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Hund hat keine Lust auf Hundeschule

  1. #1
    Durango

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    Standard Hund hat keine Lust auf Hundeschule

    Huhu,
    mein Hund hat es zum wiederholten Mal in der Hundeschule geschafft mich zu blamieren und ich bin echt ratlos.

    Sie ignoriert mich in der Hundeschule total. Das ist
    jedesmal ein Kampf sie dazu zu bringen ein Kommando auszuführen.

    Im Grunde kann sie aber alles, führt ein Kommando auch zuverlässig und zügig aus, hat auch Spass. Aber nur, wenn wir alleine auf dem Platz sind oder zuhause was machen...


    Auf dem Platz stehen wir dann wieder da wie die letzten Deppen, die nichts können.

    Mir scheint als wenn sie das absichtlich macht, weil sie einfach keine Lust auf Hundeschule hat.

    Warum macht sie das? Und wie soll ich mich nun verhalten?

    Gruss

  2. #1
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    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #2
    Galadriel

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    Das sollte doch der Trainer wissen..

  4. #3
    stella eileen

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    Ja, Gala hat Recht, was sagt der/die Trainer/in dazu? Das müsst er/sie besser wissen....

  5. #4
    Dalmatiner

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    Hi!
    Warum sollte man in eine Hundeschule gehen wenn Hund und Herrchen alles perfekt können?
    Blamieren ist ein rein menschliches Gefühl. Auch das der Hund dich absichtlich zum Depp macht beruht nur auf menschliche Eindrücke.
    Ansonsten...siehe Gala..

  6. #5
    Schrecker82

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    Also wenn der Hund es perfekt kann - dann geh einfach nicht mehr in die Hundeschule und hab Spaß mit deinem Hund in der freien Natur

    Was ich mir aber eher vorstellen könnte: er kanns eben nicht perfekt, denn unter großer Ablenkung "funktioniert" es ja nicht.


    Wenn ich alleine mit meinen Hunden trainiere sieht das auch ganz anders aus, als wenn ich es in einer Gruppe während des Gassiganges versuche abzurufen. Da muss ich mich schon ordentlich interessant machen, damit Herr Hund zB liegen bleibt obwohl die anderen weiterspielen (oder ähnliches halt).


    Wie die anderen schon sagten: Frag am besten mal den Trainer. Er sieht euch, wir hier nicht. Eigentlich müsste er euch erklären können, wie ihr das Problem angehen könnt (dafür zahlt man in der Hundeschule ja schließlich).

  7. #6
    Elmosmama

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    Hey
    also wir hatten auch mal zeitweise das Problem das Elmo auf dem Hundeplatz nichts machen wollte...
    ich hab die leckerchen verbessert (Es gab Wienerwürstchen, die er zuhause nicht bekommt)
    und wir haben immer mal wieder auch ne Stunde oder zwei ausfallen lassen. Damit sind wir ganz
    gut zurechtgekommen und inzwischen liebt er den Hundeplatz
    weil es wirklich nur dort die super leckeren Wienerle gibt

  8. #7
    Plemmy

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    Echt (sorry, musste schmunzeln), meiner hat sich da auch verweigert. Zumindest, was Befehle und Co angeht.
    Ich bin einfach mit ihm zur Spielstunde gegangen - da kams nicht so drauf an und er war dennoch mit anderen Hunden zusammen (darauf kams mir hauütsächlich an, denn das braucht er dringend wie die Luft zum Atmen). Ein bisschen hat er dort gelernt - naja, und für uns reichte es....

    Und dieses Schäfchen tut eh keiner Menschen - und Hundesseele was, also was solls....

    14128278in.jpg

  9. #8
    lena+max

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    Halli hallo,
    also ich kenne das auch. Also mein Dicker hat das auch mal ne Zeit lang gemacht. Ich habe mir dann irgendwann nix mehr dabei gedacht, da ich und die Trainerin ja wussten, dass er es kann .
    Ich hatte aber auch welche in der Hundeschule, die dermaßen ehrgeizig waren ...
    Der Hund durfte nicht einen Fehler machen, dann sind die völlig hochgegangen. Sie hat dem Hund nix getan, hätte ich an ihrer Stelle auch nicht aber die hat dann mit so einem Druck weiter gemacht ... hab ich nie verstanden. Hundeschule soll doch Spaß machen und nicht zum Druck für Hund und Halter werden. Meine Meinung

    Liebe Grüße,
    Lena

  10. #9
    Plemmy

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    Meiner auch nicht - ich bin mit ihm dann zur Spielstunde gegangen, wos nicht so arg streng zuging und er so nebenbei die wichtigsten Dinge lernte.

