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Welpe, einige Fragen (Leine, Beisshemmung)

  1. #1
    Polarlicht

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    Standard Welpe, einige Fragen (Leine, Beisshemmung)

    Hallo
    Ich bin neu hier und stelle mich/uns daher erstmal vor.
    Wir sind eine vierköpfige Familie mit einer Katze und seit ein paar Wochen einem Hundewelpen (weiblich, 14 Wochen jung). Wir leben in einem Reihenhaus mit Garten.

    Ich habe mich eigentlich wirklich viel belesen, Schatz hatte sein Leben lang Hunde, wir haben uns mit Züchtern und anderen Hundehaltern unterhalten. Wir dachten wirklich wir wären eigentlich gut vorbereitet.
    Trotzdem hat sich (mindestens?) ein Fehler eingeschlichen: wir haben eine Flexi gekauft und sie eben auch als Flexi benutzt, also nicht immer festgestellt. Soweit, so schlecht. Nun zieht sie natürlich, wenn die Leine festgestellt ist, oder wir die kürzere, feste Leine benutzen.
    Jetzt habe ich mich dazu nochmal belesen (es ging mir um Leinenführigkeit) und kam auf die Schleppleine. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht in Deutschland lebe, sondern weit im Norden. Mein Schatz kannte das mit den Schleppleinen so gar nicht (es gibt sie aber natürlich auch hier), und hat eben die Flexi gekauft. Ich selbst wie gesagt bin nun auch erst darauf gestossen, dass Schleppleinen besser sind/sein sollen.
    Jetzt möchte ich gerne eine benutzen, und er wird sich jetzt natürlich auch nicht dagegenstellen, versteht aber nicht, wo jetzt der Unterschied sein soll, zwischen einer Schleppleine und einer lang gelassenen, festgestellten Flexi.
    Und wenn ich ehrlich bin, fallen mir die Argumente da dann auch etwas schwer. Wo - ausser im Material - IST denn
    der Unterschied? Wo liegen die entscheidenden Vorteile Schleppi gegenüber der festgestellten Flexi?

    Unsere Hündin ist übrigens ein Arbeitshund (Mischling: sibirischer Husky, Jämthund, norwegischer Elchhund), Schulterhöhe im Moment etwa meine Kniehöhe (was nicht so viel ist, bin ja nur 1,60m, aber sie ist eben auch kein Mini, wenn sie sich auf die Hinterbeine stellt ist sie, inkl. Kopf, ungefähr so gross wie meine 5½jährige Tochter (116cm).

    Weiterhin habe ich eine Frage zur Beisshemmung und zwar: wie lange dauert es in der Regel, bis sie es verstanden haben? Mir ist schon klar, dass das individuell verschieden sein wird, aber gibt es einen Punkt wo man sagen kann: wir machen definitiv etwas falsch?
    Wir haben bisher auf ihr Beissen im Spiel mit quietschen und sofortiger Unterbrechung versucht. In der Regel müssen wir aufstehen und weggehen oder sie gar an die Leine nehmen und erstmal irgendwo befestigen, weil sie einfach hinterherkam und dann eben an den Klamotten rupfte. Das mit der Kleidung hat zum Glück nachgelassen. Wir machen das nun alles schon seit 5 Wochen, aber trotzdem zwickt sie mitunter ziemlich schmerzhaft zu. Wir spielen keine "Körperspiele" mit ihr, sie macht das meistens schon, wenn man ihr nur die Hand zum Schnuppern hinhält oder ihr die Leine anlegt/abmacht. Oder sie knabbert sich halt von ihrem Ende des Spielzeugs zu unserem hin. Ansonsten bekommt sie auch nach dem Essen gern ihre 5 Minuten und flippt dann völlig herum. Ist ja schon irgendwie niedlich, aber sie kommt dann eben auch immer an, zwickt in die Hände und ich denke halt, wenn ich dann anfange mit ihr zu spielen, belohne ich sie ja dafür, daher mache ich das nicht und ignoriere sie, bis sie sich beruhigt. Dann fange ich an mit ihr zu spielen, wenn sie ein Weilchen ruhig war.
    Mit 16 Wochen müssen sie das mit der Beisshemmung gelernt haben, habe ich gelesen. Das sind ja nur noch 2 Wochen, so langsam mache ich mir Sorgen, was ich wohl falsch mache (am Hund wird es ja nicht liegen, schliesslich ist sie noch ein Baby).

    Ich finde, dafür, dass sie noch so klein ist, haben wir insgesamt echt Glück gehabt. Sie hat niemals ein grosses Geschäft im Haus verrichtet und war innerhalb weniger Tage grösstenteils stubenrein. Sie kann eine gewisse Zeit allein zu Hause bleiben ohne die ganze Zeit zu jaulen/bellen oder alles zu zerlegen. Sie hat ihren Namen gelernt, und die Kommandos "Sitz" und "Platz", sie hört meist auf "runter" (Sofa, Esstisch und so ) und ohne Ablenkung hört sie auch prima auf "komm" (mit Ablenkung nur, wenn sie die Leckerli-Tüte hört). ich denke also, so richtig schlecht läuft es nicht, nur die Beisshemmung macht mir Sorgen und die Frage mit der Leine steht da so im Raum. Sie muss die Leinenführigkeit nun schon recht bald lernen, wenn ich nicht im Wald hinter ihr herfliegen will.

