereits gesagt, Dein Engagement für Deine Oma sehr, möchte hier aber einmal die Anregung geben, inwieweit der Tibet Terrier körperliche Auslastung und geistige Herausforderungen (wozu auch Training zählt) braucht, um ausgeglichen genug zu sein.

    Ein Wort zu Deinem "am Anfang (ja wohl des Spazierganges?) kurz probieren, ob es klappt (das Training?!)" - damit kann ich gar nicht viel anfangen, vor allem, wenn Du sagst, Du kennst Dich mit Hunden recht gut aus, aber nur mit so einem Problem nicht...
    Du solltest Dich wirklich an die Reihenfolge von erst Bewegung dann Disziplin halten, denn wenn ein in der Wohnung geradezu kasernierter Hund mit seinem aufgestauten Bewegungsdrang die "freie Welt" erblickt, dann ist dies vielleicht kein Anlaß als der Hundeführer den Kometenschweif am Ende der Leine zu mimen, jedoch sollte die körperliche Energie eines Hundes als Rudeljäger, der von seiner Natur her darauf aus ist, "Meter zu machen", abgebaut werden, während geradezu "by the way" Eure Bindung als Team aufgefrischt wird. Erst dann ist an ersthaftes Training zu denken - so meine Erfahrung.

    Im Übrigen möchte ich nocheinmal unterstreichen, was Mausilla gesagt hat:
    Solltest Du es schaffen, durch ein hundgerechtes Verhalten den Respekt des Tibet Terriers zu erlangen, von ihm als "Boß" (in Hundeaugen wohl doch eher Rudelführer) anerkannt zu werden (im Sinne eines gerechten Geben und Nehmen), dann hat das für den Hund gar nichts mit dem Verhältnis zu Deiner Oma zu tun.
    Anspringen ist rotzfrech und respektlos, bei Hunden eine dominante Geste verbunden mit Aufregung. Wenn darauf nach Menschenart geschimpft wird, ist das aus Hundesicht ein Bellen, also auch Aufregung. So wird die Aufregung eines territorial-dominanten Hundes noch verstärkt, denn die Worte versteht er ja gar nicht.
    Deine Oma wird sich weiterhin "im Gefolge" ihres Tibet Terriers befinden, denn wer die Miete der Wohnung bezahlt, interessiert den Hund nicht. Er merkt nur, inwieweit Führungsqualitäten vorliegen oder nicht und dementsprechend verhält er sich.

    Nun möchte ich Dich nur noch bitten, Dich nicht angegriffen zu fühlen, sondern im Sinne des Hundes positive Änderungen herbeizuführen, welche auch Deiner mit dieser Situation überforderte Oma nützen werden. Artgerecht wäre ein dreimal täglich stattfindender Auslauf...

  7. #6
    Lischen

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    Standard

    Ich denke, da hast Du eine harte Nuss zu knacken. Wenn dass Tier so lange Zeit machen konnte was er wollte, wird es sehr schwer, zumal Du nur an den Wochenenden Zeit hast. Allein aus letzterem Grund halte Dich Dein Vorhaben für nicht durchführbar. Die einzige Möglichkeit die ich sehe, ist wenn die Oma mitmacht bei der Umerziehung.

  8. #7
    MMMB04

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    Also das Problem kenne ichIch kenne jemanden der das gleiche Problem hat.Ich würde ihn an die Leine nehmen wenn er bellt und ihn in eine ruhig-gehorsame Position bringen(Sitz,Platz).Er sollte total entspannt sein und vor allem ruhig.Dann die Tür öffnen,der Hund soll liegen bleiben,wenn er aufspringt wieder hinlegen lassen.Dann kannst du ihn loben(wenn er brav war).Springt er den Besuch an,sag dem,,Menschen"er soll den Hund ignorieren und einfach weiterlaufen.Wenn ihr das immer übt,merkt der Hund irgendwann,das er nicht weiterkommt und benimmt sich .
    Das wichtigste dabei ist Konsequenz und Geduld.
    Es gibt keine Garantie dafür das es klappt,weil jeder Hund anders ist,aber ich drück die Daumen.
    LG

  9. #8
    Lischen

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    Schwierig in dem Alter. Im Grunde, wenn er Sitz, Platz und Bleib kann, könnte man versuchen darauf aufzubauen. Ist nicht neu für ihn, man muss es nur intensivieren und die Dauer ausweiten.

  10. #9
    gerda556

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    Man sollte den Leuten raten, ihr Knie hoch zu machen wenn der Hund einen anspringt. So merken sie, dass es falsch ist.

  11. #10
    Galadriel

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    Kann man machen bringt aber nix

    Besser wäre den Leuten zu sagen den Hund zu ignorieren, auch den kleinen süßen Tuffigen bei Sonnenschein...nicht angucken, erst recht nicht angrabbeln und anquatschen bevor der nicht alle 4e auf dem Boden hat..
    Königsdiziplin....

  12. #11
    AndreaManuela

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    Oh ja. Königsdisziplin. Rübe tut es auch. Es ist zum verzweifeln. Aber die Leute fallen eben immer wieder auf die Süße rein (ochott, ochott, ochott) und Rübe ist dann auch immer wie unter Drogen, wenn sie sich freut.

    Knie hoch, wegschubsen, anschnauzen, ignorieren... Klappt alles nicht. Daher leine ich Rübe an oder lass sie bei Fuß gehen, sobald Leute entgegen kommen. Bei Fuß kann sie. :-)

  13. #12
    Oscar

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    ob es möglich ist, de Hund Manieren durch einmaliges Training in der Woche beizubringen? es ist auch nicht mehr der jüngste und wird sich nicht so schnell ändern :/

  14. #13
    Mausilla

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    Nein, 1 mal die Woche kannst Du stecken lassen.

    Erfolgreiches Training bedarf der Regelmäßigkeit und vieler, vieler Wiederholungen. Bedeutet, nicht 1mal die Woch vllt. 1 Std. üben, sondern mehrmals täglich, dafür nur wenige Minuten, kurze Übungseinheiten.

    Und grad mit dem anspringen, da muß man jedesmal konsequent sein, jeden Tag, immer wieder.

 

 
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