  11. #10
    StoneCold

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    Ich glaube, und sorry wenn ich mich täusche, aber ein Problem liegt glaube ich schon in Deiner Grundhaltung zu dem Thema.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Dein Hund Dich nicht blamieren will, er wird andere, wichtigere Gründe haben, warum er sich auf dem Platz nicht wohlfühlt. Du musst Dich dringend davon verabschieden Dein Gesicht bewahren zu wollen, denn Du bist wegen dem Hund und nicht wegen Deines Ansehens da. Wenn Du dafür ausgelacht wirst dann wechsel bloß schnell den Verein!

    Versuche ganz entspannt zu bleiben und Freude zu vermitteln. Bekomme ein Gespür dafür wie weit Dein Hund ist und überfordere ihn nicht, denn das führt nur zu Frust und er wird nie Spaß dort haben.

    Also einmal tief durchatmen, dazu stehen dass man sich gleich zum Vollhorst macht, anschließend lauthals darüber lachen und jedes korrekt ausgeführte Kommando wie Silvester zelebrieren. Dann wird das schon.

    Vielleicht fühlt sich Dein Hund bei der Art von Sport, die Du machst, auch einfach nicht so wohl. Mein Hund fand Unterordnung immer völlig öde und hat mitgemacht wie ein geschlagener Esel. Als wir dann Fährten gelernt haben und Funagility schäumte er plötzlich über vor Wagemut. Ich hatte das richtige gefunden und das merkte man meinem Hund auch total an.

  12. #11
    Plutosfrauchen

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    Es kommt doch immer darauf an, was will ich mit meinem Hund machen?

    Meiner freut sich immer wenn er mit anderen Hunden toben kann. Deshalb ist die Hundeschule nichts für uns. Ich finde es immer so unnatürlich, wenn Hunde z.B. beim Obidience den Hundehalter so am Bein "kleben". Ich habe dabei immer Angst, dass ich über den Hund stolpere .

    Eventuell gehen wir mal zum Agility. Das macht meiner gerne, mal so durch nen Tunnel rennen oder über was drüberspringen. Jedes Mäuerchen nutzt er zum Balancieren.
    Ein Supersportler soll er nicht werden, wir wollen was zusammenmachen was wir beide gerne tun.

  13. #12
    Spencer

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    Auch auf die Gefahr hin dass ich hier virtuell geschlagen werde, Hundeschulen sind für mich totaler Quatsch. Wer will schon einen Hund der sich wie ein dressierter Affen hinsetzt, wozu soll das gut sein? Neben uns wohnt ein Jäger, der ist ganz stolz darauf jedem zu zeigen wie der Hund aufs Wort gehorscht. Wir haben unsere Hunde ohne Schule grossgezogen und sind die liebsten Hunde der Welt. Platz, Sitz und sowas müssen die nicht verstehen.

  14. #13
    AndreaManuela

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    Hm ja. So habe ich bei unserem ersten Hund auch gedacht. Hundeschule, blöder Zirkus. Aber es geht doch nicht allein ums Gehorchen und Gehorsamsein. Das ist Quatsch. Der Hund soll seine Birne anstrengen, darum geht's. Ich habe in der Huschu viele gute Tipps bekommen. Vor allem dazu, was ICH falsch mache. Wir haben da sehr viel Spaß, es ist alles sehr gelassen, oft quatschen wir nur und lassen die Hunde Hunde sein.
    Ich meine auch, dass Übungen mit dem Hund die Bindung stärken und eine engere Beziehung bringen. So kam es mir jedenfalls bei Rübe vor.
    Das Beispiel "Jäger" ist völlig fehl am Platz. Jäger sind bei der Hundeerziehung eine eigene Spezies. Die meisten Arbeiten immer noch nach der alten Schule und haben so gesehen nicht die geringste Ahnung von Hunden. Wenn ein Jäger mit Belohnung und ohne Bestrafung mit dem Hund arbeitet, wird er von den anderen schief angeguckt. Ist so.

    Noch was: "Platz, Sitz, ... müssen sie nicht verstehen"? In manchen Situationen ist das ein Muss.

