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c.Millan

  1. #31
    Mausilla

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    Standard AW: c.Millan

    Die Sache mit dem "über die Fliesen ziehen" sehe ich nicht so arg. Ich glaube nicht, dass ein Hund dadurch
    "gebrochen" wird.

    Mit Hero habe ich ähnliches praktiziert, weil er nicht über Brücken laufen wollte. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen.
    Ich hab ihn einfach mitgenommen, ob er wollte oder nicht. Mit einer freundlichen Aufmunterung und los.
    Und wie verti schrieb, es funktioniert. 2-3 mal Streß für den Hund und dann wars erledigt. Heute geht er überall drüber, ohne Probleme und ist keineswegs eingeschüchtert oder ähnliches.

  2. #31
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    Standard

    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #32
    AndreaManuela

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    Standard AW: c.Millan

    Also das mit den Fliesen hatte unser Willi auch - aber wir haben ihn nicht gezwungen, er hat gemerkt, dass wir uns dort aufhalten und er kam hinterher. Es ging natürlich nicht so schnell, wie das drüberziehen, aber mir war das so sehr viel angenehmer und dem Hund auch.

    Mir kommt das so vor wie: Dein Kind soll schwimmen lernen, also schmeiß es ins Wasser. 1. Das Kind lernt schwimmen. a) Und es freut sich darüber. b) Oder es wird nie wieder ins Wasser gehen. 2. Es säuft ab.

  4. #33
    Luder

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    Standard AW: c.Millan

    Dazu kann ich nur ein Beispiel nennen was ich in Spanien erlebt habe. Eine spanische Mutter ging mit ihrem ca. 1-2 jährigen Sohn ins Wasser, hielt ihm Mund und Nase zu und ging gemeinsam mit dem Kind unter Wasser. Ich nur War total entsetzt und empört und hab mich gar fürchterlich darüber aufgeregt. Mein Sohn saß nur vorne am Wasser (auch so 1,5 Jahre) und traute sich keinen cm weiter.

    Nach einer ca. halben Stunde sah ich dieses spanische Kind wie es fröhlich IM Wasser spielte. Da hab ich dann geschaut weil für mich vorher klar war das dieses Kind einen seelischen Schaden hat und nie mehr ins Wasser geht.

    Da hab ic mir meinen Kleinen geschnappt und das selbe mit ihm gemacht Und das Ende vom Lied war das auch mein Sohn von da an fröhlich ins Wasser ging.

    Mir hat das gezeigt das vermeintlich schlimme Methoden wohl doch nicht immer so schlimm sind wie man vorher für sich selbst annimmt

    Wie ich hier auch schon mal schrieb (glaub ich wenigstens ), ich will Millan nicht schönreden, so ganz behagt er mir auch nicht. Aber ihn gleich zu verteufeln .... das ist mir dann auch zu einfach.

    Woher willst du wissen ob das für Willihund besser war, du hast die andere Methode ja gar nicht probiert? Für dich kam es so rüber, ob es das wirklich war kann keiner von uns beantworten denke ich.

    Ich ziehe meine Hündin auch kommentarlos weiter wenn ihr mal wieder ein gelber Sack o.ä. angst macht und sie nicht weitergehen will

  5. #34
    vertical leader

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    Standard AW: c.Millan

    Na, das mit dem "Hund brechen" sehe ich aber auch so wie Joshly. Das Rumgezerre ist keine Überzeugungsarbeit, sondern Einschüchterung in dem Maße, dass der Hund resigniert oder Angst hat. Das ist der falsche Weg.
    Welcher Weg falsch ist, ist situativ nach dem Wesen des Hundes und der individuellen Problematik zu entscheiden, und nicht nach den eigenen Vorlieben!

    "Rumzerren" hat nichts mit Einschüchterung zu tun, sondern mit Zwang. Und der zielt ebenfalls nicht auf Einschüchterung ab, sondern um dem Hund falsche, nicht zielführende Auswege (Rettung in unangemessenes Panikverhalten zb) zu blockieren (er "kann" einfach nicht, weil es da nicht weitergeht), damit er sich mit dem zielführenden Rettungsweg auseinandersetzen kann. Und der wird, wenn es sich um eine gute Handhabung handelt, auch entsprechend verständlich für den Hund bestätigt.


    DAS könnte man jetzt durchaus sehr falsch verstehen. Brutalität ist gerechtfertigt, der Hund hat sich gefälligst anzupassen... Wer auf seinen Hund einschlägt, sollte sich nicht wundern, wenn der Hund "nicht normal" ist.
    Man kann das auch aus einem sehr verqueren Blickwinkel betrachten.

    Es gibt Hunde, die in ihrem Grundwesen einen Hang zur "Brutalität" haben. Das hat nichts mit Erziehung zu tun, sondern mit dem Wesen. Es heißt auch nicht, dass man diesen Hunden grundsätzlich mit massiver Gewalt begegnen muss.
    Man wird bei solchen Hunden aber sehr schnell feststellen, dass ihnen einen derber Umgang mehr liegt wie anderen Hunden, die von Natur aus für einen sanften Umgang "wie gemacht" sind.

    Ein Hund fragt nicht nach Moral oder Gesinnung, wenn er Gewalt anwendet. Er tut es, weil er es KANN.

    Ein Hundehalter fragt sich danach, wie es dazu kommen konnte. Ein Hundeausbilder fragt sich, warum er ihm die Möglichkeit gelassen hat.