    Ach ja, eins noch. Manchmal klaut die Kleine Spielzeug meiner Kinder. Die Türen zu ihren Zimmern sind meist eh zu und unser Wohnzimmer war vor dem Hund nie so ordentlich wie jetzt *g* , dennoch erwischt die junge Dame das eine oder andere Spielzeug. Oder eine Socke. Oder sie findet doch mal einen Schuh, der den Weg in den Schuhschrank nicht gefunden hat. Oder ein Blatt Papier, das auf meinem Tisch herumliegt... oder oder oder. Wenn ich nun möchte, dass sie es mir gibt, wird sie es nicht immer einfach so loslassen. Wenn ich aber tauschen will, gegen ein Leckerli, dann muss ich nur Richtung Leckerlis laufen oder die Tüte in der Hand haben und sie lässt den Gegenstand los und kommt angerannt. Ist ja ganz nett und einfach, solange Leckerlies da sind, aber irgendwann muss sie ja auch lernen ohne Leckerli loszulassen und ich frage mich gerade, wie ich ihr das beibringen soll. Ich habe das Gefühl, dass sie "Loslassen des Gegenstandes" so gar nicht mit dem Leckerli in Verbindung bringt. Sie sieht, wie ich Richtung Küche/Wohnzimmerregal laufe und kommt schon angelaufen - könnte ja etwas zu fressen geben.

    Entschuldigt bitte das Endlosposting, ich nehme es niemandem übel, wenn er ihn nur überflogen hat. Wenn (trotz des langen Textes) noch irgendwelche Fragen offen sind, einfach fragen. Ich schicke jetzt erstmal ab und hoffe, ich habe nichts wichtiges vergessen.

    LG, Polarlicht

  2. #1
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    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #2
    Rewana

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    Hallöchen,
    das mit dem beißen wird sich geben wenn sie die Milchzähne los ist und die bleibenden Zähne hat. Solange sorg bitte dafür das sie genügend Kauknochen hat zum draufrumbeißen.

    Für das Hergeben von Sachen wäre es schön wenn du immer ein Leckerchen in der Tasche hättest und dafür nicht extra zur Küche laufen mußt. Wenn sie es immer ganz toll macht kannst du hinterher auch mal nur loben. Wenn du das Leckerchen gibst mußt du auch ein Kommando dazu geben, z.B. aus, nein, pfui usw. Dann aber immer und alle das selbe Kommando geben. Also, wenn sie etwas hat hingehen, "Aus" (oder was anderes) sagen, Leckerchen gegen den Gegenstand tauschen. Sie sollte hinterher bei dem Kommando den Gegenstand sofort geben, auch ohne Leckerchen. Aber das braucht Übung.

    Mit der Schleppleine kann ich dir leider nicht weiter helfen.
    Gruß
    Rewana

  4. #3
    Beast

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    Ich verstehe die Leinenproblematik, ehrlich gesagt, nicht...
    Die Leinenführigkeit an der kurzen Leine müßt ihr einfach von null auf üben, am besten mehrmals täglich. Der Hund kann schon unterscheiden, ob er im Fuß an der kurzen Leine gehen soll oder ein Freilaufkommando für Flexi oder Schlepp erhält.
    Meine kennen Leine, Flexi und Schlepp, ich kann allerdings null nachvollziehen, warum die Schlepp besser für Leinenführigkeit sein soll. Eine Schlepp ist praktisch, weil sie einem Hund einen großen Radius an der Leine ermöglicht. Außerdem lassen sich damit auf Distanz gut Kommandos umsetzen, die der Hund freilaufend ignorieren würde. Ein Nachteil ist, daß die Schlepp sich viel eher irgendwo verheddert und bei jedem Spaziergang richtig dreckig wird, weil sie häufig Bodenkontakt hat. Es ist dann teilweise schon unangenehm, eine verdreckte oder nasse Leine zu handeln. Schnurartige Schleppleinen verknoten sich auch gern mal und können einem auch tüchtig die Hand verbrennen, wenn man nicht aufpaßt. Ein Hund an der Schlepp läßt sich unvorbereitet nicht so exakt stoppen, wie an der Flexi.
    Wenn einer meiner Hunde übrigens angefangen hat sich in die Leine zu hängen, egal in welche, bin ich immer sofort stehen geblieben. Das hat insbesondere das ziehen an der Flexileine verhindert.

    Zur Beißhemmung kann ich nur sagen, daß ich den Eindruck habe, daß euer Hund einfach mal 'ne klare Ansage braucht. Für mich liest sich euer Verhalten sehr passiv. Bei quietschen und Spielabbruch ist einem selbstbewußten Hund (und ihr habt da theoretisch eine charakterstarke Mischung) oftmals noch gar nicht klar, daß er etwas unerwünschtes getan hat. Wenn er darauf nicht reagiert, muß ein deutliches Stopsignal kommen. Der darf ruhig merken, daß ihr ärgerlich seid! Ich meine nicht, daß ihr ihn anbrüllen oder körperlich strafen sollt, aber der Hund muß merken "Bis hier her und nicht weiter!" und zwar in einer Deutlichkeit, daß ihm die Lust vergeht weiter zu machen.