  15. #14
    Durango

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    @Spencer:
    Ich möchte einen Hund haben, der das macht, was ich ihm sage. Wie du mit deinen Hunden ohne Erziehung durchs Leben gehst ist mir unverständlich. Wie willst du einen Hund mal im Notfall auf einem Tierarzt Behandlungstisch ins Platz bringen, wenn der Hund das nicht kann? Mit Gewalt? Wie willst du je an Hundesport teilnehmen, wenn deine Hunde die Grundvorraussetzungen schon nicht können? Was machst du überhaupt mit den Hunden, wenn du ihnen anscheinend nie was beibringst?

  16. #15
    Mausilla

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    Zitat Zitat von Durango Beitrag anzeigen
    @Spencer:
    Ich möchte einen Hund haben, der das macht, was ich ihm sage. Wie du mit deinen Hunden ohne Erziehung durchs Leben gehst ist mir unverständlich. Wie willst du einen Hund mal im Notfall auf einem Tierarzt Behandlungstisch ins Platz bringen, wenn der Hund das nicht kann? Mit Gewalt? Wie willst du je an Hundesport teilnehmen, wenn deine Hunde die Grundvorraussetzungen schon nicht können? Was machst du überhaupt mit den Hunden, wenn du ihnen anscheinend nie was beibringst?
    Man muß ja nicht am Hundesport teilnehmen. Mache ich auch nicht.

    Und wenn man rein von den Kommandos ausgeht, haben meine Hunde auch wenig Erziehung. Dafür ausreichend Sozialkompetenz.
    Angepaßtes und unauffälliges Verhalten ist mir persönlich wichtiger als korrekt und perfekt ausgeführte Kommandos.

    Man kann auch mit einem Hund, der weder Sitz noch Platz kann, völlig normal durch den den Alltag gehen. Meine könnens zwar, aber ich kann es mir durchaus vorstellen, dass es auch ohne geht.

    Bindung baut sich im täglichen Zusammenleben auf. Das kann auch mit durch das einüben von Kommandos sein, muß aber nicht.

    Wir erleben die Welt zusammen, entdecken Dinge, meistern Herausforderungen. Über einen Baumstamm balancieren geht auch ohne Sitz und Platz.

  17. #16
    Trofu

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    Mausilla

  18. #17
    AndreaManuela

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    Klar kann man auch ohne. Unser Willihund war ja auch nie in einer Huschu. Er konnte Sitz, das war alles.
    Nein, ein Hund muss nicht wie ein Roboter alles bis ins kleinste Detail befolgen (Obedience). Aber wie gesagt, in der Huschu habe ich gelernt, das viel an mir liegt, wenn der Hund nicht reagiert oder anders reagiert als ich denke. Und in manchen Situationen war ich schon manchmal froh, dass Rübe ab und an auf mich hört :-) Zum Beispiel wenn sie vorläuft und an einer Weggabelung warten soll weil ich nicht sehen kann, wer dort kommt. Oder Sitz, wenn wir beschmaddert und nass von draußen reinkommen und ich sie erst abputzen muss oder dass sie erst ein "Ok" abwarten muss, bevor sie das Katzennapf auslecken darf oder ein "Aus", wenn sie mal wieder was aufgesammelt hat, was sie nicht soll, dass sie bei Fuß lauen soll wenn ein Jogger kommt etc. etc. etc.
    Ohne die Tipps in der Huschu hätte ich das glaube ich nicht geschafft. Ich muss betonen, dass es eine sehr "hundeorientierte" Huschu ist, also kein Drill, keine Bestrafung, alles nur mit Spaß und Belohnung.

  19. #18
    Spencer

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    Zitat Zitat von Durango Beitrag anzeigen
    @Spencer:
    Ich möchte einen Hund haben, der das macht, was ich ihm sage. Wie du mit deinen Hunden ohne Erziehung durchs Leben gehst ist mir unverständlich. Wie willst du einen Hund mal im Notfall auf einem Tierarzt Behandlungstisch ins Platz bringen, wenn der Hund das nicht kann? Mit Gewalt? Wie willst du je an Hundesport teilnehmen, wenn deine Hunde die Grundvorraussetzungen schon nicht können? Was machst du überhaupt mit den Hunden, wenn du ihnen anscheinend nie was beibringst?
    Wenn Du wirklich der Meinung bist um den Hund auf den Behandlungstisch zu bekommen braucht Dein Hund eine Hundeschule dann bist Du nicht geeignet einen Hund zu halten. Na und wer die Erziehung an eine Hundeschule komplett abgibt erst recht. Wir haben seit vielen Jahren Hunde, grosse, kleine, aktuell haben wir 5 Hunde und alle sind die Lieblinge der Familie, der Nachbarn, der Freunde weil sie ein Wesen haben was einfach nur begeistert und dies allein durch sehr viel Liebe. Wer seinen Hunden viel Liebe gibt anstatt Kommandos bekommt auch viel Liebe zurück, so einfach ist es. Unsere Nachbarn gehen auch mit ihrem Hund zur Hundeschule und üben im Garten all die Kommandos, keine Ahnung wozu man so etwas braucht, ein Hund braucht das definitiv nicht. Und Hundesport brauchen unsere Hunde nicht weil sie den ganzen Tag draussen sind, wir haben ein sehr grossen Garten wo die Hunde mit den Katzen toben bis zum umfallen. Und was sind denn Grundvoraussetzungen, was soll das? Bestimmst Du diese? Meine Hunde sind Hunde zum lieb haben und keine Hunde welche auf Kommande wie ein dressierter Affe auf die Knie fallen.