    Stay Safe,
    Verticalis

  6. #35
    Bea

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    Standard AW: c.Millan

    Ich ziehe meine Hündin auch kommentarlos weiter wenn ihr mal wieder ein gelber Sack o.ä. angst macht und sie nicht weitergehen will
    Alles andere würde sie in ihrer Angst ja auch nur bestätigen...
    Ein Hund wird erst dann "verrückt", wenn man auf sämtliche Mimositäten "gefühlvoll" eingeht.
    Ist bei uns Menschen auch oft nicht anders. Jemanden, der beispielsweise Angst vor etwas hat, den kannste bequatschen ohne Ende und ihm erzählen, dass das doch alles gar nicht schlimm ist...aber dadurch legt sich die Angst nicht, nein...für ihn wird Druck ausgeübt und die Angst verstärkt sich eher noch. Etwas schön reden funktioniert nicht. Mensch muss sich mit seinen Ängsten auseinander setzen. Hund auch.

  7. #36
    Luder

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    Standard AW: c.Millan

    Jemanden, der beispielsweise Angst vor etwas hat, den kannste bequatschen ohne Ende und ihm erzählen, dass das doch alles gar nicht schlimm ist...aber dadurch legt sich die Angst nicht, nein...für ihn wird Druck ausgeübt und die Angst verstärkt sich eher noch. Etwas schön reden funktioniert nicht. Mensch muss sich mit seinen Ängsten auseinander setzen. Hund auch.
    Bea, das wollte ich mit meinem Beispiel mit dem spanischen Kind ja verdeutlichen

  8. #37
    Bea

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    Standard AW: c.Millan

    Jep

  9. #38
    Beast

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    Standard AW: c.Millan

    Zitat Zitat von vertical leader Beitrag anzeigen
    Ihr solltet eine Sache dabei nicht vergessen:

    Das Video besteht aus extra ausgewählten, besonders "schlimmen" Szenen, um eben zu verdeutlichen, was c.Millan für ein fürchterlicher Mensch ist.
    Dabei bedenkt keiner, dass diese Szenen etlichen Stunden Filmmaterial gegenüber stehen, gegen die man eigentlich keine besonderen Einwände hat.
    Natürlich ist es eine Verdichtung "schlimmer" Szenen, um Stimmung zu machen.
    Fakt bleibt aber, daß diese Maßnahmen angewendet wurden.
    Und die Szene mit den Rollerblades kann mir auch keiner als "Korrektur" verkaufen...

  10. #39
    Galadriel

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    Standard AW: c.Millan

    Ich hab leider weniger Zeit zu schreiben als ich wollen würde..eigentlich bin ich nämlich garnicht hier, sondern liege schon im Bett..

    Nur dazu kurz..
    Und wie verti schrieb, es funktioniert. 2-3 mal Streß für den Hund und dann wars erledigt. Heute geht er überall drüber, ohne Probleme und ist keineswegs eingeschüchtert oder ähnliches.
    Ich denke aber das man damit vorsichtig sein muss, das auch der Hundecharakter dabei eine Rolle spielt. Wenn du das mit Murphy gemacht hättest, der hätte dir das sein Leben nie verziehen und nie vergessen. Über Brücken oder "hohle Treppen" zu gehen ist ein Alptraum für ihn und klar wäre es ein leichtes den Zwergenpups da mitzuschleifen. Nur den würde man damit kaputtmachen. Er hasst es getragen zu werden, aber wenn wir vor so einem Problem stehen dann würde er gerne sofort auf meinen Arm, mach ich natürlich seltens, er löst es so das er mit "Augen zu und durch" Brücken und ähnlich gruseliges mit Karacho nimmt um dann am Ende Schwanzwedeln dazustehen und diesen Blick "Juhu ich habs überlebt" dabei aufzusetzen..
    Ella wiederrum die muss auch manchesmal zu ihrem Glück gezwungen werden und merkt dann das es garnicht schlimm ist und je mehr ich auf sie einquatschen würde, desto unsicherer würde sie..ziehe ich es durch, entspannt sie auch wenn es für aussenstehende hart wirkt.
    Also insgesamt sollte man das sehr differenziert und vorsichtig angehen..ist zumindest meine Meinung.

  11. #40
    AndreaManuela

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    Standard AW: c.Millan

    "Welcher Weg falsch ist, ist situativ nach dem Wesen des Hundes und der individuellen Problematik zu entscheiden, und nicht nach den eigenen Vorlieben!"

    Ich denke, was ich jetzt sage, wir mich aus diesem Forum rauskatapultieren und mich sperren, aber: Wenn ich Deinen Avatar sehe, vermute ich mal, dass Du sogenannte "Schutzhunde" ausbildest und Deine "Vorlieben" mir echt ne sehr dicke Halskrause verursachen und sicher in keinster Weise mit meinen übereinstimmen. Und was ich von dieser "Ausbildung" kenne, macht mir echt Angst. Sinn oder Unsinn von SChutzhunden ist aber wohl ein anderes Thema. (ein Hund sollte nie, nie eine Waffe sein!)


    ""Rumzerren" hat nichts mit Einschüchterung zu tun, sondern mit Zwang. Und der zielt ebenfalls nicht auf Einschüchterung ab, sondern um dem Hund falsche, nicht zielführende Auswege (Rettung in unangemessenes Panikverhalten zb) zu blockieren (er "kann" einfach nicht, weil es da nicht weitergeht), damit er sich mit dem zielführenden Rettungsweg auseinandersetzen kann. Und der wird, wenn es sich um eine gute Handhabung handelt, auch entsprechend verständlich für den Hund bestätigt."