    Wenn Du mit Leckerchen arbeitest, gewöhn Dir an, einen Futterbeutel am Körper zu tragen oder ausreichend Leckerchen in den Taschen zu haben. Wenn Du immer erst loslaufen mußt, um welche zu holen, ist der Lerneffekt gleich null.
    Wobei mir, gerade beim Kommando "Aus" wichtig ist, daß meine Hunde mir überlassen, was sie da grad im Maul haben - und nicht nur tauschen. Dieses Tauschen kann man imho ganz am Anfang verwenden, um dem Hund begreiflich zu machen, was ich von ihm will. Aber dann hat das auch ohne Tauschangebot zu funktionieren, insbesondere, wenn Hund sich meine Sachen schnappt. Bei Essbarem (oder was der Hund als solches definiert) kann der Tausch gegen Leckerchen dagegen sinnvoll sein.

    Für mich liest es sich teilweise, als wolltet ihr es einfach besonders gut machen und eiert deshalb in manchen Sachen zu sehr rum. Hunde brauchen einfache, klare Ansagen und verläßliche Menschen. Damit meine ich nicht, daß man den Hund lieblos dressieren soll. Aber der Hund muß wissen, was ihr von ihm wollt und er muß wissen, daß ihr diejenigen seid, die Sachen regeln. Dann kommt der Rest von allein.
    Du hast selbst geschrieben, ihr habt da von den Anlagen einen Arbeitshund. Der ist eigenständig genug, sein eigenes Ding zu machen, wenn er nicht weiß, was von ihm erwartet wird.

  5. #4
    Polarlicht

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    Hallo!
    Danke für eure Antworten.

    @Rewana: Das Kommando gibt es immer dazu. Leckerchen dabei haben...ich bin ein Mensch, der keine Taschen hat, wenn er zu Hause herumläuft. Daher liegen die Leckerchen halt auf verschiedenen Regalen im Haus verstreut. *g* Ich werde mir wohl mal so eine tolle 90er-Jahre-Bauchtasche zulegen.

    @Beast: Ja, wir hatten da ein Missverständnis, was den Sinn und Zweck verschiedener Leinen angeht. Also ich habe etwas missverstanden und daher machte es eben auch wenig Sinn. Inzwischen habe ich schon erklärt bekommen, dass die Schleppleine eher dafür da ist "Heranrufkommandos" zu üben. Damit ist die Frage an sich schon aus der Welt, was die Leinenführigkeit angeht. Trainieren, dass sie kommt, wenn man sie ruft und sie frei herumläuft müssen wir aber auch, auch wenn sie im Allag niemals frei herumlaufen kann, ausser in unserem kleinen Gärtchen (hier herrscht generelle Leinenpflicht, ausser auf (eigenen) Privatgrundstücken und auf Hundeplätzen (von denen wir hier keinen haben). Allerdings steht unser Reihenhaus zum Verkauf und dann werden wir ein freistehendes kaufen, mit hoffentlich grossem Garten, da wäre es dann schon sinnvoll, wenn wir sie zurückrufen können. *g* Oder auch, falls sie sich mal losreisst. Dass die Schlepp dreckig wird ist mir egal, ich muss hier eh in 8 von 12 Monaten Handschuhe tragen. Und das Verbrennen durch Zug/Reibung sollte damit ja auch eingedämmt sein.

    Was das Beissen angeht: Sie hat da schon sehr klare Ansagen bekommen. Nur liest man eben überall, man soll reagieren wie ein anderer Welpe es täte und das wäre "quietschen"/aufjaulen und dann das Spiel kurz beenden (damit der Hund versteht dass er da zu fest geworden ist) um dann weiter zu spielen. Das "quietschen", also aufjaulen wird hier nahezu immer zu einem deutlichen "NEIN". Das erste Mal probieren wir halt noch, ob sie es schnallt, dass das Spiel vorbei ist, wenn sie zwickt. Beim zweiten Mal quietschen wir nichtmal mehr, sondern es wird ein deutliches "NEIN" (kein Brüllen) samt vorläufiger Spielbeendigung, spätestens beim dritten Zwicken gibt's ein "Nein" und sie wird aus der Situation genommen, das Spiel ist komplett vorbei. Dass wir sie irgendwo anleinen müssen, damit sie uns in Ruhe lässt und nicht beissend hinterherläuft haben wir zum Glück in den 5 Wochen nur 2x gehabt.