  20. #19
    AndreaManuela

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    Spencer, mit Verlaub, ziemlicher Blödsinn. Ich habe eine Hundeschule - oder besser einen Verein - getestet, wo der Hund angeschrien wurde, wo eine militärischer Ton herrschte. Geht gar nicht. Die haben mich natürlich nie wiedergesehen. Unsere Huschu macht alles mit Spaß und Belohnung und auch nicht so, dass die Hund wie Soldaten stramm stehen.

    [QUOTE][dann bist Du nicht geeignet einen Hund zu halten/QUOTE]

    Hier bestätigt sich der Blödsinn wieder. Bei manchen Hunden stellt sich erst im Verlaufe des Heranwachsens, der Entwicklung heraus, dass sie kaum zu bändigen sind, Unarten haben. Was machst Du dann? Der Hund ist anstrengend, unbequem, dann geb ich ihn mal ins Tierheim, statt einen Trainer zu fragen. Klasse.

    Verurteile doch nicht die Menschen, die sich Hilfe holen, die sich Tipps holen, ihn geistig zu beschäftigen. Es ist toll, wenn Du sowas nicht brauchst und Dein Hund auch so keinen Unsinn macht. Prima. Aber nicht alle Hunde sind gleich und nicht alle Menschen sind so perfekt wie Du, deren Kommunikation mit den Hunden gleich auf Anhieb einwandfrei ist. Ich bin es nicht, ich habe gelernt, dass jede Geste, jede Bewegung vom Hund irgendwie interpretiert wird und bei welchen Sachen ich total auf dem Holzweg war. Bei uns funktioniert die Kommunikation jetzt ohne viele Wort, oft nur durch Zeichen oder Blicke. Und stell Dir mal vor: Meinem Hund macht das auch Spaß, das ich IHN verstehe.

  21. #20
    Dalmatiner

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    Haallloo Spencer
    Eine gute HuSchu geht auf Hund und Halter ein, man gibt den Köter da nicht einfach ab und überlässt denen die
    Erziehung (ist nicht mit der heutigen Menschenschulenmentalität zu vergleichen )
    Klar ist eine HuSchu nicht immer nötig.
    Und Hunden Liebe zu schenken ist (eigentlich) selbstverständlich.

  22. #21
    abbykyra

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    Hallo,

    vermutlich ist der Hund intelligenter als Dir lieb ist. Es ist gut möglich das er das, was da von ihm verlangt wird, hinterfragt und zu dem Schluss kommt das das Aussführen des Kommandos "Platz" gerade in der betreffenden Situation schlicht nur sinnlos ist. Denkbar ist aber auch, das die gefürchtete Stimmungsübertragung gnadenlos zuschlägt. Hund verweigert Kommando, gut ok, kommt vor, Mensch wird nervöser, Hund verweigert erst Recht das Kommando, denn das Adrenalin das durch Deine Adern zu rauschen beginnt verwirrt ihn, Du schiebst mittlerweile nen Affen, hast Wut auf den Hund und fühlst Dich blamiert und bloßgestellt und der Hund? "Platzt" erst Recht nicht. Beides ist denkbar. Aber mal ehrlich: DAS sollte der Traininer/dieTrainerin wirklich besser wissen als User in einem Internernetforum die weder den Hund, noch den Trainer, noch Dich, die Situation oder die anderen Protagonisten in dem "Hundeschulen-Stück" kennen.

    Und da komm ich auch schon zur Kritik an dem Wirtschaftszweig "Hundeschule".