    Durch Zwang sehen sich viele Hunde in ihrer Panik bestätigt und vergrößert sie noch, wie willst Du sie da dann rausholen? Ich kenne das aus eigener Erfahrung.
    Und Hunde durch positiven Einfluss und positive Verstärkung zu trainieren und zu bilden hat rein gar nichts "Mimosenhaftes" (Bea). Was soll das?
    Eine Unterwerfung des Hundes hängt vom Verhalten seines Besitzers ab. Da ist Gewalt nicht erforderlich. Präsenz zeigen in Form von "sich Groß machen", Futter nur von Hand, zur Seite schieben (korrigieren), Schnute runterdrücken etc.... aber doch nicht mit Schlägen oder Tritten! Rassespezifisch? Der sog. "Kampfhund" muss erst mal lernen, dass er einer ist. Zeige mir einen Menschen und ich sage Dir, was für ein Wesen sein Hund hat.
    Aber nunja, manche möchten eben den einfachen Weg gehen und ziehen dem Hund eins über - natürlich auch im psychologischen übertragenen Sinn gemeint -, statt mit Geduld zu arbeiten.

  12. #41
    Joshly

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    Standard AW: c.Millan

    @ VL: Du hast es nicht gesehen. Ich fand das def nicht ok. Natuerlich hab ich keinerlei Erfahrung bei der Hundetherapie deshalb beleg ich den Kurs auch.Aber trotzdem darf ich mir ja ne Meinung drueber bilden:-)
    Ich hab die Dozentin mal angeschrieben vllt hat sie das Video ja noch

  13. #42
    discomedusa

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    Standard AW: c.Millan

    Welcher Weg falsch ist, ist situativ nach dem Wesen des Hundes und der individuellen Problematik zu entscheiden, und nicht nach den eigenen Vorlieben!
    Ich denke, das ist eine sehr wichtige Aussage. Und hier liegt auch die Schwierigkeit. Zum einen, gehört sehr viel Erfahrung, dazu, das einzuschätzen. Zum anderen kann nicht jeder über seinen Schatten springen und es gehört sehr viel Professionalität dazu, jedem Hund gerecht zu werden.

    Und hier sehe ich auch ganz klar die Grenzen zwischen uns "Normalhundehaltern" und Ausbilder/Trainern. Ich z.B. könnte und wollte die Methoden von C. Milan (zumindest die aus diesem Video) nicht anwenden und möchte keinen Hund haben, wo das notwendig wäre. Deswegen kommen wahrscheinlich bestimmte Hunde einfach für mich nicht in Frage (ich denke da z.B. an ausgebildete Diensthunde).

  14. #43
    StoneCold

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    Standard AW: c.Millan

    Das wirklich schlimme daran, dass es solche Traningsmethoden gibt, ist einfach die Nachahmungsquote in Millionen Haushalten, die sich keine weiterführenden Gedanken machen wie wir.

    Denn es gibt zig Leute, die das sehen und sich denken "super, geile Sache, Bello zerrt immer an der Leine, dem geb ich jetzt erst mal einen an die Flanke".

    Und schon werden da Hunde malträtiert, die sowas gar nicht bräuchten.

    Und es mag ja sein, dass der Millan so manchem Problemhund damit geholfen hat, ich frage mich nur, wie weit andere Verhaltenstrainer, á la Feddersen-Petersen z.B., mit diesen Hunden gekommen wären. Denn Hundliche Kommunikation und Körperlichkeiten anzuwenden ist ja das eine, aber ich denke, die Basis sollte positive Verstärkung und die Bildung von Vertrauen zueinander sein und nicht nur Zurechtweisung.

    Und ich sehe das übrigens genau wie Dalmi: ein Hundekopf oder ein Hundepo, der in die Flanke rempelt ist für mich eine ganz andere Nummer wie die Hacke eines Schuhs. Das eine ist eine Körperlichkeit, doch oft vorangegangene Signale vorprogrammiert, das andere ist für mich nur ein Tritt aus dem Hinterhalt.

    Vielleicht bin ich auch nur voreingenommen, weil man halt nur Bruchteile vom großen ganzen sieht, aber ich denke, ich würde immer zunächst schauen, ob es nicht noch einen anderen Weg gibt.

  15. #44
    Trofu

    Standard AW: c.Millan

    Super Posting Stonie

    Auch nur Ansatzweise einen Hund auf diese Weise "resozialisieren" zu wollen hatte ich grundsätzlich! für den falschen Weg.

    Never würde ich einen Hund haben wollen , der auf diese Weise "gearbeitet" wurde.

    Ich hab ja nun auch einen Mali Mix , er ist "nicht ganz ohne" , dennoch habe ich mit Liebe, Verlässlichkeit und liebevoller ! Konsequenz meinen Wunschhund bekommen.

    Die Frau , von der ich Poldi habe, ist sehr erfahren , sie bildet seit Jahren Malis aus, resozialisiert sie , gibt sie dann in die passenden! Hände ab. Und nicht unbedingt in Sportlerhand.

    Ich bin auch in einem Sporthundeforum angemeldet wo sich fast nur Malihalter tummeln.Es ist haarsträubend was da teilweise von sich gegeben wird.
    Letztlich sind Hunde immer das wozu sie gemacht wurden. Durch den Menschen.

  16. #45
    Mausilla

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    Standard AW: c.Millan

    Das setze ich voraus, dass jede Einwirkung auf den Hund auf dessen Wesen/Charkater abgestimmt ist.