    Zur Leckerchensache nochmal: Ich gehe normalerweise zum Regal OHNE vorher das Kommando zu geben. Wenn sie es nicht merkt, gehe ich dann zu ihr und tausche (mit Kommando). Wenn sie es merkt, lässt sie halt von sich aus los und rennt los zu mir, da gibt's dann auch kein Leckerchen. "Tauschen kann man ganz am Anfang machen" - genau das tun wir ja. Dass wir nicht für immer tauschen werden, ist klar. Nur im Moment reagiert sie auf "Aus" eben so ziemlich gar nicht, somit SIND wir de facto noch ganz am Anfang. Sie scheint einfach nicht zu verstehen, was wir von ihr wollen, wenn wir "aus" sagen. Wir haben da zwei Methoden probiert: einerseits das mit dem Tauschen. Andererseits haben wir versucht mit ihrem Tug-Toy (also dieses komisch verwundene Seil mit Knoten an beiden Enden, keine Ahnung, wie die auf Deutsch heissen) zu spielen. Also eben Tug of War gespielt und irgendwann einfach "Aus" gesagt und aufgehört mitzuspielen, das Ding einfach festgehalten und nicht mehr bewegt. Wenn sie dann *endlich* losgelassen hat, haben wir "Aus" gesagt, sie gelobt und das Ding für sie geschmissen, damit sie es wiederbringt, dann das ganze von vorne. Beide Methoden wurden uns von einer Hundetrainerin empfohlen. Ich nehme aber sehr gerne Ratschläge an, wie man es dem Hund anders beibringen kann. Wenn es gar nicht anders geht, "zwingen" wir den Mund auf, also mit diesem Griff um die Schnauze und dem Drücken an der Seite (NICHT der "erzieherische" Schnauzgriff, sondern einfach nur das Lösen/Öffnen tut mir leid, ich kann's so schwer auf deutsch erklären, mir fehlen da einfach oft die passenden Worte). Wir tauschen auch nicht generell nur gegen Leckerchen, sondern durchaus auch einfach gegen anderes, erlaubtes Spielzeug, aber das funktioniert oft nicht, weil eben das was sie da hat offenbar in den meisten Fällen interessanter ist.

    Wir eiern nicht herum und sind auch nicht inkonsequent oder undeutlich. Wir sind eben nur nicht sicher, wie lange es dauern kann/soll , bis ein Hund gewisse Regeln verinnerlicht hat. Als Beispiel: wenn wir rufen "runter" kommt sie in den allermeisten Fällen sofort von der Couch runter (dann wird sie gelobt), ansonsten heben wir sie runter (und sagen dabei nochmal das Kommando). Nur wann sie verinnerlicht hat, dass sie eben gar nicht erst rauf soll und wie wir ihr das genau vermitteln, das wissen wir eben nicht so recht. Bisher können wir da nur "Nein" rufen, wenn sie im Begriff ist raufzuspringen und sie eben dann direkt wieder runter nehmen (oder vom hochspringen abhalten, falls wir gerade nah genug an der Couch sind, wir sind keine Leute, die den ganzen Tag auf oder in der Nähe der Couch sitzen).

  6. #5
    Polarlicht

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    Und na klar wollen wir es richtig machen. "Besonders richtig" gibt's nicht. Entweder etwas ist richtig oder nicht. :P Und wer will schon von Anfang an alles falsch machen? Vor allem, wenn man immer gesagt bekommt, dass die Welpen ja gerade am Anfang lernen und wenn sich ein gewisses Zeitfenster geschlossen hat es schwierig(er) wird mit der Erziehung.
    Mit Hundeerziehung scheint es mir zu sein, wie mit Kindererziehung (schonmal in einem Mütterforum gewesen? *lol* ), da gibt's 10 Leute und 10 Meinungen und jeder hat die richtige und den einzigen perfekten Weg. Ich selbst ziehe mir halt überall das heraus, was für mich am logischsten klingt und so probieren wir es dann. DEN einen richtigen und absolut perfekten Weg gibt's sicher genausowenig für jeden Hund wie für jedes Kind.
    Ich bin recht guter Hoffnung, dass wir das schon alles hinbekommen, unsere Kinder sind ja auch recht gut geraten bisher.

  7. #6
    Mausilla

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    Zitat Zitat von Polarlicht Beitrag anzeigen
    Und na klar wollen wir es richtig machen. "Besonders richtig" gibt's nicht. Entweder etwas ist richtig oder nicht. :P Und wer will schon von Anfang an alles falsch machen? Vor allem, wenn man immer gesagt bekommt, dass die Welpen ja gerade am Anfang lernen und wenn sich ein gewisses Zeitfenster geschlossen hat es schwierig(er) wird mit der Erziehung.
    Mit Hundeerziehung scheint es mir zu sein, wie mit Kindererziehung (schonmal in einem Mütterforum gewesen? *lol* ), da gibt's 10 Leute und 10 Meinungen und jeder hat die richtige und den einzigen perfekten Weg. Ich selbst ziehe mir halt überall das heraus, was für mich am logischsten klingt und so probieren wir es dann. DEN einen richtigen und absolut perfekten Weg gibt's sicher genausowenig für jeden Hund wie für jedes Kind.
    Ich bin recht guter Hoffnung, dass wir das schon alles hinbekommen, unsere Kinder sind ja auch recht gut geraten bisher.
    Das ist doch schon mal gut.

    Die Kleine ist 14 Wochen, laß Dir Zeit. Da ist noch ein ganzes Hundeleben, um Kommandos, wie Sitz, Platz usw. zu erlernen.

    Meine Hunde haben im Welpenalter wenig Kommandos erlernt. Nur Sitz, das bieten sie ja oft von selbst an. Und Hier, zum rankommen.

    Ansonsten hab ich mich eher auf Stubenreinheit und Umweltsozialisierung konzentriert.