    Obwohl es mittlerweile ja eine Prüfung für alle gewerblich tätigen Hundetrainer gibt, gibt es nach wie vor keinen einheitlichen Qualitätslevel. Wie die Prüfung aussieht und wer besteht und wer nicht entscheidet der jeweils zuständige Amtstierarzt und das nach seinem persönlichen Gutdünken. Das heisst, das immer noch jeder Hundetrainer einfach irgendwas machen kann und wenn es noch so sinnbefreit ist.

    Das abarbeiten irgendwelcher Kommandos wie Sitz oder Platz ist keine Erziehung, sondern Konditionierung. Viel wichtiger als ein Kommando ist eine sorgsame Sozialsierung des Hundes und das erreiche ich nicht durch das Runterschreien des Hundes in die Platzpostion. Um es mal überspitzt darzustellen. Ich frage mich daher, wo der Sinn darin besteht wenn 10 Leute mit Hund auf einer Übungswiese stehen und jeder Hund soll auf Kommando den Po in die Sitzpostion bringen. Was genau soll der Hund dabei erlernen ausser sich zu setzen? Verstehst Du auf was ich hinaus will? Ich kann den Sinn dieser Übungen nicht wirklich erkennen und Dein Hund vermutlich ebensowenig. Ich weiß schon wie da jetzt argumentiert wird: Der Hund soll auch unter Ablenkung auf das Kommando hören. Ja, richtig, aber mal ehrlich: 9 andere Hund, die angeleint auf einer umzäunten Wiese stehen oder sitzen, wie groß ist denn bitte da die Ablenkung? Das macht nicht wirklich Sinn.

    Wenn ich auch in großen Teilen durchaus bei Spencer bin, muss man doch sagen das gewisse Kommandos die der Hund kennt und zuverlässig befolgt nicht nur nützlich, sondern unabdingbar sind. Dazu gehört, zumindest nach meinem Dafürhalten in erster Linie mal der zuverlässige Rückruf, das "Aus" und durchaus auch das "Sitz". "Platz" ist ein reines Unterordnungskommando das im Hundesport wichtig ist, im Hundealltag aber zu vernachlässigen ist. Ich war schon so oft beim Tierarzt und wirklich noch nie musste ein Hund auf dem Behandlungstisch "Platz" machen.

    Auch ein noch so braver, sozialverträglicher Hund muss auf Kommando sofort und ohne zögern zu seinem Menschen zurückkommen (im Idealfall ist das so, in der Praxis klappt es vermutlich bei vielen nicht immer genau so, wenn wir mal ehrlich mit uns selbst sind). Warum? Na weil der Artgenosse zu dem er grade unterwegs ist vielleicht nicht so scharf auf Kontakt ist, vielleicht verletzt oder krank oder sehr ängstlich ist oder der Jogger dem der liebe, menschenfreundliche "Der tut nix der will nur guten Tag sagen Hund" begrüssen möchte schon mal in die Wade gebissen wurde und nun keinen Hund mehr in der Nähe seiner Beine sehen will.

    Lieb, sozialverträglich und menschenfreundlich sein ist ne tolle Sache, das sollte ein jeder Hund sein. Das ersetzt aber bei Leibe nicht die Erziehung und dazu gehört auch, das der Hund Dinge unterlässt (dem Kaninchen hinterherhetzen, Spaziergänger anspringen oder einfach zu fremden Hunden laufen) die er eigentlich super gerne machen würde. Und ein Kommando wie "Sitz" ist sicher sehr sinnvoll wenn man sich z.B. mit dem Hund in der Stadt bewegt und an der Straße warten muss bis die Ampel grün oder alle Autos vorbeigefahren sind. Ein rumhamplender Hund ist nicht nur nervig sondern auch eine potentielle Gefahr.

    Darum finde ich: Erziehung ist ein absolutes Muss ,es geht nicht ohne und dazu gehören auch Kommandos, aber bitte, wenn es denn irgendwie geht ohne Hundeschule (kostet nur viel Geld und nutzt in der Regel wenig). Und wenn Hundeschule, dann eine die individuell trainiert und nicht einfach nur das "Sitz", "Platz", "Fuss" Programm absolviert.

  23. #22
    Durango

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    Sorry, aber das Thema hat sich bereits erledigt, ist ja auch uralt. Der damalige Hundetrainer ist absolut nicht auf die Hunde eingegangen und hat nur Unterricht nach Plan gemacht. Das hat weder mir noch dem Hund Spaß gemacht.

 

 
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