    Mit Cora würde ich sowas wie einfach mitschleifen nie machen. Weil sie eben vom Grund her ein eher unsicherer Hund ist und Zeit braucht. Bei Hero war das was anderes, er ist wesensmäßig ganz anders drauf.

    Und da hat stone schon recht, es wird viel gezeigt und geschrieben, was leider so mancher HH einfach ohen zu hinterfragen und zu überlegen überimmt.

  17. #46
    discomedusa

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    Standard AW: c.Millan

    Ja, Stonie, mir sind auch die Ansätze von Fedderson-Peterson oder Patricia o´Donnel viel näher und sympathischer. Und die meisten Hunde sind nicht auf Konfrontation aus sondern wollen mit dem Menschen einfach kommunizieren, zusammenarbeiten, verstanden werden. Und daran muss man arbeiten, da als Mensch auch Signale zu senden, mit denen der Hund was anfangen kann. Ich denke, die meisten Mensch-Hund-Probleme lassen sich so lösen. Es mag da Ausnahmen geben, wie im Diensthundebereich oder Hunde mit einer bestimmten Vorgeschichte, dass kann ich nicht beurteilen. Aber als allgemeine "Erziehungsmethode" sind die in diesem Video gezeigten Ansätze nicht geeignet. Ich sehe da immer noch Hunde, die überhaupt nicht wissen, wie ihnen geschieht und verzweifelt sind. Das ist keine Kommunikation, zumindest nicht so, wie es da rüber kommt.

  18. #47
    AndreaManuela

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    Standard AW: c.Millan

    "Ich sehe da immer noch Hunde, die überhaupt nicht wissen, wie ihnen geschieht und verzweifelt sind."
    Genau so sehe ich das auch.

  19. #48
    Luder

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    Standard AW: c.Millan

    Zitat Zitat von AndreaManuela Beitrag anzeigen

    Ich denke, was ich jetzt sage, wir mich aus diesem Forum rauskatapultieren und mich sperren, aber: Wenn ich Deinen Avatar sehe, vermute ich mal, dass Du sogenannte "Schutzhunde" ausbildest und Deine "Vorlieben" mir echt ne sehr dicke Halskrause verursachen und sicher in keinster Weise mit meinen übereinstimmen. Und was ich von dieser "Ausbildung" kenne, macht mir echt Angst. Sinn oder Unsinn von SChutzhunden ist aber wohl ein anderes Thema. (ein Hund sollte nie, nie eine Waffe sein!)
    Niemand wird für seine eigene Meinung gesperrt oder verwarnt, solange er diese sachlich und höflich rüberbringt

    Was VPG mit Hunden als Waffe zu tun hat weiß ich allerdings nicht, ist aber tatsächlich ein anderes Thema welches gern in einem gesonderten Fred diskutiert werden kann.

    Was sich mir allerdings in deinem Post zeigt sind Vorurteile. Und die sind selten gut um sachlich über etwas zu diskutieren. Denn im Umkehrschluß heißt es dann das du mit deiner Vorliebe des Wattewerfens auch nicht in solchen Diskussionen mitreden solltest Womit wir dann in einer schönen "ich bin der bessere Hundeversteher und du hast keine Ahnung"-Situation wären. Und ich denke es sollte jeder, ob VPG´ler oder Kuschelhalter (ist nicht negativ gemeint, mir fiel kein besserer Ausdruck ein ) seine Meinung dazu äußern dürfen und auch sollen.

  20. #49
    PeggySue

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    Standard AW: c.Millan

    Da ich mich mit Milan nicht genug auseinander gesetzt habe, um hier mitdiskutieren zu können, habe ich bisher nichts geschrieben, aber mir stößt - mal wieder - etwas ganz gehörig auf und da kann ich meine Finger einfach nicht still halten.

    Ich finde es einfach nicht fair, wenn Hundesportler schon wieder verurteilt werden, weil sie mit ihren Hunden doch ach so grausam umgehen. Auch ich habe strenge Regeln bei meinem Hund und ich verlange von meinem Hund auch eine gewisse Leistung. Auch ich maßregle meinen Hund und setze Hilfsmittel ein. Und wer mich kennt, weiß, wie sorgsam ich mit meinem Hund umgehe, eben weil ich auch ein Sensibelchen habe.
    Ich fühle mich nicht angesprochen, da ich nicht denke, dass ich meinem Hund gegenüber grausam bin - auch wenn das andere hier vielleicht anders sehen. Aber es ärgert mich, dass mal wieder alle Hundesportler - und dafür halte ich mich auch - über einen Kamm geschoren werden.

    Sorry, das musste jetzt raus.

    Und noch ein OT Tipp für alle, die mit ihrem Hund als Partner arbeiten wollen, setzt Euch mal mit den Methoden von Ekard Lind auseinander. Gerade für Anfänger finde ich, dass es leicht verständlich ist.

  21. #50
    AndreaManuela

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    Standard AW: c.Millan

    @Luder,

    es geht mit mir durch, sorry... Aber ich kann keinem Tier Gewalt antun und setzte Gewaltlosigkeit in einer guten Beziehung voraus. Damit bin ich noch kein Wattebäuschchenwerfer. (es sei Dir verziehen )

    Was VPG mit Hunden als Waffe zu tun hat weiß ich allerdings nicht
    Ein Schutzhund wird (u.a.) darauf trainiert, Menschen anzugreifen. DAS ist eindeutig eine Waffe.