    Beißhemmung - dauert bei manchen etwas länger. Und braucht bei manchen Hunden auch kein quietschen o.ä. Bei meinen Terriern mußte es ein sehr deutliches "Nein!" sein.
    Gequietsche hat die nur zu neuen Taten animiert und Spielabbruch, der fand dann nur einseitig von uns statt. Der Hund machte fröhlich weiter.
    Wir haben sie dann, wenn sie völlig überdreht hat, immer kurz in ein anderes Zimmer getan, bis sie wieder "runter" kam.

    "Aus" hab ich anfangs mit tauschen geübt. Wenn der Hund was hatte, etwas angeboten, was er begehrlicher fand. In dem Moment, wenn sie losgelassen hat, "Aus" und bestätigt.

    Solche Situationen kann man ganz gezielt herbeiführen in der Erziehungsphase. Denn wenn Du nur drauf wartest, dass der Hund was hat und dann tauschen willst, kann es sein, dass er das grad nicht hergeben will. Weil es ihm besser erscheint als das Tauschobjekt.
    Hab ich mich jetzt verständlich ausgedrückt?

    Verinnerlichung von Kommandos und Verhaltensweisen bedarf einiger 100 Wiederholungen. Und das in allen Lebenslagen und an verschiedenen Orten. Ohne und mit Ablenkung.
    Hunde generalisieren schlecht und verbinden Gelerntes oft nur mit einem Ort.
    Bspw. Sitz klappt im Garten prima, im Stadtpark nicht. Das braucht halt Zeit.

    (und in der Pubertät wird alles noch mal vergessen )

    Das "Zeitfenster" gilt übrigens eher für Sozialisation und Umweltprägung. Was da in den ersten Wochen versäumt wird, läßt sich später oft nicht mehr vollständig aufholen.

    Erziehung und Lernen - das kann ein Hund in jedem Alter.

    Was nicht heißt, dass Du Ihr im Welpenalter keine Kommandos beibringen sollst. Aber es muß eben nicht viel sein, weil ja auch ansonsten noch sehr viel Neues auf so einen Welpen einstürmt, das verarbeitet werden muß.
    Wenn der Welpe das "lernen an sich", also Zusammenarbeit, gelernt hat, wird er auch im Erwachsenenalter leicht neue Dinge lernen.
    Hunde, die das als Welpe nicht gelenrt haben, lernen auch als Erwachsene noch. Sie tun sich nur schwerer und brauchen länger.

  8. #7
    Beast

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    Wenn ihr es mit euren Kindern gut hinbekommen habt, wird es auch mit eurem Hund klappen. Da gibt es nämlich mehr Gemeinsamkeiten, als viele denken.
    Also, 90er Jahre Bauchtasche entstauben und weiter gehts! Wie Mausilla schon schrieb, fürs lernen sitzt euch kein Zeitfenster im Nacken.

    Wohnt ihr in einem Naturschutzgebiet, daß Hunde dort generell nicht frei laufen dürfen? Denn die Landschaft im hohen Norden ist ja ein Traum für Hunde.
    Okay, eure Mischung hätte wahrscheinlich ziemlich ausgeprägte Jagdambitionen und auch kein Problem, sich mit großen Tieren anzulegen. Aber ich kenne einige Rassevertreter, denen man gemeinhin starken Jagdtrieb nachsagt und die nach entsprechendem Training auch im Freilauf verläßlich abrufbar sind.

  9. #8
    Galadriel

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    Huhu

    Ich schliess mich da mal grob an, an meine Vorredner..

    Das ist ein kleiner Hund, lasst ihm Zeit, so ein "Sitz" ist schnell gelernt, meine 13 jahre alte Hündin lernt Kommandos wenn ich das wollte, aber sie wird mit bestimmten Dingen im Leben kein Freund mehr weil die Menschen die sie als Welpen hatten das versäumt haben ihr zu zeigen....

    Also was er jetzt als Welpe alles so nebenbei aufnimmt an Umweltreizen, Sozialkontakte etc etc..das ist später schwerer aufzuholen..
    Er muss die Welt in der er Leben wird jetzt kennenlernen, in Ruhe, in seinem individuellem Tempo, das hat Priorität und selbst wenn er sicher in seiner Welt scheint, er sucht noch lange seinen Platz darin ^^


    Natürlich ist ein Abruf super wichtig, weil nur als "freier" Hund kann er Erfahrungen sammeln, sowohl mit Artgenossen als auch Bewegungserfahrungen sind schöner/besser ohne Leine.
    Das würde ich im Alltag immer wieder positiv einbauen, ihn rufen und wenn er kommt ne kleine Party veranstalten....es muss sich immer lohnen für ihn zu euch zu kommen, ob ihr Leckerchen, Spielzeug gebt oder ne Tanzparty veranstaltet ist dabei egal.