    Komischerweise GIBT es doch Trainer, die das alles OHNE Gewalt schaffen....

  22. #51
    Bea

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    Standard AW: c.Millan

    Und Hunde durch positiven Einfluss und positive Verstärkung zu trainieren und zu bilden hat rein gar nichts "Mimosenhaftes" (Bea). Was soll das?
    Vielleicht liest du meinen Satz einfach noch einmal.

    Ein Hund wird erst dann "verrückt", wenn man auf sämtliche Mimositäten "gefühlvoll" eingeht.
    Ich habe nicht gesagt, dass es mimosenhaft ist, auf einen Hund gefühlvoll einzugehen, sondern dass mimosenhafte Hunde durch gefühlvolles Einwirken oft richtig "verrückt" werden. Und mit "verrückt" meine ich nicht irre, geistesgestört oder ähnliches sondern mehr verrückt vor Angst, Unsicherheit ect.pp

  23. #52
    PeggySue

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    Standard AW: c.Millan

    Ein ausgebildeter VPG-Hund greift keinen Menschen an, sondern nur den Arm, den er trägt. D.h. hat der Figuranten seinen Hetzarm nicht an, geht der Hund auch nicht auf ihn los. Wieso auch? Er will ja nur seine "Beute".
    Lediglich Diensthunde werden darauf trainiert, Menschen zu stellen und unter Umständen auch anzugreifen.

    Was genau weißt Du denn von der Ausbildung von VPG-Hunden?

    Wo beginnt bei Dir Gewalt dem Hund gegenüber?

  24. #53
    Luder

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    Standard AW: c.Millan

    Zitat Zitat von AndreaManuela Beitrag anzeigen


    Ein Schutzhund wird (u.a.) darauf trainiert, Menschen anzugreifen. DAS ist eindeutig eine Waffe.
    Ein Schutzhund wird darauf trainiert in den ÄRMEL zu beißen und nicht den Menschen!!

    Habe schon gesehen das, wenn der Ärmel abgenommen wurde, der Hund, wenn er durfte, damit auch weiterspielte

    Ärmel ist nix weiter wie ein Spielie für den Hund

    Also erst richtig informieren

  25. #54
    Bea

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    Standard AW: c.Millan

    Dabei fällt mir eine Bekannte ein, die VPG mit ihrem Yorkshire macht. Er macht das so toll und völlig ohne Gewalteinwirkung, denn VPG heisst nicht Volle Power Gewaltanwendung und auch nicht halbe Power

  26. #55
    discomedusa

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    Standard AW: c.Millan

    Jetzt sind wir beim VPG

    Finde ich eigentlich einen sehr interessanten Hundesport.
    Und auch ich hatte da bestimmt Vorurteile, man sollte sich wirklich erstmal damit auseinandersetzten. Gut gemacht ist VPG für viele Hunde sicher ganz toll.

  27. #56
    AndreaManuela

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    Standard AW: c.Millan

    @Bea, ja, entschuldige... Das habe ich wirklich missverstanden und in den falschen Hals gekriegt...

    Schutzhundesport ist ... ja sagen wir mal Nötigung zum beißen ("spielerischer Beutetrieb" heißt das dann wohl). Der Hund wird dazu gebracht zu beißen, um seine Beute zu stellen. Das kann auch gern mal schiefgehen. Aus welchen Gründen bringt man einem Hund das bei? Meiner Meinung nach aus Gründen der Selbstdarstellung. Bei den Jüngeren mag sich das schon geändert haben, aber bei vielen älteren Schutzhundesportlern gilt der Hund nur als "Gerät" und nicht als sozialisiertes Familienmitglied. Und das passiert auch heute noch mit Methoden wie: Würgehalsband, STachelhalsband, Strom (neiiin, stimmt ja gar nicht, das ist doch verboten), Stock (ach ja: "Soft"-Stock, der tut ja gar nicht weh). Aber das bilde ich mir ja nur ein...

    Leider kenne ich da zu viele Berichte aus dem Tierschutz.

    Auch dass Hunde mit Schutzhundeausbildung schon kleine Hunde totgebissen haben, den Schiedsrichter bei einem Wettbewerb sogar gebissen haben und nicht wieder losließen und auch auf ein Kind mit Baseballhandschuh (vielleicht hat der Hund das falsch verstanden?) losgegangen ist.

    Warum machen die Leute nicht Agility?

    Was ich unter Gewalt verstehe? Tritte, Schläge, Würgehalsband, Stachelhalsband, einen Hund am Halsband hochziehen...

    Und zu dem z. B. einfach auf den Fliesenboden ziehen, wenn der Hund sich sträubt: hm.... Einige von Euch haben ja Kinder. Da kommt mir die Frage auf, wenn Euer Kind in der Schule zu schüchtern ist, nach vorn an die Tafel zu kommen, ist es dann für Euch ok, wenn der Lehrer das Kind an den Ohren nach vorn schleift? Das Kind soll sich mal nicht so anstellen...


    Aber das Thema war ja C. Millan. Also dazu kann ich nur wiederholen, dass es auch ohne Gewalt geht. Bei jedem Hund.

  28. #57
    Luder

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    Standard AW: c.Millan

    Warum machen die Leute nicht Agility?
    Und wie oft sieht man hier wie Hunde für den Fehler des Führers zusammengestaucht werden? Über Hindernisse die sie (noch) nicht bereit sind zu gehen gezwungen werden und und und?

    Sich schön die Negativbeispiele raussuchen ist sehr einfach daher erübrigt sich für mich auch jede weitere Diskussion im Prinzip.