    Ich hab das immer gemacht, in der Wohnung, im Garten, beim Gassi, geplant, ungeplant..wie ich Bock hatte und ich hab auch den Folgetrieb ausgenutzt und gleich an Tag 1 den Welpen ohne Leine laufen lassen.
    Aber mit 14 Wochen ist das wohl zu spät.
    Was bei meinem Rüden funktionierte, aber nicht bei der Hündin..also muss man schauen..unangekündigte Richtungswechsel, verstecken hinter Bäumen..der Rüde passt immer auf wo ich bin heute.
    Der Hündin muss ich leider manchmal Bescheid geben, sie hat da eher ihren eigenen Kopf und auch keine Ängste verschütt zu gehen wenn irgendwo ein Starkreiz auf sie wartet^^


    Meine waren beide als Welpe/Junghund die meiste Zeit frei, Gassi gehen war mehr Gassi "stehen" mit Welpe, der will ja noch keine 10km joggen sondern alles abschnüffeln, erkunden in Ruhe..spielen spielen spielen..mit Artgenossen Erfahrungen sammeln wollen die meisten Hunde auch.
    Insofern ist auch Leinenführigkeit nicht zu vergessen, aber stressen würd ich mich damit noch nicht.
    Wenn er viel an der Leine gehen muss, dann kauft ihm ein angepasstes Geschirr.
    Schleppleinen hab ich für keinen meiner Hunde gebraucht..meine Schwester benutzt die Schlepp im Training, aber sie hat auch nen speziellen Hund...

    Flexis hab ich zu Hause ..
    Wenn Brut und Setzzeit ist, benutz ich sie manchmal in Parks und jetzt wo meine alte Hündin nicht mehr überall frei laufen kann wegen Taub und Altersdösig, da ist sie auch manchmal ganz praktisch, weil über Schleppleinen stolpert man eher.
    Aber benutzen würde ich die auch erst wenn der Hund sicher an der Leine geht, ohne Zugpferd zu spielen ^^
    Für Welpen aber auch eine schwere Aufgabe.. ich vergleiche das gerne mit Kindern und still sitzen.
    Es ist sowieso ne Leistung vom Hund sich unserm Schrittempo anzupassen, für einen Welpen noch 3 mal mehr..


    Ich hab im Grunde mit der richtigen Erziehung nicht unter 6 Monaten angefangen, davor war nur wichtig Name/Komm/Aus..das ist heute fast wieder so ^^
    Was die Leute heute alles von ihren Hunden wollen, als Otto Normaler Mensch, brauch ich das einfach nicht.
    Wir haben zwar mal ne zeitlang Hupla gemacht, aber nach n ichtmal nen Jahr aufgehört..sinnloser Quatsch, kein Mensch und Hund braucht Fuss 5 cm neben dem rechtem Knie

    Aber ihr habt nen "Arbeitshund"? Heisst ihr habt mehr mit ihm vor als Joggen/Radfahren, Stöckenchen, Suchspiele, Gassi und was so Normalsterbliche mit ihren Hunden tun?
    Soziale Kontakte sind natürlich ebenso wichtig für eine gesunde Entwicklung..
    Ohne Leine, mit Leine (nach Absprache), wie ihr mögt..ich pers, hab das immer als wichtigstes angesehen in allen möglichen Formen auch ungeplant..denn man kann seine Umwelt nicht immer beeinflussen und ich wollte nie Stress haben wegen Dingen die ich nicht ändern kann..und meine Hunde somit auch nicht.
    Meine Hunde sollten alles kennen was wichtig ist in unserer Welt und heute sitz ich mit meinen Hunden auf Freilaufflächen und staune darüber was die Leute für Probleme haben mit Hundekontakten und was für ein Gewese um das Thema gemacht wird.
    Und ich nehme wirklich stark an..das Zeit und Unsicherheit eine Rolle spielen dabei, sowie das Menschen verlernen Hunde zu verstehen trotz das alle heute in Hundeschulen latschen und jeder Pups des Hundes analysiert wird.....
    Einmal die Woche Welpenspielstunde wie es heute alle machen in der Huschu ist eben lange lange lange nicht genug ^^

    Welpen sind wie Kinder..sind ja auch Kinder, Hundekinder..
    Sie wollen ihre Welt entdecken, im eigenem Tempo lernen und oft einfach mit anderen Kindern spielen, den ganzen Tag, die ganze Woche und alles andere entwickelt sich daraus und baut darauf auf..
    Der Ernst des Lebens kommt früh genug, bei einem früher beim anderen später..

  10. #9
    Polarlicht

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    Hallo! Danke für die Antworten.
    @Mausilla: "Sitz" hat sie irgendwie "automatisch" gelernt, "Platz" ging auch sehr leicht. Stubenrein ist sie zu ca. 99% *g* Ab und an ist mal irgendwo im Flur ein Pfützchen, aber nicht jeden Tag (das liegt dann wohl eher an uns, weil wir sie in dem Moment nicht beachtet haben). Bei alldem mussten wir gar nicht gross üben, wir hatten wohl auch einfach viel Glück, dass sie offenbar lieber im Freien pieselt.

    Heute hat sie wieder angefangen mit meiner Hand zu spielen und hat dann auch nicht fest gezwickt. Eigentlich lasse ich sie nicht an meiner Hand herumbeissen, aber nun wollte ich es mal wissen und da hat sie eben wirklich nur ganz zart herumgenibbelt. *g* Scheinbar versteht sie es also langsam.

    Das bewusste Herbeiführen von Tauschsituationen müssen wir mal ausprobieren, denn bisher haben wir tatsächlich nur versucht zu tauschen, wenn sie eben etwas geklaut hat. Da hat das dann in den meisten Fällen nicht funktioniert, da war der Kinderschuh soooviel toller als jedes Spielzeug.