    Schwarze Schafe findet man überall wenn man schaut, sogar im Tierschutz (siehe z.B. Zarenhof)

    Ich bin weder VPG´ler, obwohl ich diesen Sport mag wenn er ordentlich gemacht wird, noch anderer Hundesportler, aber ich erkundige mich in ALLE Richtungen. Kenne sehr wohl die von dir genannten Negativbeispiele aber auch Vereine wo dies ordentlich und mit viel spaß für den Hund ausgeübt wird.

  29. #58
    AndreaManuela

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    Standard AW: c.Millan

    Ja was willst Du denn von mir hören? Dass ich Schutzhundesport toll finde, obwohl ich soviel Schlechtes darüber gehört habe? Meinungen entstehen durch Information. Ich habe viel darüber gelesen, auch auf den Vereinsseiten selbst, wo alles erklärt wird, der Sport als positiv und harmlos dargestellt wird und auf die "Vorurteile" eingegangen wird. Oft sehr objektiv und sehr einleuchtend geschrieben - trotzdem grummelt bei mir der Magen, denn ich verstehe nicht, warum man aus einem Hund die Aggressivität herauskitzeln muss. Ach ne, es ist ja nur ein Spiel.

    Vorurteile ja, vielleicht, aber Vorurteile entstehen durch "passierte" Dinge.

    Von Agility habe ich das eben noch nicht gehört, obwohl ich mich informiere...

  30. #59
    Galadriel

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    Standard AW: c.Millan

    Ah und alle Moslems sind potenzielle Attentäter, die Frauen werden dazu gezwungen ihr Kopftuch zu tragen und deutsche sind alle Rechtsradikal und warten nur auf einen neuen Führer..

    Vorurteile sind toll!

    Mit dem Schutzhundesport ist es denke ich persönlich ähnlich wie mit Herrn Millan..kritikwürdig, da er oft falsch ausgeübt wird, vor allem in der Vergangenheit.
    Und auch eine bestimmte Sorte Mensch gerne solche Hunde auf diese Art führt und arbeitet.
    Mein Ding ist das auch nicht und ich hab sogar persönliche negativ Beispiele erlebt, aber trotzdem mag ich nicht alle pauschalisieren.
    Weil sich in den letzten Jahren da viel getan hat und einige Vereine tatsächlich einen anderen Weg einschlagen. Ich denke auch mittlerweile das Hunde nicht aggresiv gemacht werden, wo hier gleich ein neues tolles Thema entsteht!
    Wo fängt aggressives Verhalten beim Hund an..? Luuuuuder!!!!!!!!!

    Kinder am Ohr durch einen Klassenraum zu schleifen oder Hunden einen Knuff zu geben...ich würde gerne noch auf den Vergleich eingehen, aber die Zeit läuft mir leider weg..;9

  31. #60
    vertical leader

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    Standard AW: c.Millan

    Ich denke, sowohl Gala als auch StoneCold haben da zwei ganz wichtige Punkte angesprochen:

    Zum einen das individuelle Wesen des Hundes (und yap, genau dieser Fakt verbirgt sich nämlich hinter dem Fachtermini - jeder Hund ist anders und was für den einen passt, kann für den anderen Gift sein) und zum anderen, dass die Gefahr von jeder Darstellung von Ausbildung und auch von Verhaltenstherapie unreflektierte und ungekonnte Nachahmung nach sich zieht.
    Das finde ich übrigens an dem Videozusammenschnitt fatal:
    Wenn man normalerweise so eine Korrektur bei Millan sieht, sieht man vorher auch den ganzen anderen Rest. Da wird diese Korrektur also in einen ganz anderen Rahmen gesetzt - so sieht das jetzt so aus, als müsste man nur genug auf einem Hund herumtreten oder Zerren, um zum Erfolg zu kommen. Das kann, auch wenn die Macher des Videos es eigentlich ganz anders gemeint haben, noch mehr nach hinten losgehen.
    Und ja, es gibt Menschen, die das so verstehen. Traurig, aber wahr.

    Übrigens drücke ich mich immer tunlichst davor, bei der Hundearbeit in irgend einer Form gefilmt zu werden, weil es einfach NIE das herüberbringt, was man dort gerade tut. Zumindest nicht, wenn das unreflektiert veröffentlicht wird.


    @AndreaManuela

    Ich denke, was ich jetzt sage, wir mich aus diesem Forum rauskatapultieren und mich sperren, aber: Wenn ich Deinen Avatar sehe, vermute ich mal, dass Du sogenannte "Schutzhunde" ausbildest und Deine "Vorlieben" mir echt ne sehr dicke Halskrause verursachen und sicher in keinster Weise mit meinen übereinstimmen. Und was ich von dieser "Ausbildung" kenne, macht mir echt Angst. Sinn oder Unsinn von SChutzhunden ist aber wohl ein anderes Thema. (ein Hund sollte nie, nie eine Waffe sein!)
    Lieber Mituser, ich hoffe du bist dir bewusst, dass du dich gerade ganz schön lächerlich machst.

    Nein, natürlich wirst du für deine Meinung nicht gesperrt. Ich möchte dich dennoch darüber informieren, dass obwohl mein Avatar genau genommen einen Polizeihund zeigt, ich in keiner Weise zu den dir bekannten "Schutzhunde"ausbildern gehöre und auch nichts mit "Hundesport" am Hut habe.
    Ich resozialisiere Hunde, bilde Sport- und Familienbegleithunde aus und bin im Arbeitshundebereich tätig. Das bedeutet in erster Linie, ich gehöre zu den Leuten, die versuchen Hunden ihre traditionellen Arbeitsbereiche zu erhalten.