    Warum bringt man Welpen überhaupt etwas bei, wenn sie in der Pubertät alles wieder vergessen? *g* (keine ernstgemeinte Frage).
    Ich muss mal genau schauen, wie ich ihr noch beibringe, nicht an der Leine zu ziehen. Da da Husky mit drin ist, wird sie wohl von Natur aus schlicht gern ziehen (das ist für später bei uns auch durchaus erwünscht, aber sie soll eben dann ziehen, wenn wir es wollen und nicht bei jedem Meter, den wir laufen). Es wäre schön, wenn sie mir nicht allzu oft die Schulter auskugelt, wenn sie dann ausgewachsen ist. Stop-And-Go-Methode sieht im Moment so aus, dass wir für 5m ca. 15 Minuten brauchen, ich stehe eigentlich nur.

    @Beast: Nein, es gilt nicht dem Naturschutz. Es geht um den Schutz anderer Menschen (und Hunde). Im Wald dürfen sie nur mit der Erlaubnis des Grundbesitzers und ausserhalb der Jagdzeit frei herumlaufen. Welpen unter 5 Monaten dürfen auch zur Jagdzeit im Wald leinenlos herumrennen, aber auch nur mit Zustimmung des "Waldbesitzers" und auch eben nur, wenn kein Wohngebiet in der Nähe ist. In Wohngebieten muss ein Hund immer angeleint sein.

  11. #10
    Polarlicht

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    @Galadriel: Du hast gepostet, während ich noch geschrieben habe (und falls du bereits vor Stunden gepostet hast, muss dich das nicht wundern, weil meine Beiträge grundsätzlich einen halben Tag brauchen um geschrieben zu werden... Kinder, Hund, Katze, Haus und so *g* ) . Dir natürlich auch danke!

    Irgendwas ohne Leine geht ja leider nicht, ausser am Hundeplatz, und dort müssen sie komplett geimpft sein, ist unsere noch nicht, die zweite Impfung kommt erst in zwei Wochen. Deswegen darf sie dort leider noch nicht hin. Der einzige Ort, wo sie leinenlos andere unangeleinte Hunde trifft, ist bei unseren Schwiegereltern, die aber meist in der Sommerhütte sind im Moment und daher ist auch das nicht wirklich oft möglich, weil das eine Stunde mit dem Auto entfernt ist und wir da eben nicht täglich hinkönnen. Die Hunde sind aber auch schon ausgewachsen, eine schon knapp 15 Jahre alt, die will mit unserem Junggemüse nichts zu tun haben. Mit den anderen tobt sie aber gern. Eine Welpengruppe gibt es hier im Moment leider auch nicht, daher kennt sie gar keine anderen Welpen. Ich finde es wirklich schade, habe auch schon in einer FB-Gruppe einen Aufruf gestartet, ob jemand in der Nähe zufällig Lust auf ein Welpenmeeting hat, aber da kam keine Antwort.

    Zum Thema Arbeitshund: Der ist sie ja einfach von der Rassenmischung her. Zum Teil Zughund, zum Teil Jagdhund. Demnach werden wir sie schon auslasten müssen später. Zum Jagen wird sie nicht eingesetzt, aber wir möchten ihr eine Schlittenhundausbildung zukommen lassen, wenn sie ausgewachsen ist (und der Tierarzt sein Okay gibt). Und falls ihr das nicht reicht, würden wir auch Agility ausprobieren. Aber das hat alles noch Zeit, in erster Linie soll sie erstmal ein gesunder erwachsener Hund werden.

    Ich weiss nicht, ob ich mich im ersten Beitrag komisch ausgedrückt habe oder so, aber wir versuchen gar nicht, ihr jetzt tausend Kommandos beizubringen oder so. "Sitz" hat sie z.B. einfach gelernt, weil wir nicht angesprungen werden wollten, wenn sie ihr Futter bekam, also haben wir den Napf kurz über ihrem Kopf gehalten, sie hat sich deswegen gesetzt, wir haben "sitz" gesagt und nach ein paar Malen hat sie sich schon von selbst hingesetzt, wenn wir mit dem Napf kamen. Dann haben wir einfach mal probiert, ob es auch anderswo (als Belohnung wenn dabei mit Leckerli) klappt, und es ging. Also kein Druck und keine Trainingseinheiten. Und "Platz" haben wir einfach auch immer gesagt (und sie gelobt und/oder Leckerchen gegeben), wenn sie sich vor unseren Augen gerade hingelegt hat, so hat sie eben auch das verstanden.

    "Hierher" funktioniert drinnen und oft auch im Garten, aber nicht draussen, also selbst mit Leine nicht. Da riecht es einfach viiiiel zu interessant überall. Da sie eh nirgendwo sonst frei herumlaufen darf, ist es fast egal, ABER sie ist uns schonmal im Sommerhäuschen (Hütte am See im Wald) ausgebüchst, da hätte es schon geholfen, wenn sie "hierher" verstehen würde. Letztlich war sie aber gar nicht weit weg, sie war ca. 2m vom Zaun entfernt völlig still und kaute auf einem Stock herum. Nur gesehen haben wir sie nicht und auf Zurufe hat sie auch nicht reagiert. Nichtmal das Knistern der Leckerlitüte (unser "last resort" *g*) hat gewirkt. Wer weiss, was das für ein Stock war.