    Was du von meinen "Vorlieben" denkst, bleibt natürlich dir überlassen. Du tätest allerdings gut daran, sie vorher herauszufinden, bevor du einen unnötigen Kragen schiebst.




    Durch Zwang sehen sich viele Hunde in ihrer Panik bestätigt und vergrößert sie noch, wie willst Du sie da dann rausholen? Ich kenne das aus eigener Erfahrung.
    Nein. Die reine Natur des Zwanges ermöglicht gar nicht, etwas damit zu bestätigen. Es ist eine rein hemmende Form von Einwirkung, denn man will durch Zwang eine bestimmte Tür schließen, damit der Hund eine andere geöffnete Tür (das positiv bestätigte Verhalten) nimmt.

    Wenn du erlebt hast wie Zwang Panik vergrößert, dann hast du ein Paradebeispiel erlebt wie ein Mensch nicht versteht Zwang richtig anzuwenden.
    Das ist natürlich immer traurig, leider passiert es. Genauso wie sehr viele Menschen Bestätigung nicht wissen richtig anzubringen und beispielsweise Hunde für ihre Panik bestätigen, weil sie versuchen, es "sanft" zu lösen.



    Eine Unterwerfung des Hundes hängt vom Verhalten seines Besitzers ab. Da ist Gewalt nicht erforderlich. Präsenz zeigen in Form von "sich Groß machen", Futter nur von Hand, zur Seite schieben (korrigieren), Schnute runterdrücken etc.... aber doch nicht mit Schlägen oder Tritten!
    In der Theorie ist das nicht falsch.
    In der Praxis leider völlig surrealistisch.
    Ein selbstbewusster Hund, der nicht bereit ist sich zu "Unterwerfen", wird auf diese in seinen Augen unwichtige Demonstration von Dominanz mit Ignoranz reagieren (wer nötig hat, sich ihm gegenüber aufzuspielen, ist nicht ernstzunehmen), er wird die Fütterung von Hand als Unterstreichung seiner Position wahrnehmen und es mit überheblicher Gleichgültigkeit dulden, wenn der Unterlegene ihn zur Seite schiebt oder die Schnauze herunterdrückt, bis zu dem Punkt, an dem es ihn einmal stört. Und danach wird er den Menschen einmal kurz und eventuell schmerzhaft in seine Schranken weisen und wir haben in den Medien einen neuen "völlig unvorhergesehenen" Beißvorfall, obwohl der Hund völlig gerechfertigt und sozial klar gehandelt hat.

    Ich habe es beispielsweise nicht nötig, Hunde zu unterwerfen, das entscheiden die von ganz allein, ob sie das mir gegenüber tun wollen. Ich stelle in meinem Umfeld klare Regeln auf, hinter denen ich stehen kann, und setze diese durch. Wenn ein Hund gegen mich versucht Gewalt anzuwenden, lernt er kennen, dass ich Gewalt besser auszuteilen verstehe als er. Wenn er es nicht tut, hat er von mir kein aggressives oder einschüchterndes Verhalten zu erwarten.
    So einfach ist es.



    Rassespezifisch? Der sog. "Kampfhund" muss erst mal lernen, dass er einer ist. Zeige mir einen Menschen und ich sage Dir, was für ein Wesen sein Hund hat.
    Ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt, findest du nicht?
    Das Wesen eines Hundes besteht sowohl aus angeborenen wie angelernten Eigenheiten.
    Es gibt Hunde, die sind von ihrer Natur aus mehr für einen bestimmten Zweck geeignet, weil ihre Rasse seit langer Zeit auf die Eignung selektiert und spezialisiert wurden und Hunde, die zufällig eine Eignung für einen bestimmten Zweck zeigen und deswegen in diesem Bereich gefördert werden können.

    Aber ich weiß, sehr viele Menschen kommen in ihrem Denken nicht damit klar, dass gerade Hunde doch ein gutes Stück weit an ihre angeborenen Eigenheiten gebunden sind. Man kann da durch Ausbildung viel erreichen, aber man kann einen Hund nicht nach Gusto zusammenpuzzlen.


    Aber nunja, manche möchten eben den einfachen Weg gehen und ziehen dem Hund eins über - natürlich auch im psychologischen übertragenen Sinn gemeint -, statt mit Geduld zu arbeiten.
    Wobei sich mir der Sinn dieser Handlung entzieht.
    Zwang, der in einer Ausbildung oder einer Verhaltenstherapie vorkommt, wird genauso bewusst und sorgfältig eingesetzt wie Bestätigung und erfordert genauso Geduld und Fingerspitzengefühl wie dieselbige.
    Zum einen beginnt Zwang schon dort, wo einem Hund eine Leine angelegt wird, sein Bewegungsradius also gehemmt wird (vielleicht, damit er nicht aus Panik auf die Autobahn rennt). Man unterschätzt das gerne, aber eine angelegte Leine hat auf Hunde stellenweise eine stärkere psychische Einwirkung als Millans Fußkorrektur.
    Zum anderen sind sehr viele vermeindlich positiven Handhabungen ebenfalls versteckte Zwänge, sie sehen nur nicht danach aus. Ein Klicker ist übrigens auch Zwang und man kann einen Hund damit psychisch irreparabel zugrunde richten, indem man ihn durch Bestätigungsentziehung in seiner stresserfüllten Erwartungshaltung stehen lässt und somit regelrecht neurotische Verunsicherung auslöst. Die Hunde entwickeln dadurch sogar psychosomatische Krankheiten und Verhaltensstörungen.
    Das wurde mal von einer renomierten Uniklinik untersucht und dabei kam ja das vielen Hundehaltern verhasste Ergebnis heraus, dass die professionelle Arbeit mit einem Stromreizgerät von allen eingesetzten Hilfsmitteln am wenigsten Stresshormone freisetzt ;-)