    Tja, und "aus" wäre eben sinnvoll, weil sie ein kleiner Dieb ist. Sie klaut ja wirklich alles, was sie finden kann. Ähnlich wie ein menschliches Kleinkind eben. Dazu wächst sie auch noch so schnell, dass man kaum mitbekommt, dass sie plötzlich an irgendein Regal oder so herankommt. Vorhin hat sie in mein Ladekabel gebissen. Es war angeschlossen. Sie muss einen kleinen Schlag bekommen haben, denn sie hat daraufhin das Kabel angebellt. Jetzt wird selbst für's Ladekabel ein Kabeltunnel besorgt. Alle anderen Kabel, die sie noch nicht zerbissen hat (unser Ventilator durfte schon dran glauben), sind bereits gesichert, aber das Ladekabel lag in der Küche, wo sie vorher niht rangekommen ist. Jetzt schon.

  12. #11
    Beast

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    Hey, wenn ihr wollt, daß sie später auch mal ziehen soll, ist das doch super! Da könnt ihr ein Zuggeschirr anlegen und wenn sie zieht, ein entsprechendes Kommando geben. Sie wird lernen, daß immer dann ziehen angesagt und erlaubt ist. Bei Fuß eben nicht.
    Spazierenstehen beim Leinentraining kenn ich auch. Aber je konsequenter man ist, desto eher funktioniert es.

    Traurig, daß man aus einem, imho falsch verstandenen Schutzgedanken, Hunde bei euch zu genereller Leinenpflicht verdammt. Meine Hunde sind die meiste Zeit leinenlos unterwegs und stellen auch im Wohngebiet keine Gefahr für irgendjemanden dar. Hunden, die sich außerhalb ihres Heims im Alltag nur angeleint bewegen dürfen (einfach weil es Vorschrift ist), nimmt man so die Chance zu artgerechter Bewegung und steigert ganz im Gegenteil die Wahrscheinlichkeit, daß sie Verhaltensauffälligkeiten entwickeln.

  13. #12
    Polarlicht

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    Ja, aber dafür muss sie ja erstmal "bei Fuss" lernen, oder?
    Spazierenstehen ist wirklich der richtige Ausdruck dafür. Dann habe ich gelesen, man soll sofort loben (und evtl. Leckerli zücken), wenn der Hund gerade mal brav neben einem läuft, damit er versteht, dass es so richtig ist. Sie geht einfach nie, sie rennt immer. Demnach kann man gar keinen Moment abpassen, wo sie mal neben einem läuft. Nila kann scheinbar nur zwei Dinge: stehen und rennen. Langsamer ist sie nur, wenn sie während des laufens am Boden schnüffelt, aber dann hört sie mich auch nicht. *g*

    Ich finde es auch total doof, dass Hunde hier immer angeleint sein müssen, daher will ich auch versuchen sie wenigstens 3x pro Woche zum Hundeplatz zu bringen, sobald sie es darf (den Weg müssen wir dann auch eh zurücklegen, weil unsere Kinder 3x pro Woche beim Leistungsturnen sind, da ist der Hundeplatz direkt nebenan). Ich warte bloss auf die Impfung. Und zusätzlich schauen wir eben, dass wir die Schwiegereltern oder das Sommerhäuschen so oft wie möglich besuchen. Da gibt es ja jeweils den eingezäunten Garten, der grösser ist als unserer. Somit kann sie da auch mehr herumlaufen.

  14. #13
    Katty

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    Das Beisen lässt auf jeden Fall nach... Der erst muss geübt werden und geübt werden. Ich würde mir auch mal überlegen in einer Hundeschule zugehen, das bringt echt viel vor allen kommt der Hund dann auch mit anderen Hunden in Kontakt.

  15. #14
    Mausilla

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    Übrigens geht keiner meiner Hnde "bei Fuß". Mir reicht es, wenn sie mir nicht den Arm lang ziehen.
    Also an einigermaßen lockerer Leine. Wobei, wenn sie aufgeregt sind, ziehen sie dann doch schon mal ein paar Meter.
    Ich mach das dann mit Stop und Go oder Richtungswechsel, je nach Örtlichkeit. Und zwar solange, bis das Hundehirn registriert hat, da war doch noch was.

    Aber als meine Welpe/Junghund waren... meist war da draußen alles interessanter als ich. Und der Hund soweit voraus,wie es nur ging.

    Mit meinem ersten Hund war ich auch in einer Hundeschule und hab eine Prüfung abgelegt. Was aber nicht wirklich nützlich war, zumindest erziehungstechnisch.
    Weil Lea ein schlauer Hund war. Hundeplatz wurde umgehend als "bekannt und wenig interessant" eingestuft. Und mein Hund machte vorbildlich alles.
    Im wahren Leben sah das anders aus.
    Und das, was in der Begleithundeprüfung abverlangt wurde, habe ich später nie wieder gebraucht.

    Wir haben dann einfach unseren Weg gefunden. Die Hunde haben das gelernt, was mir wichtig ist und im Alltag gebraucht wird.

 

 
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Welpe, einige Fragen (Leine, Beisshemmung): Hallo Ich bin neu hier und stelle mich/uns daher erstmal vor. Wir sind eine vierköpfige Familie mit einer Katze und ...

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