    Schutzhundesport ist ... ja sagen wir mal Nötigung zum beißen ("spielerischer Beutetrieb" heißt das dann wohl). Der Hund wird dazu gebracht zu beißen, um seine Beute zu stellen. Das kann auch gern mal schiefgehen. Aus welchen Gründen bringt man einem Hund das bei? Meiner Meinung nach aus Gründen der Selbstdarstellung. Bei den Jüngeren mag sich das schon geändert haben, aber bei vielen älteren Schutzhundesportlern gilt der Hund nur als "Gerät" und nicht als sozialisiertes Familienmitglied. Und das passiert auch heute noch mit Methoden wie: Würgehalsband, STachelhalsband, Strom (neiiin, stimmt ja gar nicht, das ist doch verboten), Stock (ach ja: "Soft"-Stock, der tut ja gar nicht weh). Aber das bilde ich mir ja nur ein...
    Wie kann man denn einen Hund zum Beißen nötigen? Man kann ihn dazu nötigen, bitteschön NUR in den dafür vorgesehenen Schutzärmel zu beißen, das ist richtig. Man kann ihn auch dazu nötigen, dabei ein bestimmtes Griffbild zu zeigen (die Hunde sollen ja den Ärmel fest und ruhig halten und nicht Beuteschütteln, Kampfknurren, wildes Herumzerren oder unruhiges Kauen zeigen - das wäre übrigens, wenn ein Hund ernsthaft eine Beute oder einen Kampfgegner beißt und das möchte man ja im "Sport" nicht).
    Aber ein Hund mit den entsprechenden Veranlagungen hat von sich aus den Willen, ein Spielzeug zu erhaschen. Und zwar von Welpe an. Und gute Ausbilder gehen her und fördern einen solchen Hund dazu, seine Veranlagungen in entsprechende Regeln zu kanaliseren. Deswegen beißt der Sporthund auch nur in den Schutzärmel und will vom Figuranten eigentlich gar nichts anderes wissen, als ihm diesen Ärmel wegzunehmen. Auch, wenn manche Hunde dann den Figuranten anknurren und sagen - komm doch und versuch es dir zurückzuholen. Das tut der Figurant aber nicht, weil er sich ja nicht mit dem Hund darüber raufen will.
    VPG ist deshalb eigentlich ein erstaunlich friedfertiger Sport.

    Natürlich gibt es sogenannte Schwarze Schafe. Die gibt es aber überall. Es gibt übrigens keine "Methode Würgehalsband" oder "Methode Stachelhalsband", es gibt nur Ausbildungsmethodiken und unterstützend eingesetzte Hilfsmittel. Und Menschen, die das entweder gut einsetzen können oder es besser lassen sollten.

    Hast du dich denn schon einmal von einem Softstock verhauen lassen? Nicht? Dann frage ich mich wieso du beurteilen kannst, ob das Ding weh tut oder nicht, obwohl dir JEDER, der es ausprobiert hat sagen wird, dass dem nicht so ist.



    Und zu dem z. B. einfach auf den Fliesenboden ziehen, wenn der Hund sich sträubt: hm.... Einige von Euch haben ja Kinder. Da kommt mir die Frage auf, wenn Euer Kind in der Schule zu schüchtern ist, nach vorn an die Tafel zu kommen, ist es dann für Euch ok, wenn der Lehrer das Kind an den Ohren nach vorn schleift? Das Kind soll sich mal nicht so anstellen...
    Kurze Frage: Seit wann ist es denn sinnvoll, Hunde zu vermenschlichen? Hunde haben leider nicht die Fähigkeit, über Probleme zu sprechen. Sie sind davon abhängig, Erfahrungen zu machen. Je nach dem, wie wenig Selbstvertrauen ein Hund hat, desto weniger ist seine Bereitschaft, überhaupt etwas auszuprobieren. Deswegen wird er zu einer positiven Erfahrung gezwungen.
    Das kann dadurch geschehen, dass man ihm eine Leine anlegt und somit kopflose Flucht verhindert als auch, dass ein anders gestrickter Hund (siehe Galas Beispiel) ohne Zögern über Fliesen oder eine Brücke gezogen wird, weil er mit dieser Form von Zwang gut umgehen kann.

    Und natürlich wird ein Pädagoge sich Gedanken darüber machen wie er ein schüchternes Kind in die Situation bringen kann, wo es sich der Erfahrung nicht entziehen kann, das es vorne an der Tafel ein Erfolgserlebnis erwartet.
    Versteckte Zwänge, und so.



    Aber das Thema war ja C. Millan. Also dazu kann ich nur wiederholen, dass es auch ohne Gewalt geht. Bei jedem Hund.
    Behauptungen sollte man beweisen können. Wo ist dein Beweis?




    Stay Safe,
    Verticalis - das jetzt leider zum Arbeiten muss.

 

 
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c.Millan: Die Sache mit dem "über die Fliesen ziehen" sehe ich nicht so arg. Ich glaube nicht, dass ein Hund dadurch ...

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